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Zusammenfassung

Hochbelastbare elastomere Werkstoffe haben zuerst als Brückenauflager ihren Eingang ins Bauwesen gefunden. Es sind drei Bauarten zu unterscheiden: das Topflager mit der Charakteristik eines Punktkipplagers, das bewehrte Elastomerlager, in seiner Funktion etwa einem Doppelrollenlager entsprechend, und das unbewehrte Elastomerlager. Das unbewehrte Elastomerlager hat insbesondere im Betonfertigteilbau die Aufgabe, an den Unterstützungspunkten örtliche Spannungsspitzen auszugleichen und planmäßige Bauteilverdrehungen zu ermöglichen. In der überwiegenden Zahl ihrer Anwendung unterliegen diese im Bauwesen einsetzbaren Lagertypen einer vorwiegend statischen Beanspruchung. Dynamisch belastete “Gummifedern” setzen eine ingenieurmäßige Fragestellung meist in Zielrichtung auf maschinentechnische Forderungen voraus, welche naturgemäß verschieden ist von derjenigen bei Auflagerproblemen im Hoch-und Brückenbau. Aus Versuchsreihen weitgehend empirisch gewonnene Formeln im Zusammenhang mit umfangreichen Zulassungsversuchen an ganzen Lagern erlauben für bewehrte Lager zur Zeit eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung unter bestimmten einschränkenden Bedingungen. Neben den Vorbereitungen zur Normung bewehrter Lagertypen sind inzwischen Richtlinien für unbewehrte Lager erarbeitet worden, die die zulässigen Durckspannungen auf den sehr geringen Wert von 50 kp/cm2 begrenzen und somit im Sinne hochbelastbarer Lager nicht relevant sind. Hochbelastbaren Elastomerlagern müssen aber Spannungen zugemutet werden können, die den zu erwartenden Betondruckspannungen entsprechen. üblicherweise werden zugelassene bewehrte Elastomerlager für Spannungen von rd. 150 kp/cm2 ausgelegt. Bei Teilflächenbelastung kann dieser Spannungswert gegebenenfalls auf über 400 kp/cm2 anwachsen.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1975

Authors and Affiliations

  • Harald Schorn
    • 1
  1. 1.Institut für BauforschungRhein.-Westf. Techn. Hochschule AachenDeutschland

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