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Die Leistungsfähigkeit des Zweckverbandes im Bereich Wassergütewirtschaft, dargestellt anhand der Fallstudie “Abwasserverband Rur (AVR)”

  • Robert Lungstraß
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Part of the Forschungsbericht des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 2554)

Zusammenfassung

Die wassergüte-, insbesondere abwasserwirtschaftliche Problemstellung im Mittelabschnitt der Rur ist durch zwei Komponenten gekennzeichnet: Zum einen durch die kommunalen Abwässer der Stadt Düren und ihrer umliegenden Gemeinden 1) mit den ortsansässigen kleingewerblichen Betrieben, zum anderen durch die industriellen Abwässer der Textil-, Papier- und Zellstoffindustrie, die in diesem Gebiet bereits seit dem 17. Jahrhundert ansässig 2) ist und deren Ansiedlung an dem ca. 15 km langen Strekkenabschnitt der Rur bei Düren und Kreuzau sich durch starke räumliche Konzentration auszeichnet.

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Literatur

  1. 2).
    vgl. Geuenich, H.: Die Geschichte der Papierindustrie im Düren-Jülicher Wirtschaftsraum, Düren 1959, S. XI; Ferdinand, K.: Die papiererzeugende Industrie im Dürener Wirtschaftsraum, unveröffentl. Dipl. Arbeit Köln 1970, S. 5 ff.Google Scholar
  2. 3).
    vgl. Peters, H.: Die Lösung der Abwasserprobleme an der Rur im Landkreis Düren, in: Wasserwirtschaft in Nordrhein-Westfalen, hrsg. vom Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Landes NRW, München 1970, S. 116 f.Google Scholar
  3. 1).
    Der ABV ist ein Wasser-und Bodenverband nach dem Wasserverbandsgesetz vom 10. 2. 1937 und der WVVO.Google Scholar
  4. 2).
    Peters, H.: Die Lösung der Abwasserprobleme, a.a.O., S. 117Google Scholar
  5. 1).
    Vgl. Abwassertechnische Vereinigung e.V.: Hauptgutachten zur Ordnung der Abwasserwirtschaft im Rurtal, Kreis Düren, unveröffentl. Manuskript, Bonn/Düsseldorf 1963, im folgenden zitiert als: AtV-Gutachten, S. 46 ff.Google Scholar
  6. 2).
    Satzung des AVR vom 9. B. 1968, in der Fassung vom 18. 4. 1972 (Stand 1974 )Google Scholar
  7. 1).
    Niederschrift über die 10. Verbandsversammlung des AV-Rur am 13. 12. 1973, unveröffentlichtes Manuskript, Düren 1973, S. 6Google Scholar
  8. 3).
    und 47 Landkreisordnung (LKrO) für NRW vom 21. 7. 1953, GV. NW. S. 305Google Scholar
  9. 4).
    Rechtsgrundlage sind §§ 96, 97 Landeswassergesetz (LWG) NW sowie § 9 Landesorganisationsgesetz (LOG. NW) vom 10. 7. 1962, GV. NW. S. 421, zuletzt geändert am 7. 4. 1970, GV. NW. S. 251Google Scholar
  10. 1).
    Vgl. für viele: Ellwein, Th.: Formierte Verwaltung - Autoritäre Herrschaft in einer parlamentarischen Demokratie, in: Steffani, W. (Hrsg.), Parlamentarismus ohne Transparenz, Bd. III, Opladen 1971, S. 48 ff.; Berkemeier, K. H.: Das kommunale Schein-Parlament: Ausgeschaltet aus dem Planungsprozeß, in: Zeitschrift für Parlamentsfragen, Jg. 3 (1972), S. 202 ff.; Fürst, D.: Kommunale Entscheidungsprozesse, a.a.O., S. 74 ff.Google Scholar
  11. 1).
    Neuere Wasseranalysen greifen aus diesem Grunde zu ande- ren Indikatoren, mit deren Hilfe anorganische (minera- lische), chemische und sonstige biologisch nicht oder schwer abbaubare Stoffe erfaßt werden können, um Maß- nahmen gegen diese sogenannte Restverschmutzung ergrei- fen zu können. So führt das vielleicht ab 1. 1. 1976 in Kraft tretende Abwasserabgabengesetz einen Indikator der Schädlichkeitsmessung ein, der die Belastung mit Hilfe dreier Parameter mißt: absetzbare, anorganische und organische Schwebstoffe, chemischer Sauerstoffbedarf und Giftigkeit. Siehe dazu: BR-DR 213/74, Anlage 1, S. 15; zum Unterschied des Biochemischen Sauerstoffbedarfes (BSB-Indikator) und des Chemischen Sauerstoffbedarfes (CSB-Indikator) vgl. auch: Schewe, L., und Schönborn, W.: Wasser/Abwasser, Umweltsofortstudie für das Bundesministerium des Innern, Bericht des Batelle-Instituts, Frankfurt 1971, S. 126 ff.; einen umfangreichen Überblick über die vielfältigen Indikatoren zur Ermittlung der Wasserbelastung bietet: Zwintzscher, K.: Social costs in der öffentlichen Wasserversorgung, Veröffentlichungen des Instituts für Wasserforschung GmbH. Dortmund Nr. 17, Dortmund 1973, S. 63 ff., S. 85 ff.Google Scholar
  12. 1).
    Vgl. Kaltofen, H.: Probleme der Versorgung, insbesondere der Entwässerung großer Siedlungsräume, in: Archiv für Kommunalwissenschaften, Jg. 6 (1967), S. 378 f., der ebenfalls darauf hinweist, daß die Effektivität des Klärungsprozesses entscheidend von der Anwendung einer spezifischen Klärtechnik abhängt, die durch das tatsächliche Mischungsverhältnis der verschiedenen Belastungsgruppen geprägt wird.Google Scholar
  13. 1).
    Vgl. Rincke, G.: Wirtschaftliche Betrachtungen zu den Reinhalteanforderungen in einem Flußgebiet, in: Gas-und Wasserfach, 1968, Heft 14, S. 1232; Schewe, L./Schönborn, W.: Wasser/Abwasser, Batelle-Bericht, a.a.O., S. 156Google Scholar
  14. 2).
    Lurgi, Ges. für Wärme-und Chemotechnik mbH.: Zentrale Kläranlage Düren - Genereller Entwurf -, Erläuterungsbericht, unveröffentl. Manuskript, Frankfurt 1970, S. 2Google Scholar
  15. 4).
    Diese “Restkosten” enthalten Kosten wie Grundstück, Umzäunung, Zufahrt etc.; AVR Düren: Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1974, Düren 1974, Vorbericht S. VIGoogle Scholar
  16. 5).
    Quelle: AVR Düren, Finanzplanung in: Haushaltsplan 1974, S. I VGoogle Scholar
  17. 1).
    Quelle: AVR Düren, Finanzplanung in: Haushaltsplan 1974, S. I VGoogle Scholar
  18. 3).
    Umweltgeschehen in den Landtagen, in: Umwelt, Nr. 27 vom 22. 11. 1973, hrsg. vom Bundesministerium des Innern ( BMI ), Anhang S. 3Google Scholar
  19. 5).
    Böhnke, B.: Wasserwirtschaft braucht Milliarden,a.a.0., S. 439Google Scholar
  20. 3).
    Diese Steuervergünstigungen sind Sonderabschreibungen gem. § 51 Einkommensteuergesetz (EStG) und § 79 ESt-DV bei Abwasserreinigungsanlagen, die auf das zweite Änderungsgesetz zum Einkommensteuergesetz vom 11. B. 1955 (Investitionshilfegesetz), BGBl. I, S. 505, zurückgehen und nur Privaten (Industrie, Handwerk, Handel etc.) zugute kommen, da die öffentlich-rechtlichen Körperschaften nicht der Einkommensteuer unterliegen.Google Scholar
  21. 1).
    Bericht der Bundesregierung über die Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes und der Steuervergünstigungen für die Jahre 1971 bis 1974 gem. § 12 des Gesetzes zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft (StWG) vom B. 6. 1967 (Vierter Subventionsbericht), BR-DS 647/73 vom 23. 10. 73, Anlage 5,S. 288Google Scholar
  22. 3).
    Unter Subventionen werden hier nach Hansmeyer, K. H., Transferzahlungen (Geld oder geldwerte Leistungen) des Staates an Unternehmen (Private) ohne marktwirtschaftliche Gegenleistung verstanden. Zur Problematik der Begriffsbildung vgl.: Hansmeyer, K. H.: Transferzahlungen an Unternehmen, in: Handbuch der Finanzwissenschaft, 2. neubearb. und erweit. Auflage, erscheint demnächst; ders.: Bemerkungen zum Subventionsbericht, in: Finanzarchiv, NF Bd. XXX, Tübingen 1971/72, S. 105 ff.; Andel, N.: Subventionen als Instrument des finanzwirtschaftlichen Interventionismus, Tübingen 1970, S. 4 ff. Anderer Ansicht sind dagegen Müller, G., und Hessing, F. J., die alle genannten Finanzhilfen zur Förderung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen ohne nähere Abgrenzung als Subventionen bezeichnen. Müller, G., Hessing, F. J.: Kostenträger der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung, Mitteilungen aus dem Institut für Raumforschung, Bad Godesberg 1962, S. 18 f., S. 48Google Scholar
  23. 5).
    Zur Problematik der Zweckzuweisungen vgl. Lungstraß, R.: Die Problematik des Ermessensspielraums,.., a.a.O., S. 2 ff., S. 33 ff.Google Scholar
  24. 3).
    Quelle: eigene Berechnungen aus: AVR-Düren, Haushaltsplan für das Rechnungsjahr 1974, a.a.O.Google Scholar
  25. 1).
    Quelle: eigene Berechnung aus AVR-Düren, Haushaltsplan 1974, a.a.O.Google Scholar
  26. 2).
    Vgl. AVR-Düren, Haushaltspläne für die Rechnungsjahre 1967–1974Google Scholar
  27. 3).
    Vgl. Müller, G., und Hessing, F. J.: Kostenträger der Wasserversorgung, a.a.O., S. 27 f.Google Scholar
  28. 1).
    Müller, G., und Hessing, F. J.: Kostenträger der Wasserversorgung, a.a.O., S. 28Google Scholar
  29. 4).
    Vgl. III. Kapitel, § 8, S. 126 f.Google Scholar
  30. 5).
    Die derzeitige Art der Erstellung und Gestaltung von Haushaltsplan und Haushaltsrechnung des AVR ist nicht als endgültig anzusehen und soll im Laufe des Jahres 1975 neu festgelegt werden. Vgl. Bericht des Geschäftsführers zum Haushaltsplan 1974 auf der 11. Verbandsversammlung des AVR am 29. 3. 1974, unveröffentlichte Maschinenschrift, Düren 1974, S. 4Google Scholar
  31. 3).
    Vgl. Veranlagungsregeln des Abwasserverbandes Rur für das Rechnungsjahr 1974 gem. § 30 Satzung AVR, Anlage zur Satzung AVR, a.a.O., S. 1 ff.Google Scholar
  32. 1).
    Vgl. die aufgezeigten Untersuchungsergebnisse des AtV-Gutachtens, S. 152 ff.Google Scholar
  33. 2).
    Vgl. zu diesem Problem: Jürgensen, H., und Jaeschke, K. P.: Operationale Verfahren zur Anwendung des Social-Costs-Prinzip im Umweltschutz,..., a.a.O., S. 79 ff.Google Scholar
  34. 2).
    Vgl. S.85; zu den rechtlichen Grenzen dieses Instruments vgl. S. 129 ff., S. 132Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1976

Authors and Affiliations

  • Robert Lungstraß
    • 1
  1. 1.Finanzwissenschaftliches ForschungsinstitutUniversität zu KölnDeutschland

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