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Sozialpolitik pp 123-141 | Cite as

Millionen Arbeitsloser — muß die Arbeit umverteilt werden?

  • Eckhard Knappe
  • Hans-Joachim Jobelius
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Zusammenfassung

Die Arbeitslosigkeit hat sich in Deutschland seit Beginn der 70er Jahre nach einem ganz bestimmten Muster entwickelt. Die hohe nachkriegsbedingte Arbeitslosigkeit von über 10 % wurde bis zum Jahre 1960 weitestgehend abgebaut und von einer über 10jährigen Phase der Vollbeschäftigung abgelöst (Arbeitslosenquote von unter 1 % mit Ausnahme der Jahre 1967/68). Im Gefolge der ersten Ölkrise 1973 stieg dann die Arbeitslosigkeit auf über 1 Mio. an und ging auch in den Folgejahren nur geringfügig auf knapp 900 000 zurück. Die zweite Ölkrise 1980 führte zu einer Arbeitslosenzahl von deutlich mehr als 2 Mio. Auch danach entwickelte sich die Arbeitslosigkeit nicht mehr nennenswert zurück, sondern verharrte bei rund 2 Mio. bzw. auf dem Niveau von 7 %. Die letzte Erhöhung des Arbeitslosigkeitssockels erfolgte in der Rezession 1993/94, in der die Arbeitslosigkeit in Westdeutschland, verstärkt durch die Sonderfaktoren der deutschen Wiedervereinigung 1989, auf insgesamt circa 2,3 Mio. bzw. auf über 11 % anstieg. Nimmt man den Osten Deutschlands hinzu, beträgt die offizielle Arbeitslosenzahl rund 3,5 Mio. bzw. ergibt sich eine Quote von etwa 13 % (vgl. Abbildung 1).

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Copyright information

© Lizenzausgabe der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit 1997

Authors and Affiliations

  • Eckhard Knappe
  • Hans-Joachim Jobelius

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