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Zusammenfassung

Marktveränderungen und Marktbewegungen sind auch auf Versicherungsmärkten die Regel. Der Wettbewerb auf diesen Märkten kann daher nur als dynamischer Wettbewerb angemessen erfaßt werden.1 Dieser läßt sich besonders gut als Prozeß wechselseitiger Rückkoppelung der Marktteilnehmer beschreiben, zumal dieses Denkmodell dem Gedanken der Freiheit der Marktteilnehmer voll Rechnung trägt. Für die Wirksamkeit dieses wettbewerblichen Rückkoppelungsprozesses, das hat die Analyse gezeigt, ist grundsätzlich zweierlei entscheidend. Zum einen darf die Wechselseitigkeit der Rückkoppelung weder durch entsprechend zielgerichtetes Handeln der Marktteilnehmer noch durch strukturell bedingte Machtpositionen einzelner Marktteilnehmer unterbrochen werden. Zum anderen müssen die Marktteilnehmer in der Lage sein, die mit dem Austausch von Leistungen und Gegenleistungen verbundenen Marktinformationen zu verarbeiten. Während nun aber Handlungen oder Strukturen beispielsweise in der Form der Kartellbildung oder Monopolsituation die Wettbewerblichkeit eines jeden Marktes mehr oder weniger gleich stark bedrohen, ist die Informationsverarbeitungsfähigkeit der Marktteilnehmer auf den einzelnen Märkten in sehr unterschiedlichem Ausmaß gegeben. Dem entsprechend sind in der Wettbewerbspolitik zwei Ansätze zu unterscheiden.

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Copyright information

© Gabler Verlag, Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Sven Heinrich

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