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Restrukturierungszwänge, Staatsunternehmen und Unternehmenskontrolle: reale Welt und neoinstitutionalistische Sicht

  • Thomas Ehrmann
Part of the Beiträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung book series (BBFDUV, volume 98)

Zusammenfassung

Die Erfahrung, daß privatisierte Unternehmen, selbst wenn sie nach der Privatisierung harter Regulierung unterworfen werden35, ihre Restrukturierungsaufgabe effektiver und schneller bewältigen als gut abgesicherte vergleichbare Staatsunternehmen, illustriert empirisch die Relevanz von Eigentumsstrukturen36. Sie deutet gleichzeitig darauf hin, daß politische Absichtserklärungen zur Effizienzsteigerung von staatlichen Unternehmen, etwa durch Erhöhung des Wettbewerbs und/oder Stärkung unternehmerischer Orientierung, nicht die gleiche Bedeutung haben können, wie gleichlautende Ankündigungen bei privaten Unternehmen.

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Literaturverzeichnis

  1. 35.
    Zum Beispiel durch eine Price Cap Regulierung wie bei bei BT.Google Scholar
  2. 36.
    Vgl. dazu ausführlich Megginson et. al. (1994)Google Scholar
  3. 37.
    Vgl. Grossman/Hart (1987)Google Scholar
  4. 38.
    Vgl. dazu Grossman/Hart (1986)und Williamson(1985)Google Scholar
  5. 39.
    Angenommen wird in beiden Fällen eine Trennung von Management und Kapitalgebern; zentraler Ansatzpunkt für Unterschiede zwischen Staat und Privaten ist die Effizienz.Google Scholar
  6. 40.
    Vgl. dazu genauer Williamson (1985), S. 22.Google Scholar
  7. 41.
    Vgl. dazu Laffont/Tirole (1993): Kap. 17; Holmstroem/Tirole (1991); Williamson(1985)Google Scholar
  8. 42.
    Vgl. für eine Zusammenfassung Hart (1989), S. 1763-1791.Google Scholar
  9. 43.
    Es geht hier nur um den Vergleich zwischen vorhandener und nicht vorhandener Kapitalmarktkontrolle, nicht um Aussagen über die Effizienz von Kapitalmärkten; vgl. zu letzterem kritisch mit weiteren Nachweisen Laffont/Tirole (1993), S. 642 ff.Google Scholar
  10. 44.
    Die staatliche Besicherung des Fremdkapitals der Unternehmen wirkt hier verschärfend.Google Scholar
  11. 45.
    Vgl. z.B. das Verhalten der Kapitalgeber im Fall der Metallgesellschaft; über die Angemessenheit dieser Eingriffe soll hier nicht spekuliert werden.Google Scholar
  12. 46.
    Einige Vorstandsbesetzungen bei der DT AG (bzw. der Post-Holding) sowie bei der DB AG durch verdiente Politiker illustrieren dies.Google Scholar
  13. 47.
    In Ländern ohne funktionierenden Markt für Unternehmensübernahmen dürfte diese These nur abgeschwächt gelten.Google Scholar
  14. 48.
    Vgl. dazu Sappington/Stiglitz (1987), S. 577 ff.Google Scholar
  15. 49.
    Jensen/Meckling (1976), S. 329Google Scholar
  16. 50.
    Vgl. Holmstroem/Tirole (1991), S. 96 und Estrin/Perotin (1991), S. 59.Google Scholar
  17. 51.
    Vgl. dazu Shleifer (1989) und Sappington/Stiglitz (1987). Wenn diese Informationssysteme prinzipiell funktionieren, dann bieten Märkte genügend Anreize zu ihrem Aufbau.Google Scholar
  18. 52.
    Ein Beispiel ist etwa ein dramatischer Rückgang der Nachfrage.Google Scholar
  19. 53.
    Holmstroem/Tirole (1989), S. 74.Google Scholar
  20. 54.
    Laffont/Tirole(1993) führen dies auf S. 644 f. genauer aus; hier wird eine vereinfachte Darstellung vorgenommen.Google Scholar
  21. 55.
    Ähnlich ist der Satz zu interpretieren, den der Verfasser während einer Verhandlung mit einem ungenannten Staatsunternehmen von einem dortigen Vorstandsmitglied gehört hat: “Wir denken nur in Milliarden”.Google Scholar
  22. 56.
    Damit sind auch positive Anreize zur Durchsetzung von Argumenten auch der unteren Managementebenen verbunden.Google Scholar
  23. 57.
    Dial/Murphy (1995), S. 303.Google Scholar
  24. 58.
    Dial/Murphy (1995), S. 303.Google Scholar
  25. 59.
    Thatcher (1993), S. 487.Google Scholar
  26. 60.
    In einer empirischen Studie zur Restrukturierung der US-Stahlindustrie zeigen de Anglo /deAngelo(1991), wie das Management Veränderungen von Buchgewinnen und Managemententlohnungen nach unten herbeiführte, um die eigene Verhandlungsposition zum Mitarbeiterabbau zu verbessern.Google Scholar
  27. 61.
    Vgl. zu Beschäftigungs-und Lohneffekten nach Privatisierung, sowie den Oppositionsgründen gegen Privatisierung Megginson et. al. (1994): 439.Google Scholar
  28. 62.
    Vgl. Dial/Murphy (1995), S. 303 f.Google Scholar
  29. 63.
    Vgl. Azariadis (1989), S. 132 ff.Google Scholar
  30. 64.
    Angenommen wird, daß ex ante die Null-Gewinn-Bedingung erfüllt ist.Google Scholar
  31. 65.
    Wegen ihres Anspruchs auf alles “which has not been explicitely contracted for”.Google Scholar
  32. 66.
    Zumal dann nicht, wenn sie das Fremdkapital verbürgt haben.Google Scholar
  33. 67.
    Beispiele für mangelnden Restrukturierungswillen sind etwa der Steinkohlebergbau, die Abfindungen bei der DT AG sowie der kürzlich ausgehandelte Bewährungsaufstieg von Lokführern bei der DB AG.Google Scholar
  34. 68.
    Allerdings soll zumindest für die privaten Eigenkapitalgeber monopolistischer Firmen grundsätzlich die Gewinnmaximierung als Ziel gelten. Vgl. Jensen/Meckling (1976), S. 329.Google Scholar
  35. 69.
    Beispiel hierfür wäre ein dramatischer Rückgang der Nachfrage.Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Thomas Ehrmann

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