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Das neue Dilemma der Demokratie

  • Ferdinand A. Hermens

Zusammenfassung

Die 1970er Jahre sind dadurch gekennzeichnet, daß zu dem alten Dilemma der Demokratie ein neues hinzugetreten ist bzw. eine Schärfe angenommen hat, als deren Folge sich ein qualitativ neues Problem stellt.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Für die Parteien der Rechten s. meinen Artikel „Die Antiparlamentarische Bewegung in Frankreich“, Zeitschrift für Politik, März 1933, und für die der Linken meine Schrift „Der Ost-West-Konflikt. Gründe und Scheingründe”, Frankfurt 1961.Google Scholar
  2. 2.
    Zu Einzelheiten s. F. A. Hermens, Verfassungslehre, 2. Aufl. Köln-Opladen, 411 ff.Google Scholar
  3. 3.
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  4. 4.
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  5. 5.
    Für Einzelheiten s. meinen Beitrag zu Peter Mittelstaedt, Wissenschaft und Gesellschaft, Köln 1971, S. 63 ff.Google Scholar
  6. 6.
    Hermens, Ost-West-Konflikt, a.a.O. S. 16 ff.Google Scholar
  7. 7.
    The English Constitution, The World’s Classics, Oxford 1928. Obiges gilt trotz aller Kritik, wie der von Richard Crossman in seiner Einführung zu der Neuausgabe im Rahmen der Fontana Library. Bagehot übersah natürlich die positiven Auswirkungen der zweiten und dritten Wahlreform, die zur Entstehung der modernen Parteiorganisation und damit zu der „demokratischen Phase“ der Kabinettsregierung führten, und er konnte nicht das Wachsen der Bürokratie voraussehen. Aber diese Entwicklungen sind nur logische Auswirkungen der inneren Dynamik des Kabinettsystems, die Bagehot mit bisher unerreichter Schärfe und unübertroffener Brillianz dargelegt hat. Crossman ist im Grund der Journalist, der partout etwas Neues sagen will und daher das Alte verdammt und verkennt.Google Scholar
  8. 8.
    Alles Wesentliche für eine moderne Analyse der Kabinettsregierung findet sich bei Wilhelm Hasbach, Die parlamentarische Kabinettsregierung, Stuttgart 1919, und wurde dann in der deutschen Literatur insbesondere von Karl Loewenstein hervorgehoben. In der englischen Literatur sind Sidney Low, The Governance of England, London 1904 and A. L. Lowell, The Government of England, New York 1912, die klassischen Werke.Google Scholar
  9. 9.
    P. Pelloux, Remarques sur le mot et la notion d’exécutif, Melanges Paul Roubier, hier von dem keine Jahreszahl und keinen Verlagsort tragenden Sonderdruck zitiert.Google Scholar
  10. 10.
    John Stuart Mill, Considerations an Representative Government, New York 1862, Kapitel V.Google Scholar
  11. 11.
    Unmittelbar vor seinem Tode verbrachte Otmar Bühler einige Zeit in London, um die einschlägigen, von ihm als für die Gegenwart besonders wichtig erkannten Fragen neu behandeln zu können. Eine Zusammenfassung seiner Schlußfolgerungen gibt Horst Vogel, der ihn begleitete, unter dem Titel: Die parlamentarische Behandlung der Haushalts-und Steuergesetze in England, Deutsches Steuerrecht, Jg. 1965, S. 402 ff.Google Scholar
  12. 12.
    Ramsay Muir, How Britain Is Governed, London 1930.Google Scholar
  13. 13.
    Die Reihe beginnt mit Ramsay MacDonald, Sozialismus und Regierung (mit einem Vorwort von Eduard Bernstein), Jena 1912, setzt sich eindrucksvoll fort mit Harold Laski, Parliamentary Government in England, New York 1938, und wurde ergänzt durch zwei Autoren, die aus praktischer Erfahrung sprechen konnten: Herbert Morrison, Regierung und Parlamcnt i,n England, München 1Ÿ26, und Harold Wilson, The Governance of Britain, a.a.O. Wilson setzt sich ausführlich mit der These von Richard Crossman auseinander, nach welcher heute weithin der Ministerpräsident an die Stelle des Kabinetts getreten ist.Google Scholar
  14. 14.
    Yves R. Simon, Philosophische Grundlagen der Demokratie, Meisenheim 1956.Google Scholar
  15. 15.
    Für einige Einzelheiten s. meine Verfassungslehre, a.a.O., S. 72 ff. Zur Problematik der amerikanischen Exekutive s. das Jahrbuch „Verfassung und Verfassungswirklichkeit — The Living Constitution“ für 1979 (Werner Kaltefleiter und Edward Keynes, Weltmacht ohne Politik) und 1980 ( Hermens, America’s Two Political Systems. )Google Scholar
  16. 16.
    The English Constitution, a.a.O., S. 129 ff. C. J. Friedrich faßt seine Ausführungen systematisch zusammen und stellt sie denen von John Stuart Mill gegenüber, s. seine Einführung zu meiner Schrift: „Demokratie oder Anarchie? Eine Untersuchung über die Verhältniswahl“, Köln-Opladert 1968.Google Scholar
  17. 17.
    Zu Einzelheiten s. meine bevorstehende Arbeit über „America’s Two Political Systems.“ S. Anm. 15.Google Scholar
  18. 18.
    The English Constitution, S. 297–298.Google Scholar
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  20. 20.
    Für Einzelheiten s. meine Verfassungslehre, a.a.O., S. 441 ff.Google Scholar
  21. 21.
    G. v. Schulze-Gaevernitz, Britischer Imperialismus und englischer Freihandel, Leipzig 1906, S. 333 ff.Google Scholar
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    Werner Sombart, Der Bourgeois, München und Leipzig 1913, S. 191 ff.Google Scholar
  23. 23.
    Besonders eindrucksvoll Stephen Haseler, The Death of British Democracy, London 1976. — Zur Kandidatenaufstellung der Labour Party s. Robert McKenzie, British Political Parties, London 1964, S. 538 ff.Google Scholar
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  26. 26.
    Die für dieses wie für andere Probleme wesentlichen Daten sind zusammengefaßt in der Abschlußdepesche des damaligen englischen Botschafters in Paris, Sir Nicholas Henderson, an den englischen Außenminister, The Economist vom 2. Juni 1979, S. 29 ff.Google Scholar
  27. 27.
    Big Risks, Small Mistakes. The first Tory budget takes risks with an already unhealthy economy — but they may prove justified. Nr. vom 16. Juni 1979, S. 63 ff.Google Scholar
  28. 28.
    In einer Unterhaltung mit dem Verfasser, die im September 1976 in London stattfand.Google Scholar
  29. 29.
    Ferdinand A. Hermens, Die Medien der Massenkommunikation und rationale Politik, Festschrift zum Zwanzigjährigen Bestehen des Westdeutschen Verlages, Köln und Opladen 1967.Google Scholar
  30. 30.
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  31. 31.
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  32. 32.
    Verfassung und Verfassungswirklichkeit, Jahrbuch 1968, Teil 2, S. 155 ff.Google Scholar
  33. 33.
    Harold Wilson, The Labour Government 1964–1970, Boston 1971, S. 1–4.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1980

Authors and Affiliations

  • Ferdinand A. Hermens
    • 1
  1. 1.WashingtonUSA

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