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Einleitung

  • Guido Wolf
Part of the DUV Sozialwissenschaft book series (DUVSW)

Zusammenfassung

Für den Ausdruck ‚beraten ‘findet sich im Deutschen Wörterbuch als erste Wortbedeutung der Eintrag: „jemandem einen Rat geben, jemandem beistehen“ (Wahrig 1991, S. 252). Neben dieser transitiven Erstbedeutung gibt es eine zweite, reflexive. Sie bestimmt beraten mit „gemeinsam überlegen und besprechen“. Somit kann man sich „beraten lassen“ oder man kann sich „mit jemandem beraten“ (ebd.). Während die Zweitbedeutung nicht völlig aus dem Blick geraten soll, ist die vorliegende Arbeit fokussiert auf die erste Wortbedeutung, also auf Kontexte, in denen jemand einen Anderen berät. Jene erste und sehr allgemeine, lexikalische Begriffsbestimmung entspricht unserer lebensweltlichen Erfahrung: In zahllosen Situationen des alltäglichen Umgangs erteilen wir uns gegenseitig Ratschläge, persönliche Schwierigkeiten lassen uns den Rat guter Freunde suchen, Eltern raten ihren heranwachsenden Kindern. Wir beraten Andere, ob wir darum gebeten werden oder nicht, ob wir von dem fraglichen Sachverhalt etwas verstehen oder nicht und ob wir von einem Befolgen unseres Rates profitieren oder nicht. Solche ‚Alltagsberatung ‘kann als ein ubiquitäres kommunikatives Ereignis angesehen werden.

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© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Guido Wolf

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