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Einrichtung einer Grenzplankostenrechnung in einem Dienstleistungsunternehmen des Bundes

  • Kurt Vikas
Part of the Neue Betriebswirtschaftliche Forschung book series (NBF, volume 42)

Zusammenfassung

Bei der Suche nach einem geeigneten Fallbeispiel zur Untermauerung der in den vorangegangenen Abschnitten aufgestellten Thesen fiel die Entscheidung rasch zu Gunsten eines anspruchsvollen Vorhabens, das sowohl von der Unternehmensgrösse als auch von der Problemvielfalt gesicherte Anwendererfahrungen versprach. Es war dies das Projekt zur Einführung einer dezentralen Leistungsund Kostenrechnung (DELKOS) für die Deutsche Bundespost.1)

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Anmerkungen zu Punkt 3. bzw. 31

  1. 1).
    Deutsche Bundespost, Bundespostministerium Postfach 8001 D-5300 Bonn 1 Posttechnisches Zentralamt Postfach 1180 D-6100 Darmstadt Google Scholar
  2. 2).
    Detjen, G.: (Betriebswirtschaftslehre), Band I, S. 179Google Scholar
  3. 3).
    u.a.: Einführung einer Leistungs- und Kostenrechnung für Oberpostdirektionen Einführung einer Kostenrechnung für Aemter und Dienststellen, Modellversuch für eine Deckungsbeitragsrechnung Einführung eines betriebswirtschaftlichen Kennzahlensystems für Dienststellen zum Zweck der ErfolgskontrolleGoogle Scholar
  4. 4).
    Der Minister für das Post- und Fernmeldewesen, Herr Dr. Christian Schwarz-SchillingGoogle Scholar
  5. 5).
    Der Auftrag wurde erteilt an Prof. Dr. Wolfgang Kilger Universität des Saarlandes Saarbrücken und Prof. Dr. Wolfgang Männel Universität Erlangen/Nürnberg Nürnberg Google Scholar
  6. 6).
    Kilger, W.: (Leistungs- und Kostenrechnung) Teil I und IIGoogle Scholar
  7. 7).
    Unternehmensberatung Plaut AG CH-6918 Figino/Lugano Google Scholar
  8. 8).
    Einige Daten zur Deutschen Bundespost (DBP): Quelle: Geschäftsbericht Personalbestand: 500.000 Mitarbeiter Umsatz: 48,000 Mio. DM Bilanzsumme: 125.000 Mio. DM Investitionssumme: 13.000 Mio. DMGoogle Scholar
  9. 9).
    Trotzdem hat die DBP in erster Linie Dienstleistungsfunktionen und nur in zweiter Linie staatliche Ordnungsfunktionen zu erfüllen vgl. Detjen, G.: (Betriebswirtschaftslehre) Band I, S. 180 Die Wahrung des Wirtschaftlichkeitsprinzips ist auch durch das Postverwaltungsgesetz, Paragraph 15 und 18, festgelegt.Google Scholar
  10. 10).
    Kilger, W.: (Leistungs- und Kostenrechnung) Teil IGoogle Scholar
  11. 11).
    Einen Ueberblick über dieses Abrechnungssystem bieten: Hasselmeyer, S.: (Leistungs- und Kostenrechnung), S. 150ff. Detjen, G.: (Betriebswirtschaftslehre), Band 2, S. 226ff. (Bearb.) Hasselmeyer, S.:, (Autor)Google Scholar
  12. 12).
    Aufteilmassstäbe stammen u.a. aus der º Personalverteilkartei º Gebäudeverteilkartei und º sonstigen, statistischen InformationenGoogle Scholar
  13. 13).
    Folgende Teilaufgaben sind hier festgelegt: º Unterlagen für Preisentscheidungen bereitstellen ºden Erfolg der einzelnen Dienstleistungsbereiche ermitteln º die wirtschaftliche Situation der Dienstleistungsbereiche und ihre Entwicklung aufzeigen º Unterlagen für die Kontrolle der Betriebsgebarung liefern º innerbetriebliche Verrechnungspreise festlegen ºUnterlagen für Wirtschaftlichkeitsrechnungen liefernGoogle Scholar
  14. 14).
    Unter Dienstzweigen wird hier verstanden º Postdienst ºGelddienst ºPostscheckdienst º Postsparkassendienst ºTelegrafendienst º Fernsprechdienst º übrige FernmeldediensteGoogle Scholar
  15. 15).
    Kilger, W.: (Leistungs- und Kostenrechnung) Teil II, Anlage 2Google Scholar
  16. 16).
    Unternehmensbereiche, zusammengefasst, sind º Postdienste º Fernmeldewesen º PostbankdiensteGoogle Scholar
  17. 17).
    Querschnittsfunktionen sind u.a. º Schnittstellen zu vorgelagerten Arbeitsgebieten º Organisation der Verkehrsmengenerfassung º Schulung und Information º DV-hardware-PlanungGoogle Scholar
  18. 18).
    Die Amtsebene umfasst u.a. º 332 Postämter mit Verwaltung º 108 Fernmeldeämter º 13 PostgiroämterGoogle Scholar

Anmerkungen zu Punkt 32.1

  1. 1).
    Kilger, W.: (Leistungs- und Kostenrechnung)Google Scholar
  2. 2).
    Mit ca. 50 % der Gesamtaufwendungen (Quelle: Geschäftsbericht) stellen die Personalkosten den bedeutendsten Kostenfaktor des Unternehmens dar.Google Scholar
  3. 3).
    Dazu zählen u.a. die Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung, die jährlichen Sonderzuwendungen die Kosten für medizinische und soziale Betreuung usw.Google Scholar
  4. 4).
    Das gesamte Bundesgebiet ist in 18 Oberpostdirektionen (OPD) unterteilt.Google Scholar
  5. 5).
    So liegt der Fehlzeitanteil im Postgirodienst (überwiegend weibliche Mitarbeiter) deutlich über dem Bundesdurchschnitt.Google Scholar
  6. 6).
    Bei diesen Einzelkosten handelt es sich u.a. um º Gebühren für die Beförderung der Postsendungen im Inland º Kosten für postalische Beziehungen zum Ausland º Zahlungen an die Postverwaltung der DDR º Ersatzleistungen º Ablieferungen an den Bund usw.Google Scholar
  7. 7).
    Siehe dazu auch die Ausführungen zum Thema der Erfassung und Verrechnung von Sachkosten mit geringer BedeutungGoogle Scholar
  8. 8).
    Verfahren der Deckungsrechnung, siehe Pkt. 21.1Google Scholar
  9. 9).
    Unter zwischenbetrieblicher Leistungsverrechnung wird hier der Leistungsaustausch zwischen den einzelnen Dienstzweigen verstanden, wie z.B. die Beförderung von Dienstpost des Fernmeldebereichs durch die Briefpost oder die Abwicklung von dienstlichen Ferngesprächen des Briefdienstes durch den Fernmeldebereich. Auf die Verrechnungstechnik wird im Rahmen der Kostenstellen-und Betriebsleistungsrechnung noch eingegangen.Google Scholar

Anmerkungen zu Punkt 32.2

  1. 1).
    Kalkulatorische Kostenarten, die systemintern aufgrund der Planwerte ermittelt werden, sind die º kalkulatorischen Abschreibungen º kalkulatorischen Zinsen auf das Anlagevermögen und º kalkulatorischen Zinsen auf das UmlaufvermögenGoogle Scholar
  2. 2).
    Kilger, W.: (Leistungs- und Kostenrechnung) Teil II, S. 34Google Scholar
  3. 3).
    Organisatorische Einheiten sind hier z.B. º Oberpostdirektionen º Postämter mit Verwaltung º FernmeldeämterGoogle Scholar
  4. 4).
    Postamt mit Verwaltung — Darmstadt Fernmeldeamt DarmstadtGoogle Scholar
  5. 5).
    Diese Vollkostenrechnung ist für die Zwecke der Gebühren-politik erforderlich (vgl. Pkt. 32.3.6)Google Scholar
  6. 6).
    Es handelt sich um die Dienststelle III/l des Postamts Darmstadt mit ca. 270 Mitarbeitern. Nach diesen Erkenntnissen wird es dafür eine Kostenstelle, allerdings mit mindestens 12 Be-zugsgrössen geben.Google Scholar
  7. 7).
    Bei der Deutschen Bundespost wird für diese Aufgabe ein Standard-Softwarepaket eingesetzt. Die Evaluation ist Teil der Entwicklungsphase.Google Scholar
  8. 8).
    Kilger, W.: (Leistungs- und Kostenrechnung) Teil II, S. 109f.Google Scholar
  9. 9).
    Kilger, W.: (Leistungs- und Kostenrechnung) Teil II, S. 113Google Scholar

Anmerkungen zu Punkt 32.3

  1. 1).
    Die in den einzelnen Aemtern oder OPDn eingenommenen Erlöse entsprechen nicht den in diesen regionalen Einheiten erbrachten Leistungen. Die Gesamtleistung der Postdienste, bestehend aus º Eingang º Transport und º Abgang wird nur zu einem geringen Teil innerhalb des Amts oder der OPD vollständig erbracht, die Erlöse hingegen werden in voller Höhe eingenommen. Daneben erbringt die regionale Einheit natürlich Leistungen, für die sie keine Erlöse direkt bezieht.Google Scholar
  2. 2).
    So wären im Teildienstzweig „Briefdienst“ u.a. die folgenden Kostenträgergruppen vorstellbar: º Kurzbriefsendungen — Inland — º Langbrief- und Stückbriefsendungen — Inland — º Eingeschriebene Briefsendungen — Inland — º Briefe — Inland — mit Wertangabe º Briefsendungen — Inland — mit Nachnahme º Massendrucksachen º Wurfsendungen º Briefsendungen nach dem Ausland usw.Google Scholar
  3. 3).
    Hasselmeyer, S.: (Leistungs- und Kostenrechnung) Abb. 9, S. 159Google Scholar
  4. 4).
    Für derartige fallbezogene Anwendungen kommen nur online-/real-time-Verfahren in Frage, die unter den gegebenen Voraussetzungen auf den Subsystemen der Aemter eingerichtet werden.Google Scholar
  5. 5).
    Der Kostensatz setzt sich aus einer Anzahl partieller Kostensatzelemente, entsprechend der Bewertungsmatrix in Abb. 19, zusammen.Google Scholar
  6. 6).
    So betrifft die Schalter-Tätigkeit „Postfreizustempelnde Briefsendungen annehmen“ aus dem Erhebungsbogen 133.1 unter anderem die Kostenträgergruppen „Kurzbriefsendungen“, „Langbrief- und Stückbriefsendungen“, „Auslandssendungen“ usw.Google Scholar
  7. 7).
    Für diese Verarbeitung eignen sich batch-Programme, die sich gegenüber online-Systemen durch höhere Verarbeitungsgeschwindigkeiten (performance) auszeichnen.Google Scholar
  8. 8).
    Vorgelagerte Arbeitsgebiete sind die Kostenstellen- und Werkauftragsabrechnung.Google Scholar
  9. 9).
    Abgeleitet aus Kilger, W.: (Leistungs- und Kostenrechnung), Anlage 9Google Scholar
  10. 10).
    Dieser Verrechnungssatz kann sich an den Stückkosten des leistenden Kostenträgers orientieren. Es sind jedoch Kosten zu bereinigen, die bei den entsprechenden zwischenbetrieblichen Verkehrsleistungen entfallen oder zusätzlich auftreten. Sind allerdings die Kosten höher als die geltende Gebühr, stellt sich die Frage, ob diese nicht als Obergrenze anzusetzen wäre. Es handelt sich dabei um das klassische Problem der Festlegung innerbetrieblicher Verrechnungspreise, für das eine allseits befriedigende Lösung nicht existiert.Google Scholar
  11. 11).
    Die Bezugsmenge ist nur auf der Bundesebene eine eindeutige Grösse, in den einzelnen OPDn können die Kosten je Einheit nur durch Addition der Quoten aus den Zeilen 6, 12, 18 ermittelt werden. Die regionalen Leitungs- und Verwaltungskosten können als prozentualer Zuschlag auf diese Summe berücksichtigt werden.Google Scholar
  12. 12).
    Kilger, W.: (Kosten- und Leistungsrechnung), S. 161ff.Google Scholar
  13. 13).
    vgl. Riebel, P.: (Einzelkosten)Google Scholar
  14. 14).
    Kilger, W.: (Kosten- und Leistungsrechnung), S. 159Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1987

Authors and Affiliations

  • Kurt Vikas

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