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Sterische Effekte auf die Radikalbildungsgeschwindigkeit

  • Christoph Rüchardt
Chapter
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Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW, volume 2471)

Zusammenfassung

Die Klassifizierung der Radikalbildungsreaktionen in 3 Typen A, B und C hat sich demnach bewährt. Es erhebt sich jedoch die Frage: Wie kann man unabhängig das Ausmaß der Bindungsdehnung im Übergangszustand der Radikalbildung messend bestimmen? Das Studium sterischer Effekte bietet sich hierfür an. Alkylradikale besitzen sp2-Hybridisierung und daher eine ebene Geometrie8) mit Bindungswinkeln von 120°, so daß im Zuge der Radikalbildung aus einer gesättigten Vorstufe eine Umhybridisierung von sp3 nach sp2 eintritt, die mit einer Winkelaufweitung von 109° auf 120° verknüpft ist. Man darf daher erwarten, daß bei Radikalbildungsreaktionen, deren Ubergangszustand den entstehenden Radikalen ähnlich ist, die gleichen sterischen Effekte wirksam werden, die man von der SN1-Reaktion her kennt. Ähnelt der Ubergangszustand der Radikalbildung andererseits dem Grundzustand (Typ C), so dürfte sich dies durch geringeren Einfluß sterischer Effekte auf die Radikalbildungsgeschwindigkeit erkennen lassen.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1975

Authors and Affiliations

  • Christoph Rüchardt
    • 1
    • 2
  1. 1.Organisch-Chemisches InstitutUniversität MünsterDeutschland
  2. 2.Chemisches LaboratoriumUniversität FreiburgDeutschland

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