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Einleitung

  • Gerhard Adomeit
  • Dai-Hai Chung
Chapter
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Part of the Forschungsbericht des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 2715)

Zusammenfassung

Chemische Reaktionen in Gasen verlaufen vielfach über eine Aufeinanderfolge von Elementarreaktionen. In jedem dieser Reaktionsschritte wird chemische Bindungsenergie verbraucht oder freigesetzt und an die Freiheitsgrade der dabei entstehenden Moleküle und Radikale, d. h. an die Translationsbewegung, die Rotation, die Schwingung und als Anregung der Elektronen abgegeben. Die Anfangsverteilung ist zunächst keine Gleichgewichtsverteilung, sondern nähert sich ihr erst in den folgenden molekularen Stoßprozessen. Ist hierzu nicht genügend Zeit vorhanden, so treten die Zwischenprodukte, wobei es sich im wesentlichen um Radikale handelt, in die nächsten Reaktionsschritte ein, ohne in ihrem Zustand durch thermodynamische Zustandsgrößen beschreibbar zu sein. Diese Radikale können wesentlich höhere Translationsenergie besitzen als die im Gleichgewicht befindlichen Gasmoleküle und daher zu Trägern von Energieketten werden worauf von Benson [1] und Polanyi et al. [2] hingewiesen wurde. Für diese Radikale verlieren die üblicherweise benutzten Beziehungen für Transportvorgänge und Reaktionsgeschwindigkeit ihre Gültigkeit. Es ist dann vielmehr erforderlich, die molekulare Geschwindigkeitsverteilung zu ermitteln. Dies wird in der vorliegenden Arbeit auf theoretischem und experimentellem Wege durchgeführt unter Berücksichtigung der wesentlichsten Prozesse, d. h. chemischer Produktion, chemischem Verbrauch, elastischen Stößenund Chemolumineszenz.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1978

Authors and Affiliations

  • Gerhard Adomeit
    • 1
  • Dai-Hai Chung
    • 1
  1. 1.Lehrstuhl für Allgemeine MechanikRhein.-Westf. Techn. Hochschule AachenDeutschland

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