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Vorbemerkung

  • Jürgen Link
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Part of the Historische Diskursanalyse der Literatur book series (HDL)

Zusammenfassung

Wie ich in dieser Studie betone, ist der „normalistische Archipel“ zwar keineswegs deckungsgleich mit so etwas wie der „Moderne” (er ‘nimmt viel weniger Platz ein’) — dennoch ist er so gigantisch, daß eine Monographie bei dem Versuch seiner Kartographierung hoffnungslos überfordert wäre. Ich bitte daher um dreierlei Einsehen (bzw. Nachsicht): Erstens bestand schon mein Projekt in dem sehr viel bescheideneren Unternehmen, ‘bloß’ einige interdiskursive Hauptachsen des „Archipels“ vorläufig zu skizzieren. Der beschränkte Raum zwang auch dabei zu weiteren erheblichen Einschnitten, insbesondere mußte der Anmerkungsapparat auf mehr als ein striktes Minimum zurechtgestutzt werden. Zu diesem Sparpaket gehört auch das Literaturverzeichnis, das sich auf aktuelle Forschungsliteratur zur „Normalität” beschränkt (mit stichwortartigen orientierenden Hinweisen bei Titeln, die im Haupttext nicht behandelt werden konnten). Quellentexte und insbesondere ältere ‘Klassiker’ sind also nur in den Anmerkungen bibliographisch erfaßt. Zweitens ist die Intention der Studie strikt analytisch-deskriptiv. Das wird sie möglicherweise weder vor dem misreading bewahren, sie wolle sich mit „der“ Statistik ganz allgemein anlegen (obwohl ich mich bemüht habe, meine Bewunderung für diese fundamentale Hilfswissenschaft, ohne die auch „polyeurhythmische” Alternativen zum Normalismus — die nicht Gegenstand dieser Studie sein konnten — gar nicht denkbar wären, genügend deutlich zu konnotieren und zu denotieren) — noch vor der umgekehrten Unterstellung, sie verhalte sich apologetisch zum (insbesondere flexiblen) Normalismus. Drittens wird die Untersuchung bei allem Bemühen um Interdisziplinarität ihre subjektivitäts- und symbolanalytische Schlagseite nicht verbergen können. Das will sie aber auch gar nicht.

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1997

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  • Jürgen Link

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