Advertisement

Die medien- und gesellschaftspolitische Dimension neuer Kommunikationstechnologien

  • Anna M. Theis-Berglmair

Zusammenfassung

Eine politische Dimension hatten die Vorläufer des heutigen Internets von Anfang an. Begonnen hatte die Vernetzung von Computern aus dem Wunsch heraus, auch im Falle eines besonders zu Zeiten des Kalten Krieges denkbaren Nuklearkrieges über ein störungsfrei funktionierendes Kommunikationsnetz zu verfugen, das die Kommunikation zwischen Rüstungsbetrieben und Wissenschaftlern ermöglichen sollte. Auf der Grundlage des 1969 vom US-Verteidigungsministeriums angelegten ARPA-Netzes entstand Mitte der achtziger Jahre das Netz der National Sciences Foundation, das die Computer der Universitäten des Landes verband. In schneller Folge und dank der Standardisierung des Übertragungsprotokolls (TCP/IP), welches Zustelladressen und Informations-routen festlegt, wurden weltweit immer mehr private und öffentliche Computer bzw. Computernetze vernetzt, zunächst vorwiegend zum Zwecke des wissenschaftlichen Austauschs. Von der Warte der Entstehungsgeschichte her betrachtet, ge-noß die weltweite Computervernetzung über Jahre hinweg staatlichen Schutz und staatliche Finanzierung. Bis zur Entdeckung des Internets durch die Allgemeinheit bildete das Internet einen weitgehend geschützten und durchaus geregelten Kommunikationsraum. Es handelte sich um ein Netz, das weitgehend die Experten nutzten, die ihre eigenen Standards im Umgang miteinander entwickelten.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Drucker, Peter (1989): The new realities. New York u. a.Google Scholar
  2. Drucker, Peter (1995): Managing for the future. Oxford u. a.Google Scholar
  3. Gates, Bill (1995): Der Weg nach vorn. Die Zukunft der Informationsgesellschaft. München.Google Scholar
  4. Giddens, Anthony (1988): Die Konstitution der Gesellschaft. Frankfurt/M.Google Scholar
  5. Hagen, Martin (1996): A Road to Electronic Democracy? — Politische Theorie, Politik und der Information Superhighway in den USA. In: Kleinsteuber, Hans-Joachim (Hrsg.): Der „Information Superhighway“. Amerikanische Visionen und Erfahrungen. Opladen, S. 63-85.Google Scholar
  6. Martens, Erika 81997): „Das Gold in den Köpfen heben“. Ein ZEIT-Gespräch mit dem amerikanischen Philosophen Frithjof Bergmann über die Krise der Arbeit und neue Beschäftigungsmodelle. In: DIE ZEIT Nr. 11 vom 7. März 1997, S. 27.Google Scholar
  7. Rahlenbeck, Eckhard (1997): Der vernetzte Alltag. In: Tendenz, Nr. II/97, S. 34–36.Google Scholar
  8. Rammert, Werner (1988): Technikgenese. Stand und Perspektiven der Sozialforschung zum Entstehungszusammenhang neuer Techniken. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie, Jg.40, S. 747–761.Google Scholar
  9. Rifkin, Jeremy (1995): Das Ende der Arbeit und ihre Zukunft. Frankfurt/M.Google Scholar
  10. Stoiber, Edmund (1997): Eröffnungsrede zur Tagung „Internet und Politik am 19. Februar 1997 in München.Google Scholar
  11. Technologierat (Der Rat für Forschung, Technologie und Innovation) (1995): Informationsgesellschaft. Chancen, Innnovationen, Herausforderungen. Bonn.Google Scholar
  12. Wagner, Heiderose/Kubicek, Herbert (1996): Community Networks und der Information Highway — Von der Counterculture zum Mainstream. In: Kleinsteuber, Hans-Joachim (Hrsg.): Der „Information Superhighway“. Amerikanische Visionen und Erfahrungen. Opladen, S. 201-235.Google Scholar
  13. Wilke, Peter (1996): The Virtual Internet Economy. In: Kleinsteuber, Hans-Joachim (Hrsg.): Der „Information Superhighway“. Amerikanische Visionen und Erfahrungen. Opladen, S. 151-170.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Anna M. Theis-Berglmair

There are no affiliations available

Personalised recommendations