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Zusammenfassung

Im vorliegenden Bericht wurde der Aufbau und die Wirkungsweise einer zylindrischen Ionisationsmeßkammer nach dem Kleinionenanlagerungsprinzip beschrieben. Die Kammer wird axial vom Aerosol durchströmt. Dadurch wird die Empfindlichkeit der Messungen gegen die anströmende Luft ausgeschaltet. Der Arbeitspunkt der Kammer liegt weit unterhalb der Stromsättigung. Durch die spezielle Auslegung der Kammergeometrie und die Wahl der Ionisierungsmittel konnte eine lineare Strom-Spannungs-Kennlinie erreicht werden. Für den Zusammenhang zwischen Kammerstrom und Kammerspannung ohne Aerosol wurde eine Differentialgleichung aufgestellt. Darin ist die Volumenrekombination der Kleinionen berücksichtigt. Eine spezielle Lösung der Differentialgleichung stellt die Ohm’sche Gerade dar. Das eigentliche Ergebnis der theoretischen Überlegungen ist die sog. charakteristische Kammergleichung. Sie gibt den Zusammenhang zwischen dem Produkt aus mittlerem Partikeldurchmesser und Partikelanzahl pro Volumeneinheit und der Meßgröße x = ∆i/io. x ist die auf den Kammerruhestrom io normierte Kammerstromänderung, die beobachtet werden kann, wenn Aerosolpartikeln in die Meßkammer eindringen. Die Kammergleichung konnte experimentell weitgehend bestätigt werden. Je nach Auslegung der Kammergeometrie, nach Wahl der Stärke des ionisierenden Mittels und nach Wahl des Arbeitspunktes können unterschiedliche Empfindlichkeitsbereiche der Meßkammer bezüglich Partikelkonzentration und Partikeldurchmesser verwirklicht werden.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag, Opladen 1973

Authors and Affiliations

  • Hans Heribert Gilson
    • 1
  • Jürgen Peter Hosemann
    • 1
  1. 1.Institut für Elektrische NachrichtentechnikRhein. -Westf. Techn. Hochschule AachenDeutschland

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