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Neue Weltwirtschaftsordnung contra Freihandel

  • Udo Mayer
  • Sibylle Raasch
Chapter
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Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 44)

Zusammenfassung

In dem vorherigen Kapitel ist gezeigt worden, wie der Freihandelsgedanke sich bisher — allerdings recht unvollkommen — in bestehendes Völkerrecht umgesetzt hat. Dabei wurde deutlich, daß die westlichen Industrieländer immer dort Freihandel fordern und auch selbst praktizieren, wo ihre eigene Marktposition stark ist. Wo der internationale Wettbewerb einzelnen Industrieländern oder auch ihrer Gesamtheit Opfer abzuverlangen droht, werden ohne viel Skrupel andere Wege beschritten. Das GATT läßt für derartige Ausnahmen genug Raum, um Rechtsverstöße kaum auftreten zu lassen. Die Entwicklungsländer andererseits unterliegen formal den selben Rechtsnormen, haben aber faktisch nicht dieselben Möglichkeiten, zu ihren Gunsten hiervon Gebrauch zu machen. Denn ihnen fehlt zumeist die entsprechende Marktmacht und, trotz formal bestehender völkerrechtlicher Souveränität, häufig auch eine tatsächlich freie Wahl der Handlungsalternativen. Angesichts zunehmenden sozialen und politischen Drucks innerhalb der Entwicklungsländer selbst auf ihre Regierungen und angesichts erster erfolgreicher Versuche, international gemeinsam zu handeln, fordern die Entwicklungsländer seit Mitte der 60er Jahre zunehmend mit mehr Nachdruck eine grundlegende Veränderung der Weltwirtschaftsstrukturen und ihrer völkerrechtlichen Absicherung, eine „neue Weltwirtschaftsordnung“.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1980

Authors and Affiliations

  • Udo Mayer
  • Sibylle Raasch

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