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Einleitung

  • Antje Schmidt
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Zusammenfassung

In meiner Studienzeit an der Universität Leipzig erlebte ich das Verhalten von Kommilitoninnen als merkwürdig ambivalent: Obwohl sie sich auf Seminare gerade in den ersten Studienjahren fleißig vorbereiteten, obwohl sie gute kommunikative Fähigkeiten besaßen und mit guten und sehr guten Abiturnoten zum Studium kamen, nicht selten mit besseren Abschlußnoten als die männlichen Kommilitonen, verhielten sie sich in vielen Seminaren passiv, überließen den jungen Männern die Diskussion und besprachen die Seminarthemen oft erst dann, wenn sie im Wohnheimzimmer unter sich waren. Ihr Kommunikationsverhalten wies Züge eines Kommunikationsstils auf, wie er in der einschlägigen Literatur beschrieben wurde (Klann 1978, Trömel-Plötz 1984, Bauer 1985, Spender 1985, Schmidt 1988 etc.): Ein typisch weiblicher Kommunikationsstil, der als kooperativ, beziehungs-orientiert, über weite Strecken zurückhaltend-passiv bis inferior gilt und sich somit grundlegend vom typisch männlichen Kommunikationsstil unterscheidet, der durch bestimmte Eigenschaften und Verhaltensweisen als aggressiv, statusorientiert, dominant charakterisiert wurde.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Antje Schmidt

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