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Der Stellenwert von Multi User Dimensions (MUDs)

  • Gerit Götzenbrucker

Zusammenfassung

Die Transformation der ehemaligen „Rechenmaschine Computer“ — die als Repräsentant menschlichen Intellekts bis zu Beginn der 90er Jahre vorwiegend zur Problembewältigung resp. Unterstützung kognitiver Leistungen herangezogen wurde — in eine „Wunschmaschine“2, die in letzter Konsequenz sogar der Erweiterung physischer Präsenzen und der Substitution emotionaler Bedürfnisse Vorschub leistet (vgl. Turkle 1998: 26), hat die Lebenspraxis Jugendlicher, insbesondere der „Generation @“3, entscheidend beeinflußt. Der spielerische Aspekt und die in die alltägliche Handlungspraxis vielfältig eingebundene Dienste des „Mediums Computer“4 etablieren alternative Wahrnehmungen von Raum, Zeit und Gemeinschaft. In der soziologischen Diskussion wird dieser Aspekt auch häufig mit als Technologisierung der Lebenswelt abgehandelt,5 wobei technisch-künstliche Computerwelten die natürlich-naturwüchsige Alltagswelt kolonialisieren. Diesen technikdeterministischen Haltungen ist jedoch der Umstand entgegenzuhalten, daß „alte“, bereits existente Technik so veralltäglicht ist, daß sie kaum bemerkt wird. Von Strukturen der Alltagswelt (mit)geprägt ist, dient die Entwicklung von Computertechnik letztendlich der „Habitualisierung und Ritualisierung von Handlungsabläufen“ zur Entlastung des „Bewußtseins“. (Vgl. Rammert: 1990: 17)

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Gerit Götzenbrucker

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