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An der Schwelle des 21. Jahrhunderts

Glück in zeitdiagnostischer Perspektive — ein Ausblick
  • Klaus Barheier

Zusammenfassung

Unlängst erschien unter dem Titel “Geistige Tendenzen zur Zeit” ein dem Grazer Philosophen Ernst Topitsch zum 75. Geburtstag gewidmeter und von Kurt Salamun herausgegebener Sammelband. Es dürfte kaum Erstaunen hervorrufen, daß das — wie einleitend schon angemerkt — “gegenwärtig sowohl in der Ethik und Philosophischen Anthropologie als auch in der Kulturphilosophie und Kultursoziologie höchst aktuelle” Thema: “die Frage nach dem Glück und dem Verhältnis von Moral und Glück”1 mit von der Partie ist. Den diesbezüglichen Beitrag steuerte Malte Hossenfelder bei2, der ausgehend von antiken Konzeptionen das bleibende Aufeinanderverwiesensein von Glück und Tugend darlegt. So erhellend die philosophiegeschichtlichen Befunde und Reflexionen auch sein mögen, so scheint der von Salamun einleitend angeschlagene zeitdiagnostische Ton an diesen Seiten des Buches vorbeizurauschen. Stichworte und Zusammenhänge, wie das Verhältnis von “Tugend und Gerechtigkeit” oder der “Subjektivismus des Glücks”3, hätten sich geradewegs für zeitbezogene Auffüllungen angeboten. Doch: hier verzweigen sich ganz offensichtlich die Wege philosophischen und soziologischen Denkens.

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Anmerkungen

  1. 7.
    Karl Otto Hondrich: Ende oder Wandel der Industriegesellschaft. In: Merkur 50. Jg. (1996), H. 1, S. 24–33.Google Scholar
  2. 25.
    Alfred Bellebaum. Vielfältiges Glück. In: Universitas. Zeitschrift für interdisziplinäre Wissenschaft, 50. Jg. (1995), S. 511–515.Google Scholar
  3. 26.
    Vgl. neuerdings Ronald Hitzler: Orientierungsprobleme: Das Dilemma der Kirchen angesichts der Individualisierung der Menschen. In: Leviathan. Zeitschrift für Sozialwissenschaft 24. Jg. (1996), H. 2, S. 280.Google Scholar
  4. 28.
    Hartmut von Hentig: Bildung. Ein Essay, München, Wien 1996, S. 78–82.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Klaus Barheier

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