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Zur Begründung eines Rahmenkonzepts

  • Harald Gapski

Zusammenfassung

In den Diskursen und Definitionen der Bestandsaufnahme konnte gezeigt werden, dass der Begriff je nach Beobachter unterschiedlich inhaltlich ausdifferenziert und an verschiedene pädagogische, wirtschaftliche, rechtliche usw. Diskurslogiken gebunden wird. Je nach gesellschaftlichem Beobachter meint Medienkompetenz etwas anderes, wenngleich nahezu alle gesellschaftlichen Bereiche durch das Konzept der Medienkompetenz „herausgefordert“ und jeweils andere Zielgruppen in den Maßnahmen zur Förderung von Medienkompetenz angesprochen werden. Zusammenfassend lassen sich drei Beobachtungen der Bestandsaufnahme festhalten, die gemeinsam eine Begründungsgrundlage für ein theoretisches Rahmenkonzept bilden:
  • Diversifizierung der Beobachter: Die vielfältigen gesellschaftlichen Her-künfte der Diskurse und Definitionen von Medienkompetenz lassen einerseits die gesamtgesellschaftliche Reichweite der Herausforderungen und andererseits die beobachterspezifischen Eigenheiten und damit das Fehlen einer einheitlichen Definition von Medienkompetenz hervortreten.

  • Diversifizierung der Träger: Trotz der in der Fallstudie vorherrschenden subjektorientierten Ausrichtung von Medienkompetenz beziehen sich einige Beobachter auf die Medienkompetenz von nicht-subjektiven Trägem, wie etwa Unternehmen (Kaiser u. a. 1998: 45) oder Institutionen340, gesellschaftliche Funktionssysteme, wie die Politik (Groebel 1998; Krapp 1996) oder die Gesellschaft als Ganze.341 Wiederholt wird auf eine gesellschaftliche Dimension der Medienkompetenz verwiesen.342

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Harald Gapski

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