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Universelles Dateninterface für Anwendungen im Intranet

  • Wolfgang Pott

Zusammenfassung

Das Intranet, eine der Wortschöpfungen der 90er innerhalb der Informatik, entwickelte sich bisher recht träge von anfänglich properietären Client/Server-Umgebungen im LAN-Bereich über physisch vom Internet getrennte unternehmensbezogene Teillösungen bis hin zum sog. „Extranet“, welches ein lediglich logisch vom Internet getrenntes globales interaktives Netzwerk einschließlich aller Filialen, Kunden und Zulieferer eines Unternehmens darstellt. Hauptursachen für die relativ zögerliche Weiterentwicklung des Intranets waren bisher das Fehlen bzw. die Unzulänglichkeiten von Sicherungsmechanismen sowie die teilweise extrem heterogenen IT-Landschaften innerhalb der Unternehmen/Institutionen und die damit verbundenen hohen Investitionskosten für derartige Umstrukturierungen. Letzteres Problem wird in jüngster Zeit teilweise durch die administrative Orientierung auf bestimmte Hard- und Softwareumgebungen (zumeist WINTEL), eine nach Meinung des Autors möglicherweise verhängnisvolle Entscheidung, umgangen. Hier werden kurzfristig Monopolstellungen erzeugt, die langfristig zu mangelnder Innovationsfähigkeit und Desorientierung der Informationsstruktur führen kann. Das Problem fehlender Sicherheit scheint durch die Entwicklung gesicherter Übertragungs-Protokolle (SSL), Verschlüsselungsalgorithmen (RSA), Zertifikate (X.509) sowie Authentifizierungs-mechanismen (SET) mittlerweile gelöst zu sein und sollte dazu führen, das Inter-/Intranet den Visionen ihrer Entwickler, der Interaktivität, ein Stück näher zu bringen.

Vor allem die „Java-Technologie“ leistet hinsichtlich der Umsetzung der bevorstehenden Entwicklungsziele herausragendes. Dahinter verbirgt sich nicht nur eine „weitere Programmiersprache“, sondern ein Innovationssprung, in etwa vergleichbar mit der Entwicklung der objektorientierten Systeme in den 80er Jahren. Durch ihre konsequent verteilte und systemunabhängige Struktur werden Intranetanwendungen jenseits herkömmlicher statischer Client/Server-Implementierungen ermöglicht, die trotz alledem Investitionsschutz für bisher implementierte Systeme gewährleisten.

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Literatur

  1. /Hader 1998/.
    Hader, Sven: Eine Datenschnittstelle auf der Basis von Textdateien, TU-Chemnitz, 06.01.1998, http.//www.tu-chemnitz.de/~hader/i_face.htrnl.Google Scholar
  2. /Helming 1988/.
    Helming G.: Datenaustausch unter MS-DOS, Hanser Verlag München, 1988.Google Scholar

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig/Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Pott

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