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Modernität des Glücks zwischen Spätaufklärung und Frühsozialismus

  • Eckart Pankoke

Zusammenfassung

Glück ist das Losungswort aller Welt”: wie hier von Kant beobachtet1 — wurde das “GLÜCK” zur Chiffre der Selbstverständigung gesellschaftlicher Modernität. Dies zeigen die Umwertungen des “Glücks” im gesellschaftlichen Wandel des Revolutionszeitalters. In den klassischen Schwellen-Texten zwischen Spätaufklärung zum Frühsozialismus gewann das “GLÜCK” seine Konturen vor dem Hintergrund einer sich steigernden Kontingenz und Komplexität, Riskanz und Turbulenz, Subjektivität und Reflexivität moderner Lebensverhältnisse. Doch mit der Subjektivierung des Glücks entfernte sich die Glücks-Suche aus der objektiven Welt des Institutionellen. Für Hegel spielt das Glück allenfalls “außerhalb des Theaters und der Sphäre der Weltgeschichte”, denn diese “ist nicht der Boden des Glücks. Die Perioden des Glücks sind leere Blätter in ihr”.2

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Literaturhinweise zur Begriffsgeschichte „Glück“

Zitatnachweise vgl. Anmerkungen

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Eckart Pankoke

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