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Yāskas Nirukta

  • Claus Vogel
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Part of the Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften book series (NWAWV, volume 341)

Zusammenfassung

Arbeiten lexikographischer Art setzten in Indien schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt ein, als man es im Rahmen der Vedaexegese unternahm, Listen von in den heiligen Schriften vorkommenden seltenen, dunklen, mehrdeutigen oder sonstwie schwierigen Wörtern anzulegen. Solche Glossare, die sogar zum Curriculum der mit den Brahmanen natürlich verfeindeten Buddhisten und Jinisten gehörten1, wurden als Nighantus bezeichnet2. Ihr bekanntester und vermutlich ältester Vertreter ist in Yāskas Nirukta bewahrt und erklärt, das neuerdings für später als Pā\(\underset{\scriptscriptstyle\centerdot}{n}\)inis A\(\underset{\scriptscriptstyle\centerdot}{s}\underset{\scriptscriptstyle\centerdot}{t}\)ādhyāyī (etwa 5. Jh. v. Chr.) und früher als Patañjalis Mahābhā\(\underset{\scriptscriptstyle\centerdot}{s}\)ya (2. Jh. v. Chr.) gehalten wird3.

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Literatur

  1. 1.
    Lalitavistara p. 156.18, Kalpasntra I 10. Daran hat sich im Verlaufe der Geschichte grundsätzlich wenig geändert; wie der Jainakaufmann und Hindidichter Banârasidäsa (1586 bis nach 1641) in seinem autobiographischen Ardhakathânaka berichtet, mußte er noch zu Beginn des 17. Jahrhunderts für seine höhere Ausbildung auch zwei Sanskritwörterbücher studieren. Vgl. M. Lath [übers.], Half a Tale, Jaipur 1981, S. 26 u. S. 159f.Google Scholar
  2. 2.
    Dieser auch nighanta, nighanti, nirghanta oder nirghantu geschriebene Name geht wahrscheinlich auf Skr. *nirgrantha „Textauflösung, Entknüpfung“ zurück. Vgl. M. Mayrhofer, Kurzgefaßtes etymologisches Wörterbuch des Altindischen, II, Heidelberg 1963, S. 159f.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. H. Scharfe, Grammatical Literature, Wiesbaden 1977, S. 118f.Google Scholar
  4. 8.
    Ein dem besprochenen Nighantu vergleichbares Glossar, Kautsavyas Niruktanighantu, hat sich als 48. Kapitel im Atharvaparisista erhalten. Vgl. M. Bloomfield, „On the so-called Nirukta of Kautsavaya“, Journal of the American Oriental Society 15, 1893, S. XLVIII-L.Google Scholar
  5. 9.
    Jska’s Nirukta sammt den Nighantavas herausgegeben und erläutert, Göttingen 1852, S. LIIf.Google Scholar
  6. 11.
    So zuletzt M. M. Patkar, History of Sanskrit lexicography, New Delhi 1981, S. 3.Google Scholar
  7. 14.
    Gelegentliche Versuche, das Gegenteil zu beweisen, waren nicht sehr erfolgreich. So mußte A. Borooah, der die Abhängigkeit des Lexikographen Amarasimha vom Dichter Kälidäsa erhärten wollte, auf die Annahme verfallen, daß Amarasimha „either did not thoroughly examine the true sense of words used by Kâlidâsa or did not think proper to give their precise meaning“ (Bhavabhûti and his place in Sanskrit literature, Calcutta 1878, S. 26); und Th. Zachariae, der zunächst die Ansicht vertrat, daß „eine Menge Bedeutungen, die in den Koça gelehrt werden, nichts weiter sind als Glossen zu bestimmten Stellen in Kâlidâsa’s Gedichten” (Beiträge zur indischen Lexicographie, Berlin 1883, S. 37), zog diese Aussage später selbst wieder zurück (Die indischen Wörterbücher (Kosa), Straßburg 1897, S. 3). Es ist deshalb nicht eben überzeugend, wenn H. Hensgen aus einigen im Kumarasambhava anzutreffenden und im Nämalirigänusäsana fehlenden ungewöhnlichen Wörtern schließt, daß Amarasimha vor oder gleichzeitig mit Kalidäsa lebte („Das Verhältnis des Amarasimha zu Kalidäsa dargestellt an einer Untersuchung des Kumärasambhava 1–8“, Zeitschrift der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft 104, 1954, S. 382 ).Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH Opladen 1996

Authors and Affiliations

  • Claus Vogel

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