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»Wenn die Geister des Äschylus, Sophokles und Shakespear sich vereinigten«

Antike und Moderne im Werk Heinrich von Kleists
  • Dirk Grathoff
Part of the Kulturwissenschaftliche Studien zur deutschen Literatur book series (KSDL)

Zusammenfassung

Die »Querelle des anciens et des modernes« gehört bekanntlich zu den wichtigsten und folgenreichsten kunsttheoretischen Debatten der europäischen Aufklärung.1 Ob der Streit um den Gegensatz zwischen Antike und Moderne für das Werk und Denken Heinrich von Kleists relevant und belegbar geworden sein könne, mag insofern zweifelhaft erscheinen, als im Zuge seiner allgemeinen Enthaltsamkeit oder Zurückhaltung auf dem Gebiet kunsttheoretischer Äußerungen kaum klare einschlägige Stellungnahmen zu erwarten sind. Von zeitgenössischen Theoretikern wie Kant, Schlegel oder Schiller scheinen Kleist Welten zu trennen. Und doch: aus seiner popularphilosophischen Anfangsphase bis 1801 sind intensive Studien der europäischen Aufklärung bezeugt, nicht zuletzt auch von Kant, worüber er die verschollene »Schrift, über die Kantische Philosophie« (II, 514) anlegte, bis er dann in die so apostrophierte Kant-Krise geriet.2 Dabei handelte es sich jedoch um eine Erkenntniskrise, um tiefgreifende Zweifel am Erkenntnispotential einer rationalistisch orientierten Aufklärungsphilosophie. Ausgesprochene kunst- oder literaturtheoretische Studien sind aus der Zeit bis 1801 noch nicht bekannt geworden.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Wiesbaden 2000

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  • Dirk Grathoff

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