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Theoretisches und Methodisches Kontrollkonzept der Pilotstudie

  • Michael Hesseler
  • Bärbel van Weert-Frerick
Chapter
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Part of the Forschungsberichte des Landes Nordrhein-Westfalen book series (FOLANW)

Zusammenfassung

Wie bereits im Kapitel III erwähnt, geht es im folgenden um die Explikation und Operationsalisierung unseres Evaluationsbegriffes: Eine Funktion der Evaluation ist es, der Frage nachzugehen, ob sich die Bildungsarbeit rentiert hat. Wenn der Leser auf diese ökonomische Frage hin eine Antwort erwartet, wird er enttäuscht. Unseren Ergebnissen des Kapitels III zufolge wird dieses von Praktikern aus der Industrie auch gar nicht erwünscht.

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Anmerkungen

  1. 1).
    Unser Evaluationsdesign erfolgt in Anlehnung an das von LANGE und BECHER (1980). Im Rahmen ihrer “Pilotstudie zur Evaluierung der personellen Interventionsmaßnahmen der Berufsberatung der Bundesanstalt für Arbeit am Beispiel der 1. Schulbesprechungen” werden Hypothesen über den möglichen Einfluß personeller Interventionsmaßnahmen auf zentrale Zieloder Wirkungsdimensionen unter bestimmten Situationen, Organisationen und gesellschaftlichen Bedingungen formuliert. Darüber hinaus wird ein methodologisches Forschungsdesign entworfen, durch welches ermöglicht wird, die Kausalhypothesen über Feldexperimente überprüfen zu lassen.Google Scholar
  2. 2).
    Vgl. hierzu den Qualifikationsbegriff von FRICKE/FRICKE (1976). Ein Klassifikationsschema von Ausbildungszielen beinhaltet die Fach-, Sozialkompetenz und die Lernfähigkeit (330).Google Scholar
  3. 3).
    “Zur Organisationsforschung gehören Untersuchungen über die Binnenstruktur von Bildungseinrichtungen, aber auch über die Kooperation mit anderen kulturellen Einrichtungen. Vor allem aus systemtheoretischer Sicht werden solche Fragen z. B. in der Erwachsenenbildung verstärkt diskutiert... Die Lehr-Lernforschung gliedert sich in eine didaktische Curriculumforschung und eine pädagogisch-psychologische Unterrichtsforschung. Die Curriculumforschung ermittelt erwachsengemäße Lernziele und Lerninhalte für die verschiedenen Fachgebiete, Zielgruppen und Organisationsformen. Die Unterrichtsforschung interessiert sich für das lehrverhalten, die Methoden und Medien, für Lernstile und Gruppenprozesse, für Sprachbarrieren und andere Lern-Schwierigkeiten. Auch die Evaluationsforschung, die lang-und kurzfristigen Lernwirkungen zu kontrollieren versucht, ist an dieser Stelle zu nennen... Die Weiterbildungssoziologie ist vor allem Adressatenforschung, d. h. sie berücksichtigt Teilnehmer und Nicht-Teilnehmer. Auch Forschungen zur Sozialisation Erwachsener, zu Qualifikationsanforderungen und Lebensweltforschungen einzelner Zielgruppen gehören hinzu. Ferner Fragen nach den gesellschaftlichen Normen, Funktionen und Wirkungen des Weiterbildungssystems sowie nach dem gesellschaftlichen Lernklima” (Siebert, H.; 1980, 389 f).Google Scholar
  4. 4).
    Vgl. dazu: Labonté, C. (1973); Brödel, R., Nüller, H.-F., Schirner, H. (1976); Heckmann, F. (1977); Brödel, R. (1979); Monshausen, K.-H. (1979); Weber, W. (1980); Storr, R. (1981).Google Scholar
  5. 5).
    Einen “Deutungsmusteransatz” i. S. der subjektiver Teilnehmervoraussetzungen von betrieblichen Interessenvertretern wählen die Autoren DYBOWSKI/THOMSSEN (1977) in ihren Untersuchungen über Voraussetzungen und Bedingungen der Weiterbildung von betrieblichen Interessenvertretern.Google Scholar
  6. 6).
    Diese Bedingungsdimensionen lassen sich den zwei HERZBERG’ schen Faktoren (Motivatoren und Hygiene-Faktoren) zuordnen. Vgl. dazu Herzberg, F., Mausner, B., Snyderman, B.; 1959.Google Scholar
  7. 7).
    Hierbei ist der Hinweis auf das im Laufe unserer Arbeit modifizierte Forschungsdesign wichtig, das noch in der Planungsphase der Evaluierung eine Versuchsanordnung im Sinne einer Vorher-Nachher-Messung der Programme mit Hilfe von Kontrollgruppen vorsah. Da wir uns angesichts vielfältiger Widerstände jedoch nur kumulativ im Praxisfeld vortasten konnten und auch von den wohlwollenden Angeboten unserer Kontaktpartnern der Industrie abhängig waren, überprüften und veränderten wir unser Evaluationsdesign in der jeweils nächstfolgenden Untersuchungsphase. Unsere Versuchsanordnung erweiterte sich dann zu einem späteren Zeitpunkt dadurch, daß wir uns in die “black-box” begaben und damit auch die situativen Bedingungen erheben konnten.Google Scholar
  8. 8).
    Ob Ziele als Kontrollkriterien Anspruch erheben können, wird erst zu einem späteren Zeitpunkt zu klären sein.Google Scholar
  9. 9).
    Vgl. dazu das “Grundmodell der Wirkungszusammenhänge von LANGE/BECHER (1980), 7. Die Autoren unterschieden ebenfalls vier Ebenen: Personen, Interaktionssituationen, Soziale Gebilde, Gesellschaft. “Das Handeln von Personen erfolgt auf allen Ebenen autonom” (8).Google Scholar
  10. 10).
    Vgl. dazu Staude, J.; 1981, 81, Zit. n. Lippitt, G. L., This, L. E., Bidwell, R. G. (Hrsg.); 1971, 364: “... evaluation development is not highly advanced and most work in evaluation has been done with individuals or individual training courses”. Die meisten Autoren legen bei ihrer Kontrolle “bildungsnehmerbezogene Kriterien” (Staude, J.; 1978, 82) zugrunde, wie beispielsweise “Reaktion”, “Lernerfolg”, “Arbeitsverhalten” der Teilnehmer von DÖRING (1973).Google Scholar
  11. 11).
    Vgl. Ulrich, O.; 1979, 38: “Neben die Technik der Güterproduktion, der eigentlichen Maschinentechnik, tritt so die ‘Technik der Organisation’, die ‘Methode der Beherrschung und Erzeugung der sozialen Beziehungen’ (....), und dis Psychotechnik, die Technik der ‘Veränderung, Beherrschung und Erzeugung des seelischen und geistigen Innenlebens des Menschen’ (Arbeitsfeld der Psychologie, Psychatrie, Pädagogik, Publizistik)”.Google Scholar
  12. 12).
    Vgl. hierzu die politische Bedeutsamkeit der Ergebnisse bei üirksamkeitsuntersuchungen im Rahmen der Evaluierungsforschung bei: Campbell, D. T. (1969); Weiss, C. H. (1974); Struening, Guttentag, (1975) sowie Probleme der Evaluationsforschung Hartmann, H. 1980).Google Scholar
  13. 13).
    (Vgl. Berthold, H.-J. u. a.; 1980, 225) Das Phänomen, bei dem die Anwendung empirischer “Methoden zur Messung realer Prozesse diese Prozesse selbst verändert, indem z. B. durch eine Befragung bei den Befragten Bewußtseinsprozesse ausgelöst bzw. modifiziert werden” (Ullmann, A., Wilsorf, St. H.; 1977, 13), nennt man auch Hawthorne-Effekt (vgl. Weiss, C. H.; 1974, 89 u. 170).Google Scholar
  14. 14).
    Die 4 Arbeitsschritte bei der Auswertung eines offenen Interviews sind nach SCHÜTZE (1977)Google Scholar
  15. Die 4 Arbeitsschritte bei der Auswertung eines offenen Interviews sind nach SCHÜTZE (1977): “Erhebung des sprachlichen MaterialsGoogle Scholar
  16. Die 4 Arbeitsschritte bei der Auswertung eines offenen Interviews sind nach SCHÜTZE (1977): Analyse der Binnenstruktur des Einzelinterviews (konversationsanalytische Auflösung des Kommunikationsschemas)Google Scholar
  17. Die 4 Arbeitsschritte bei der Auswertung eines offenen Interviews sind nach SCHÜTZE (1977): Operationalisierung relevanter (inhaltlicher) Dimensionen zur VergleichbarkeitGoogle Scholar
  18. Die 4 Arbeitsschritte bei der Auswertung eines offenen Interviews sind nach SCHÜTZE (1977): Klassifikation von Interviews (Typenbildung — thematischer und erzähl-struktureller Kreuzvergleich)”Google Scholar
  19. Die 4 Arbeitsschritte bei der Auswertung eines offenen Interviews sind nach SCHÜTZE (1977): (Mühlfeld, C. u. a.; 1981; Zit. n. Schütze, F., 1977, 5)Google Scholar
  20. 15).
    Insbesondere die Autoren BOURDIEU/BOLTANSKI (1976) bemühen sich im Rahmen ihrer Inhaltsanalyse um eine sprachliche Analyse von “Gemeinplätzen”, in denen die Interessen von Machtträgern zum Ausdruck kommen (ideologische Funktion von sprachlichen Begrifflichkeiten als objektives Gesetz) (12 ff.).Google Scholar
  21. 16).
    In diesem Kontext ist eine neueste empirische Untersuchung über den beruflichen Einsatz, u. a. von Sozialwissenschaftlern in industriellen Großbetrieben, speziell im Bereich des Personal-, Sozial-und Organisationswesen zu nennen. Vgl. dazu Tabelle 25 “Berufliche Werthaltungen und Persönlichkeitsmerkmale nach Fachrichtungen” in: (Lange, E.; 1981; 102).Google Scholar
  22. 17).
    In Anlehnung an die publizistische Wirkungsforschung können am “Beeinflussten” beobachtete Wirkungen in fünf mögliche Effekte gegliedert werdenGoogle Scholar
  23. In Anlehnung an die publizistische Wirkungsforschung können am “Beeinflussten” beobachtete Wirkungen in fünf mögliche Effekte gegliedert werden: “a) Meinungsbildung oder Einstellungsbildung dort, wo vorher keine existierten (neue Informationen)Google Scholar
  24. In Anlehnung an die publizistische Wirkungsforschung können am “Beeinflussten” beobachtete Wirkungen in fünf mögliche Effekte gegliedert werden: b) Verstärkung vorhandener Meinungen und EinstellungenGoogle Scholar
  25. In Anlehnung an die publizistische Wirkungsforschung können am “Beeinflussten” beobachtete Wirkungen in fünf mögliche Effekte gegliedert werden: c) Verringerung bzw. Verkleinerung der Intensität der bestehenden Einstellung und Meinung, ohne jedoch diese zu verändern (umzukehren)Google Scholar
  26. In Anlehnung an die publizistische Wirkungsforschung können am “Beeinflussten” beobachtete Wirkungen in fünf mögliche Effekte gegliedert werden: d) Meinungsumuandlung (vorher — nachher) und e) (theoretisch) kein Effekt, keine Wirkung”Google Scholar
  27. In Anlehnung an die publizistische Wirkungsforschung können am “Beeinflussten” beobachtete Wirkungen in fünf mögliche Effekte gegliedert werden: (Hackforth, J.; 1976, 1976, 11, Zit. n. Klapper, J.; 1960, 278).Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1982

Authors and Affiliations

  • Michael Hesseler
  • Bärbel van Weert-Frerick

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