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Kontrolle multinationaler Konzerne

  • Udo Mayer
  • Sibylle Raasch
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Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 44)

Zusammenfassung

Die Tendenz nationaler Unternehmen mit privatkapitalistischen Eigentumsstrukturen, international zu agieren, nahm seine Entwicklung bereits im 19. Jh. und zwar in dem Maße, wie sich die industriekapitalistische Produktionsweise ausbreitete. Die Hauptformen waren Waren- und Kapitalexport bei gleichzeitiger Kolonialisierung der Rohstoffländer; beschäftigungspolitisch profitierten die Unternehmen vor allem in Europa und den USA von der durch Massenarmut erzwungenen Mobilität der Arbeitnehmer in den Industrienationen1. Demgegenüber haben sich nach dem Zerfall der Kolonialsysteme und der Erringung eines relativ hohen Lebensstandards der Arbeitnehmer in den Industrienationen, der in jahrzehntelangen sozialpolitischen Auseinandersetzungen durchgesetzt wurde, die Operationsformen international tätiger Konzerne weitgehend verändert. Zwar sind die Industrienationen nach wie vor Immigrationszentren für Arbeitnehmer aus weniger entwickelten Ländern2. Ihre Beschäftigung erfolgt jedoch nicht mehr in erster Linie, um das Lohnniveau zu unterschreiten, da sich die Gewerkschaften hiergegen erfolgreich zur Wehr gesetzt haben; vielmehr werden sie in der Mehrzahl zu unqualifizierten Tätigkeiten unter schlechten Arbeitsbedingungen herangezogen3.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1980

Authors and Affiliations

  • Udo Mayer
  • Sibylle Raasch

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