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Arbeitsbedingte Beanspruchungen, Beeinträchtigungen, Erkrankungen: Reichweite und Gehalt zentraler Forschungsdimensionen

  • Gerd Marstedt
  • Ulrich Mergner
Part of the Beiträge zur psychologischen Forschung book series (BPF, volume 9)

Zusammenfassung

Eine Bewertung von Arbeitsbelastungen, die Auswirkungen auf Seiten der betroffenen Arbeitnehmer zum Maßstab nimmt, also indirekt Rückschlüsse zieht aus beobachteten Veränderungen des Leistungs- oder Gesundheitsverhaltens ist in Arbeits- und Sozialwissenschaften nicht alleiniges methodisches Prinzip. Soziologische Konzepte unterstellen bisweilen eher Plausibilitätszusammenhänge: Mit Kategorien wie “Vernutzung” oder “Verschleiß” wird die Möglichkeit zukünftiger gesundheitlicher Beeinträchtigungen angesprochen, die Stringenz dieses Zusammenhangs jedoch offen gelassen. Der “Risiko”-Begriff kennzeichnet hier am deutlichsten den relativ pauschalen und hypothetischen Charakter dieser Bewertungsprozesse.1)

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Literatur

  1. 1).
    Vgl. auch Kap. VIGoogle Scholar
  2. 2).
    Zu erwähnen ist hier etwa das Konzept der “Aufgabenanomalien”, “in denen die Anforderungen oder Aufgaben selbst nach Qualität und Quantität von der normalen Funktionsweise abweichen können. (…) Man kann sich damit auch von der unzweckmäßigen Gewohnheit freimachen, einen Stressor durch seine Eigenschaft, Streß zu erzeugen, zu definieren.” (HOYOS 1974, S. 168 f)Google Scholar
  3. 3).
    Vgl. etwa HACKMANN 1970Google Scholar
  4. 4).
    HACKER 1980, S. 33Google Scholar
  5. 1).
    ROHMERT/RUTENFRANZ 1975, S. 12. Hierüber hinaus wird der Begriff bei HACKER auf den Aspekt “der dauernden, auf ganze Schichten und Berufslebensläufe bezogenen zuverlässigen forderungsgerechten Ausführbarkeit” ausgeweitet, so daß absolute, überindividuelle Kriterien hierdurch erneut an Geltungsanspruch verlieren. ( HACKER 1980, S. 30 )Google Scholar
  6. 2).
    FORSCHUNGSPROJEKT RHIA 1983, S. 6Google Scholar
  7. 3).
    Ebenda, S. 14Google Scholar
  8. 1).
    Vgl. HACKER 1980Google Scholar
  9. 1).
    Vgl. dazu oben 11.3.Google Scholar
  10. 2).
    MEISTER 1967, S. 123Google Scholar
  11. 3).
    BARTENWERFER 1970, S. 174Google Scholar
  12. 4).
    STRASSER u.a. 1977, S. 4; vgl. ähnliche Bilanzierungen bei SCHMIDT 1975, S. 3; BARTENWERFER 1978, S. 12; STRASSER 1979, S. 100, ders. 1982, S. 194Google Scholar
  13. 5).
    Zur Geschichte der Ermüdungsforschung vgl. z.B. SCHMIDTKE 1965; GUBSER 1968, HAIDER 1962.Google Scholar
  14. 1).
    BARTENWERFER 1970, S. 169Google Scholar
  15. 2).
  16. 3).
    GUBSER 1968, S. 18Google Scholar
  17. 4).
  18. KRAEPELIN 1903, zit. nach BARTENWERFER 1970, S. 176Google Scholar
  19. 2).
    BARTENWERFER 1970, S. 188Google Scholar
  20. 3).
    Vgl. ausführlicher hierzu Kap. VIGoogle Scholar
  21. 4).
    BARTENWERFER 1970, S. 173Google Scholar
  22. 5).
    Ebenda; ähnlich argumentieren: GUBSER 1968, S. 17f; STRASSER u.a. 1977, S. 6 f; HOYOS 1974, S. 146 fGoogle Scholar
  23. 6).
    BARTENWERFER 1970, S. 174Google Scholar
  24. 1).
    GUBSER 1968, S. 19; vgl. auch ROHMERT 1975Google Scholar
  25. 2).
    Vgl. HACKER/RICHTER 1980, S. 61 ffGoogle Scholar
  26. 3).
    Nach HACKER/RICHTER 1980, S. 72Google Scholar
  27. 4).
    STRASSER u.a. 1977, S. 6; ähnlich: BACHMANN/MEISTER 1973, S. 96Google Scholar
  28. 5).
    BARTENWERFER 1970, S. 174Google Scholar
  29. 1).
    Einwände gegen eine solche krude behavioristische Vorstellung finden sich bereits früher, etwa bei MEISTER 1976: “Meist geht man von der Vorstellung aus, daß in Abhängigkeit von der Intensität und der Dauer der Beanspruchung (…) eine proportionale Steigerung der Beanspruchungswirkungen und die zunehmende Ausschöpfung eines Kräftereservoirs in der Tätigkeit eintritt, die in einer ‘Verschlechterung’ der Meßwerte zum Ausdruck kommt. Diese Auffassung kann aufgrund zahlreicher praktischer Belege und theoretischer Oberlegungen als unhaltbar gelten.” (Ebenda, S. 120 f) Einer der hierfür genannten Gründe ist die “kompensatorische Gegenregulation auf äußere Einflüsse” (ebenda), für die verschiedene Beispiele genannt werden. u.a. “Verminderung der psychischen Anspannung unter Verzicht auf volle Erfüllung aller Leistungsanforderungen (…), kurzzeitiges Unterbrechen der Arbeit, um dem Anforderungsdruck für gewisse Zeit zu entgehen…” (ebenda, S. 125). Ähnlich findet sich bei HOYOS 1974 der Hinweis auf eine aktive “Auseinandersetzung mit den Leistungsanforderungen”, die Oberlegung, “daß der Organismus Kompensationsmöglichkeiten besitzt und damit anders reagiert als isolierte Organe und auch länger andauernden Belastungen nicht hilflos ausgeliefert ist.” (ebenda, S. 149) Auch bei LUCZAK 1981 sowie bei ROHMERT/RUTENFRANZ 1975 sind skizzenhaft im Rahmen theoretischer Erörterungen Dimensionen wie “Handlung”, “Bewältigung”, “Aktivität” als Vermittlungsglied zwischen Belastung und Beanspruchung zwischengeschaltet. Empirisch haben sich diese Oberlegungen bislang jedoch kaum niedergeschlagen.Google Scholar
  30. 2).
    HACKER/RICHTER 1980, S. 64Google Scholar
  31. 3).
    Ebenda, S. 65Google Scholar
  32. 4).
  33. 5).
    Ebenda, S. 48Google Scholar
  34. 6).
    Ebenda, S. 49Google Scholar
  35. 1).
    Vgl. etwa: STRASSER 1979, BASCHERA/GRANDJEAN 1980, MARTIN/WEBER 1976, MARTIN u.a. 1980. Als einige Beispiele für solche Ansätze seien genannt: die Analyse der Katecholaminausscheidung bei Feinwerkerinnen mit und ohne Akkordarbeit (BORSCH/GALETKE 1977), Blutbildanalysen bei psychischem Streß (FREUND 1980), Analyse von EEG-Parameter bei informatorischen Belastungen im Labor (HECKER/WEGENER 1979), Hautdurchblutungs- und Atemfrequenz-Veränderungen bei Diskriminationsanforderungen (MEYER-DELIUS/SCHAFFLER 1975 ).Google Scholar
  36. 2).
    Vgl. dazu HACKER/RICHTER 1980, S. 93 ff; aus kybernetischer Sicht auch NITSCH 1972, der das homöostatische Prinzip von Organismen in den Vordergrund stellt und Ober-wie Unterforderungssituationen in der Arbeit als Labilisierungs-bzw. Destabilisierungsmechanismen ansieht.Google Scholar
  37. 3).
    HACKER/RICHTER 1980, S. 68Google Scholar
  38. 1).
    Ebenda, S. 52Google Scholar
  39. 2).
    Ebenda, S. 68Google Scholar
  40. 3).
    HACKER 1980, S. 70Google Scholar
  41. 4).
  42. 5).
  43. 6).
  44. 1).
    HACKER 1980 spricht vom “Monotonie-Zustand”; vgl. abweichend von dieser allgemeinen Definition DREVER/FRÖHLICH 1968, die Monotonie definieren als “Umstand, einer Situation ausgesetzt zu sein, die sehr wenige oder gar keine Veränderungen aufweist”, ebenda, S. 154Google Scholar
  45. 2).
    Vgl. BARTENWERFER 1957 und 1960Google Scholar
  46. 3).
    Den Begriff der “Vigilanz” behandeln wir an dieser Stelle nicht, da er im wesentlichen eine Differenzierung bzw. Zuspitzung des Monotonie-Konzepts darstellt. Als Ursache angesprochen sind spezifische Formen eintöniger Tätigkeiten: Beobachtungs- und Kontrolltätigkeiten (Radarüberwachung, Navigation) mit Zwang zur dauernden Aufmerksamkeitszuwendung und unklarer Zeitstruktur aufgrund unvorhersehbarer Signale und Reaktionsnotwendigkeiten. Obereinstimmungen mit dem Monotonie-Konzept finden sich im Hinblick auf das Definitions-Merkmal des eingeengten Beachtungsumfangs und fast völlig in der Symptomatik (vgl. unten); vgl. zur Vigilanz ausführlicher: GUBSER 1968, S. 127 ff, RADL u.a. 1975, S. 192 ff; GAUSMANN u.a. 1981, S. 17 ffGoogle Scholar
  47. 4).
    Nach GUBSER 1963, S. 70Google Scholar
  48. 5).
    HACKER/RICHTER 1980, S. 211Google Scholar
  49. 6).
  50. 7).
    GUBSER 1968, S. 116 fGoogle Scholar
  51. 8).
    HACKER/RICHTER 1980, S. 211Google Scholar
  52. 9).
  53. 1).
    Vgl. zusammenfassend: HACKER/RICHTER 1980, S. 209 ff; GUBSER 1968, S. 79, S. 84 ff; GAUSSMANN u.a. 1981, S. 10 ffGoogle Scholar
  54. 2).
    Vgl. zum folgenden: GUBSER 1968, S. 81 ff; RADL u.a. 1975, S. 48 ff; HACKER/RICHTER 1980, S. 213 fGoogle Scholar
  55. 3).
    Zwar wird individuellen Fähigkeiten, Motiven und Einstellungen durchaus eine wesentliche Rolle zuerkannt, in der Praxis spielen jedoch in der Regel eher biologisch definierte Variablen wie z.B. Alter, Geschlecht, körperliche Fitneß (vgl. STRASSER 1982, S. 61 ff) eine Rolle. Innerhalb der Monotonie-Forschung stehen jedoch psychologische Dimensionen stark im Vordergrund. Vgl. hierzu auch den Oberblick über ältere psychotechnische Ansätze bei FRIEDMAN 1952, S. 131 ffGoogle Scholar
  56. 4).
    GUBSER 1968, S. 108 ffGoogle Scholar
  57. 1).
    Ebenda, S. 123Google Scholar
  58. 2).
    Vgl. z.B. LAURIG 1980, S. 51 f; MOLLER-LIMROTH 1975, S. 156 fGoogle Scholar
  59. 3).
    HACKER/RICHTER 1980, S. 212; ähnlich: GAUSSMANN u.a. 1981, S. 19Google Scholar
  60. 4).
    HACKER/RICHTER 1980, S. 212Google Scholar
  61. 5).
    Ebenda, S. 74Google Scholar
  62. 6).
    GUBSER 1968, S. 62Google Scholar
  63. 1).
  64. 2).
    HACKER/RICHTER 1980, S. 74Google Scholar
  65. 3).
    GUBSER 1968, S. 62Google Scholar
  66. 1).
    HACKER/RICHTER 1980 betrachten hierüber hinaus — allerdings in sehr restriktiver Definition — auch “Streß”: “Im alltäglichen Arbeitsprozeß in industriellen Massenberufen ist (…) anhaltender Streß im hier definierten Sinne äußerst selten.” Ebenda, S. 76Google Scholar
  67. 2).
    HACKER/RICHTER 1980, S. 52Google Scholar
  68. 3).
    Vgl. etwa ROHMERT/RUTENFRANZ 1975, S. 19Google Scholar
  69. 1).
    HACKER 1980, S. 70. Zumindest auf theoretischer Ebene wird auf die Möglichkeit langfristiger Krankheitsfolgen bei ständiger Beanspruchung durch Monotonie oder psychischer Ermüdung allerdings hingewiesen: vgl. etwa DIN-Norm Entwurf 33405, S. 2; VALENTIN 1967, S. 13 f; HACKER/ RICHTER 1980, S. 88; AUTORENKOLLEKTIV 1973, S. 168Google Scholar
  70. 2).
    HACKER 1980, S. 70Google Scholar
  71. 1).
    HACKER 1980, S. 72Google Scholar
  72. 2).
    Vgl. etwa STRASSER 1982Google Scholar
  73. 3).
    Es finden sich auch durchaus Definitionen, die den Aspekt reduzierter Leistungsfähigkeit zum zentralen Kriterium machen und feststellen, “daß die Ergebnisse der Ermüdungsforschung es ermöglichen, diejenigen Situationen zu erkennen, in denen der Arbeitsablauf durch Reizhäufigkeiten bestimmt wird, welche die normale menschliche Leistungskapazität überschreiten.” SCHMALE 1983, S. 173; ähnlich: REFA 1971/76, Teil 1Google Scholar
  74. 1).
    Vgl. auch VOLMERG 1978,’S. 102 ff, 108 ffGoogle Scholar
  75. 2).
    POPITZ u.a. 1957b, S. 157/158Google Scholar
  76. 3).
    BECKER-SCHMIDT u.a. 1982Google Scholar
  77. 4).
    VOLMERG 1978, S. 102 ffGoogle Scholar
  78. 5).
    Vgl. dazu z.B. BROSE 1982Google Scholar
  79. 6).
    VOLMERG 1978, S. 117Google Scholar
  80. 1).
    FRIEDMANN 1952, S. 149Google Scholar
  81. 2).
    Vgl. POPITZ u.a. 1957b, S. 156 ff; FRIEDMANN 1952, S. 149 ffGoogle Scholar
  82. 3).
    Die zur Erfassung des Müdigkeitserlebens eingesetzten Befindlichkeitsskalen (vgl. den Oberblick bei HACKER/RICHTER 1980, S. 122 ff) erfassen diesen Aspekt kaum.Google Scholar
  83. 4).
    LEHMANN 1953Google Scholar
  84. 5).
    SCHIELE 1983, S. 19Google Scholar
  85. 6).
    RUTENFRANZ 1983, S. 264Google Scholar
  86. 1).
    RVO, § 551, Abs. 1, Satz 2; zit. nach FUCHS 1982, S. 294Google Scholar
  87. 2).
    Vgl. hierzu FUCHS 1982, S. 295; KONSTANTY/REMMEL 1976, S. 69 ff; SCHMIDT 1982b, S. 213 ffGoogle Scholar
  88. 3).
    VERORDNUNG zur Veränderung der 7. Berufskrankheiten-Verordnung 1976Google Scholar
  89. 4).
    Vgl. REFERENTEN-ENTWURF 1976Google Scholar
  90. 1).
    SCHAEFER/BLOHMKE 1978, S. 433Google Scholar
  91. 2).
    FUCHS 1982, S. 295Google Scholar
  92. 3).
    GIESE 1930, S. 870/871Google Scholar
  93. 4).
    Vgl. z.B. RUTENFRANZ 1983: “Dieser zweifellos mühsame Weg des Erkenntnisfortschrittes zwingt alle Beteiligten im Rahmen der Begutachtung solcher Erkrankungen naturwissenschaftliche Kriterien der Kausalität zu beachten, da philosophische Evidenz für die Anerkennung einer Berufskrankheit bekanntlich nicht gilt. Dieses Prinzip der Kausalität hat zudem gerade für die Bekämpfung der Berufskrankheiten viel geleistet, weil es wiederum zum naturwissenschaftlichen Denken und Argumentieren zwang, und weil es für den Arbeitsschutz zu rationalen Konsequenzen geführt hat.” ( Ebenda, S. 258 )Google Scholar
  94. 1).
    Vgl. ausführlicher hierzu MÜLLER 1982, ders. 1983. Plausibel wird dies auch an quantitativen Zahlen: Im Jahre 1971 wurden bei 20 Millionen Versicherten 24 221 Berufskrankheiten angezeigt, davon 4 737 erstmals entschädigt (NEUBERT/PITROFF 1972, S. 5); nach MOLLER 1983 “kamen in den letzten Jahren etwa 35–40 000 Fälle zur Anzeige. Nur in etwa 6 000 Fällen wurde eine Entschädigung wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit (bei einigen Fällen wegen Tod) gezahlt. (…) Hält man die Zahlen der Erwerbstätigen in Deutschland bzw. der Bundesrepublik dagegen, so muß man sich die Frage stellen, ob wirklich so wenig abhängig Erwerbstätige von einer Berufskrankheit der jeweilig gültigen Liste bzw. darüber hinausgehend von einer arbeitsbedingten Erkrankung betroffen waren.” ( Ebenda, S. 61 )Google Scholar
  95. 2).
    FUCHS 1982, S. 293Google Scholar
  96. 3).
    Vgl. NEUBERT/PITROFF 1972, S. 12Google Scholar
  97. 4).
    Senat des Bundessozialgerichts, 5 RKn 34/56, zit. nach NEUBERT/ PITROFF 1972, S. 11Google Scholar
  98. 1).
    SCHAEFER/BLOHMKE 1978, S. 225Google Scholar
  99. 2).
    Vgl. z.B. RUTENFRANZ 1983, S. 264Google Scholar
  100. 3).
    Vgl. z.B. SCHAEFER/BLOHMKE 1978, insbes. S. 224 ff; SCHMIDT 1982a; WOTSCHAK/WOTSCHAK 1981; FRICZEWSKI u.a. 1982; HAUSS 1982a; SCHMIDT u.a. 1982; MÜLLER 1983; WSI 1983, SCHARF 1985Google Scholar
  101. 4).
    ASIG, zit. nach FUCHS 1982, S. 295Google Scholar
  102. 1).
    MÜLLER 1981, S. 17Google Scholar
  103. 2).
    Vgl. SCHAEFER 1983, im folgenden zitiert nach RUTENFRANZ 1983Google Scholar
  104. 3).
    RUTENFRANZ 1983, S. 258Google Scholar
  105. 4).
    Vgl. etwa GEORG u.a. 1982, MÜLLER 1981Google Scholar
  106. 1).
    Vgl. RUTENFRANZ 1983, S. 259 fGoogle Scholar
  107. 2).
    Ähnlich: SCHAEFER/BLOHMKE 1978, S. 225Google Scholar
  108. 3).
    Vgl. MASCHEWSKY 1982a, S. 329, MARSTEDT/MERGNER 1982, S. 476Google Scholar
  109. 4).
    RUTENFRANZ 1983, S. 261Google Scholar
  110. 1).
  111. 2).
  112. 3).
    Ebenda, S. 264Google Scholar
  113. 1).
    SCHAEFER/BLOHMKE 1978, S. 222Google Scholar
  114. MÜLLER 1980, zit. nach WSI 1983, S. 148Google Scholar
  115. 3).
    PFLANZ 1975 fGoogle Scholar
  116. 4).
    Ebenda, S. 37Google Scholar
  117. 5).
  118. 6).
    RUTENFRANZ 1983, S. 261Google Scholar
  119. 7).
    Ebenda, S. 261.5) Google Scholar
  120. 1).
    Hinzu kommen jene Schwierigkeiten, die mit der Bewertung des Gesundheitszustandes zusammenhängen: es existieren nur im Ausnahmefall eindeutige Grenzwerte für physiologische Parameter, die einen sicheren Krankheits-Befund erlauben; vgl. hierzu etwa: PFLANZ 1975 f, S. 32 f; SCHAEFER 1959, S. 171 ff; SCHAEFER/BLOHMKE 1978, S.388 ff; KARMAUS 1979, S. 22 ffGoogle Scholar
  121. 2).
    Etwa: CLEMENS 1981; HAUSS 1983; H. FUNKE 1983; THODE 1984; PROSA 1983; ARMINGER/NEMELLA 1983Google Scholar
  122. 3).
    PROSA 1983, S. 78Google Scholar
  123. 4).
    FAHRENBERG 1975Google Scholar
  124. 5).
    Vgl. GREIF u.a. 1983, S. 256 ff; ZAPF u.a. 1983, S. 175 ffGoogle Scholar
  125. 1).
    RUTENFRANZ 1980Google Scholar
  126. 2).
    Ebenda, S. 31/32Google Scholar
  127. 3).
    HAUSS 1983, S. 50Google Scholar
  128. 4).
  129. 1).
    JORES 1975, S. 13. Verlaufsuntersuchungen über Patienten mit dieser Diagnose, bei denen keine weitere Therapie durchgeführt wurde, haben gezeigt, daß spontane Heilungsaussichten sehr gering sind, nach 10–30 Jahren nur etwa 10% ausmachen. Je zur Hälfte wurde entweder eine Symptompersistenz oder eine Ablösung durch andere Krankheiten beobachtet. (Ebenda, S. 16 f) Hier wird auch ein zentraler Unterschied zu den in der Arbeitswissenschaft und der psychologischen Streßforschung bisweilen eingesetzten Befindlichkeitsskalen — wie etwa die Eigenzustandsskala von NITSCH 1976, die BMS-Skala von PLATH-RICHTER 1978 — deutlich, die in erheblichem Umfang Tagesstimmungen, -gefühle und deren Schwankungen mit auffangen.Google Scholar
  130. 1).
    Vgl. MITSCHERLICH 1966, ders. 1968, unlängst auch HORN u.a. 1983Google Scholar
  131. 2).
    CULPIN & SMITH 1930Google Scholar
  132. 3).
    FRASER 1947Google Scholar
  133. 4).
    Zwar existieren etwa auf psychoanalytischer Seite auch neuere theore- tische Beiträge, die den Arbeitsprozeß unter dem Blickwinkel der ihm innewohnenden pathologischen Strukturen diskutieren (etwa: VOLMERG 1976. ders. 1978, LEITHÄUSER u.a. 1977, ALTHAUS 1979), empirische Stu- dien hierzu sind jedoch rar (ABHOLZ 1973). Eine Ausnahme stellen auch noch sozialepidemiologische Studien dar, die z.T. von psychiatrischen Klassifikationen ausgehen, die Arbeitssituation allerdings nur sehr unscharf erfassen; vgl. etwa: HOLLINGSHEAD/REDLICH 1975, SROLE u.a. 1962, HÄFNER u.a. 1969; zusammenfassend: GLEISS u.a. 1973, BERNDT 1974Google Scholar
  134. 5).
    Man suche das Stichwort “Arbeit” (oder “Beruf”) u.B. im Schlagwortregister des HANDBUCH DER PSYCHOLOGIE 1977, 1. Halbband, Klinische Pschologie (in den knapp 2.000 Seiten des 2. Halbbandes sind immerhin etwa 3 Seiten der ätiologischen Rolle von Arbeit und Beruf gewidmet) oder bei SCHULTE/TULLE 1977; ähnlich vermißt man bei REDLICH/FREEDMANN 1974 trotz sehr eingehender ätiologischer Erörterungen Hinweise auf Arbeit und Beruf.Google Scholar
  135. 1).
    Vgl. etwa STROTZKA 1968, S. 76 fGoogle Scholar
  136. 2).
    SCHNEIDER 1973, S. 213Google Scholar
  137. 3).
    Zum Beispiel bei GLEISS u.a. 1973, S. 58 f; FRESE 1977, S. 183 f; AB-HOLZ 1970, S. 148; UDRIS 1981a, passimGoogle Scholar
  138. 4).
    KORNHAUSER 1965, S. 16Google Scholar
  139. 5).
    Vgl. ebenda, S. 25 ff, 41 ffGoogle Scholar
  140. 1).
    Ebenda, S. 17 (Übersetzung durch d.V.)Google Scholar
  141. 2).
    Vgl. LANGNER 1962; LOHRING/SEIBEL 1981Google Scholar
  142. 3).
    LOHRING/SEIBEL 1981, S. 17Google Scholar
  143. 1).
    Ebenda, S. 18Google Scholar
  144. 2).
    ALPHEN DE VEER 1955, S. 32Google Scholar
  145. 3).
    Ebenda, S. 65Google Scholar
  146. 4).
    SCOTT 1958, S. 29Google Scholar
  147. 1).
    Ebenda, S. 37; vgl. zu diesem Konzept auch KORNHAUSER 1965, S. 34 ffGoogle Scholar
  148. 2).
    SCOTT 1958, S. 40 fGoogle Scholar
  149. 3).
    FRENCH u.a. 1962, S. 37Google Scholar
  150. 4).
    JAHODA 1958, S. 50 ffGoogle Scholar
  151. 5).
    FRENCH u.a. 1962, S. 37Google Scholar
  152. 1).
    Ebenda, S. 32 fGoogle Scholar
  153. 2).
    KEUPP 1972b, S. 12Google Scholar
  154. 3).
    Vgl. dazu; KEUPP 1972a, 1972b; zur Kritik dieser Position: MAIERS 1975, GLEISS 1975Google Scholar
  155. 4).
    Vgl. ausführlicher hierzu SZASZ 1972, SARBIN 1972Google Scholar
  156. 5).
    Vgl. dazu ELLIS 1972, GOFFMANN 1972Google Scholar
  157. 1).
    KEUPP 1972a, S. 80Google Scholar
  158. 2).
    GERHARD 1981, S. 14; ähnlich KEUPP 1972b, S. 26 f. Als Beleg hierfür wird von den Vertretern der Antipsychiatrie gern auf das Beispiel der Homosexualität verwiesen, die im Diagnoseschema der WHO (8. Revision, Diagnose-Schlüssel 3020) als psychiatrische Krankheit aufgeführt ist; vgl. DECKWITZ u.a. 1975, zur Kritik: SARBIN 1972, S. 106Google Scholar
  159. 3).
    KEUPP 1972a, S. 80Google Scholar
  160. 4).
    GREIF u.a. 1983, S. 218Google Scholar
  161. 1).
  162. 2).
    Ebenda, S. 223Google Scholar
  163. 3).
    Gedacht ist einerseits daran, daß ein nicht unerheblicher Teil von Erkrankungen qua Definition endogener oder organischer Natur ist, andererseits an die erheblichen theoretischen Kontroversen zur “Psychopathie”: vgl. z.B. WULFF 1972Google Scholar
  164. 4).
    Vgl. ebenda, S. 197 fGoogle Scholar
  165. 1).
    GREIF u.a. 1983, S. 232Google Scholar
  166. 2).
    Ebenda, S. 233Google Scholar
  167. 3).
    Ebenda, S. 232 f, dort zit. nach NASCHOLD/TIETZE 1978Google Scholar
  168. 4).
    ZAPF u.a. 1983, S. 226 fGoogle Scholar
  169. 1).
    Ebenda, S. 234Google Scholar
  170. 2).
    Unterschieden — und auch auf 3 verschiedenen Skalen erfaßt — wird: das Fernsehen“ — als Informationsquelle, — zur Erholung/Entspannung, — als Medium oder Gesprächsstoff in Sozialkontakten”; ebenda, S. 244Google Scholar
  171. 3).
    Ebenda, S. 259Google Scholar
  172. 1).
    Vgl. z.B. TIETZE 1974, GROSKURTH 1974, ders. 1975, HACKER 1980 BRUGGEMANN u.a. 1975Google Scholar
  173. 2).
    Vgl. zur Kritik MEYER 1982Google Scholar
  174. 3).
    BRUGGEMANN u.a. 1975Google Scholar
  175. 4).
    Industriearbeiter sitzen, wie wir übrigen auch, in einer Zwickmühle: wenn sie zu weitreichende Bedürfnisse haben in Relation zu dem, was sie mít einiger Aussicht auf Erfolg erringen können, ist das Ergebnis Mißerfolg und Frustration; wenn sie zu niedrig gesteckte Bedürfnisse haben, ist die Konsequenz ein düsteres Dasein ohne Farben, Frohsinn und Selbstwertgefühl.“ KORNHAUSER 1965, S. 270Google Scholar
  176. 1).
    DAVIS 1938Google Scholar
  177. 2).
    SCOTT 1958, S. 37; vgl. hierzu auch KORNHAUSER 1965, S. 34 ff; Anklänge an dieses Konzept finden sich auch noch bei GREIF 1983, S. 232, wenn Gesundheit definiert wird als: “Fähigkeit, das Dasein zu meistern; Aktives Handeln und die Voraussetzungen des aktiven Handelns”.Google Scholar
  178. 3).
    CAESAR 1972, S. 28Google Scholar
  179. 1).
    RUTENFRANZ 1982, S. 157/158; ein ähnlicher Tenor findet sich bei VALENTIN 1983: “Ärztliche Aufgaben — das sind exogen verursachte Gesundheitsschäden — müssen auch im Bereich der Arbeitsmedizin in der Hand von Ärzten bleiben. Ansonsten braucht man sich über individuelle oder kollektive Fehldiagnosen nicht zu wundern. Ganz schlimm wird es, wenn Fortsetzung der Anm. 1) auf der folgenden Seite. Fortsetzung der Anm. 1) von der vorhergehenden Seite. sach- und fachfremde Gremien oder Arbeitsgruppen ungeniert und ignorant zu arbeitsmedizinischen Sachverhalten Stellung nehmen.” (Ebenda, S. 130) Vgl. auch die Denkschrift “Zur Lage der Arbeitsmedizin und der Ergonomie”, wo entsprechende soziologische Ansätze als “Billig-Forschung und -Lehre mit Papier und Bleistift” qualifiziert werden. (DEUTSCHE FORSCHUNGSGEMEINSCHAFT 1980, S. 20 )Google Scholar
  180. 1).
    SCHAEFER/BLOHMKE 1978, S. 388Google Scholar
  181. 2).
  182. 3).
    Ebenda, S. 390; vgl. hierzu auch CANGUIHEM 1974, der erkenntnistheoretisch zu begründen versucht, daß die Krankheitsdefinition nur über das Subjekt möglich ist und nicht über physiologische oder sonstige “objektive” Parameter.Google Scholar
  183. 1).
    HORN u.a. 1983, S. 33Google Scholar
  184. 2).
    ROSEMEYER 1981, S. 58Google Scholar
  185. 3).
  186. 1).
    SUCHMANN 1965, S. 114. In ähnlicher Weise hat VON TROSCHKE die im Vorfeld medizinischer Dienste ablaufenden Entscheidungen als algorithmische Sequenz mit unterschiedlichen Fragestellungen und daran geknüpften Handlungsmustern beschrieben:Google Scholar
  187. 2).
    SUCHMANN 1965, S. 115Google Scholar
  188. 3).
    SCHMADEL 1975a, S. 32Google Scholar
  189. 4).
    Vgl. z.B. MECHANIC 1966, ROSENSTOCK 1974, KIRSCHT 1974Google Scholar
  190. 5).
    Vgl. z.B. THORBECKE 1975, S. 64 f; PFLANZ 1975a; ders. 1975bGoogle Scholar
  191. 1).
    SCHMADEL 1975b, S. 116/117Google Scholar
  192. 2).
    THORBECKE 1975, S. 63; ähnliche Befunde sind in der Studie von KOOS 1955 referiert.Google Scholar
  193. 3).
    Vgl. zusammenfassend THORBECKE 1975; SCHMADEL 1975c; “Der Entschluß, zum Arzt zu gehen” (PFLANZ 1975c) ist von einer Vielzahl von Bedingungen mitbeeinflußt, die größtenteils auch bereits empirisch analysiert worden sind. ROSENSTOCK 1974 erwähnt: die Gesundheits-Motivation, den physischen oder psychischen Problemdruck, die Veränderbarkeitserwartung, den subjektiven Zeithorizont, die soziale Akzeptanz von Behandlungsmaßnahmen, die Bereitschaft zur Oberwindung der Barrieren für die Inanspruchnahme medizinischer Versorgung; weitere Faktoren, vor allem im Zusammenhang subjektiver Kognitionen finden sich bei MECHANIC 1966: die Fähigkeit der Symptomakzeptanz und -normalität.Google Scholar
  194. 4).
    PFLANZ 1975b, S. 18Google Scholar
  195. 1).
    SUCHMANN 1965, S. 119; vgl. dazu auch HORN u.a. 1983, S. 175 ffGoogle Scholar
  196. 2).
    PFLANZ 1975d, S. 78Google Scholar
  197. 3).
    HERZLICH 1973, S. 15Google Scholar
  198. 4).
    Auf die Analyse der ätiologischen Vorstellungen und der subjektiven Konzepte von Gesundheit gehen wir hier nicht ein. Vgl. HERZLICH 1973, S. 20 ff, 53 ffGoogle Scholar
  199. 1).
    Vgl. zur folgenden Darstellung HERZLICH 1973, S. 104 ffGoogle Scholar
  200. 1).
    Ebenda, S. 120Google Scholar
  201. 2).
    HERZLICH 1973, S. 127Google Scholar
  202. 3).
    Besonders auffällig ist dies in der Darstellung des Krankheitsbildes “Krankheit als Befreiung”, wenn Interviewäußerungen, die Krankheit als “Urlaub”, “erste Liebesbeziehung”, “Freiheit” etc., also uneingeschränkt euphemisch definieren, vorgestellt werden, ohne daß dahinter möglicherweise auch verborgene Ängste, Ambivalenzen angesprochen werden. Vgl. ebenda, S. 114 ffGoogle Scholar
  203. 1).
    PFLANZ 1975a, S. 12Google Scholar
  204. 2).
    Die Pole “Hand” versus “Kopf” werden auf Arbeits- und Lebensbedingungen bezogen.Google Scholar
  205. 1).
    ROSEMEYER 1981, S. 34Google Scholar
  206. 2).
    Vgl. ebenda, S. 34 ffGoogle Scholar
  207. 3).
    Ebenda, S. 35Google Scholar
  208. 4).
    Vgl. zum folgenden von FERBER 1972, dieselbe 1974Google Scholar
  209. 5).
    von FERBER 1972, S. 260/261Google Scholar
  210. 6).
    von FERBER 1974, S. 58Google Scholar
  211. 7).
    Zusätzlich einbezogen ist noch die Gruppe der Meister sowie der Angestellten, auf die wir hier nicht näher eingehen.Google Scholar
  212. 1).
    von FERBER 1972, S. 260Google Scholar
  213. 2).
    von FERBER 1974, S. 59Google Scholar
  214. 3).
    von FERBER 1972 S. 263Google Scholar
  215. 4).
  216. 5).
    Zu wenig diskutiert erscheinen uns aber auch die mit der Stichprobe (Kurpatienten) und vorausgehenden Selektionskriterien zusammenhängenden Bedingungen: inwieweit sind die Deutungsmuster der Patienten nicht nur abhängig von ihren Arbeitserfahrungen, sondern auch von sozialen Stereotypen und Urteilen über “legitime” Krankheitserscheinungen?Google Scholar
  217. 6).
    Vgl. von FERBER 1972, S. 260Google Scholar
  218. 1).
    Vgl. dazu z.B. ELSNER 1984Google Scholar
  219. 2).
    FUNKE 1983, S. 110Google Scholar
  220. 3).
  221. 4).
    Ebenda, S. 111Google Scholar
  222. 5).
    HACK u.a. 1979, S. 111Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1986

Authors and Affiliations

  • Gerd Marstedt
    • 1
  • Ulrich Mergner
    • 1
  1. 1.GöttingenDeutschland

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