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Durchgängige Prozeßketten in der Produktentwicklung

  • Mario Jeckle
Chapter

Zusammenfassung

In Zeiten immer größeren Wettbewerbsdrucks, der zur Ausschöpfung noch vorhandener Rationalisierungspotentiale zwingt, gerät neben Produktqualität und Produktionsgeschwindigkeit auch die Entwicklung selbst, mithin der Zeitraum zwischen Idee und Vermarktung ( time to market), zum erfolgsentscheidenden Kriterium. Nachdem bisher die Herstellung des Gutes im Mittelpunkt des Optimierungsinteresses stand ( Lean Production, Kaizen, Flexible Fertigungssysteme, Produktionsplanung und — Steuerung), werden in jüngster Zeit verstärkt die Vorfertigungsphasen betrachtet.

Insbesondere die transparente Informationsbereitstellung innerhalb der Produktentwicklungsabläufe und die IT-Unterstützung in diesem Umfeld stellt eine Herausforderung dar.

Einerseits existieren in den frühen Vorentwicklungsphasen nicht formalisierte Prozesse, wie z. B. die „Ideenfindung“ und Evaluierung von Alternativen, die nicht vollständig DV-gestützt implementiert sind. Andererseits entstehen während dieser Periode grundlegende produktbezogene Konzepte und Informationen, die zu Engineeringergebnissen führen.

Ziel ist es, Techniken zu schaffen, welche die Sammlung, Klassifikation und Verfügbarkeit der entstehenden Informationen durch hinreichend rechnergestützte Abbildung der gesamten Prozeßkette in Product-Daten-Management- und Workflow-Systemen gewährleisten. Darüber hinaus stellt die Vernetzung informationserzeugender und informationsverwaltender Systeme eine weitere Herausforderung dar.

Diese Forschungsaktivitäten laufen u. a. auch in enger Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Informatik der Fachhochschule Augsburg. Im Rahmen von mehreren Diplomarbeiten konnten, wie im folgenden ausgeführt, in etlichen Teilbereichen prozeßkettenunterstützende Techniken entwickelt und implementiert werden.

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Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig/Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Mario Jeckle

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