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Schutz des geistigen Eigentums und Technologietransfer

  • Udo Mayer
  • Sibylle Raasch
Chapter
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Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 44)

Zusammenfassung

Die enteignungsweise Übernahme vorhandener Produktionskapazitäten allein wird die wirtschaftliche Lage der Entwicklungsländer nicht grundlegend verbessern. Denn erstens dürfte es Entwicklungsländern derzeit vielfach nicht möglich sein, die ausländischen Betriebe nach der Enteignung in Eigenregie weiterzuführen. Die meisten ausländischen Investoren in Entwicklungsländern beschäftigen nämlich an den technisch oder kaufmännisch wichtigen Schaltstellen ihrer Betriebe Ausländer, die im Enteignungsfall das Land verlassen. Entsprechend ausgebildete oder gar eingearbeitete Inländer fehlen in den meisten Entwicklungsländern. Auch falls das zu Weiterführung des Betriebes erforderliche Know-how nicht an bestimmte Fachkräfte gebunden ist, kann es im Gegensatz zu den Produktionsanlagen durch Enteignung kaum erfaßt werden, weil es häufig gar nicht entsprechend vergegenständlicht (dokumentiert) ist. Soweit möglich neigen ausländische Investoren aus Sicherheitsgründen dazu, relevante Kenntnisse in ihren enteignungssicheren Heimatländern zu belassen und nur die unbedingt benötigten Details fragmentarisch an den Auslandsbetrieb weiterzugeben. Tatsächlich wird also das Instrument der Produktionsmittelenteignung für Entwicklungsländer stark entwertet, solange es ihnen nicht gelingt, auch über die entsprechenden Kenntnisse und Fertigkeiten zu verfügen.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1980

Authors and Affiliations

  • Udo Mayer
  • Sibylle Raasch

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