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Das Fundamentaltheorem der Privatisierung und Restrukturierung: das neoklassische Paradigma

  • Thomas Ehrmann
Part of the Beiträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung book series (BBFDUV, volume 98)

Zusammenfassung

Die wirtschaftspolitische Debatte im Bereich der Privatisierung und/oder Restrukturierung von Staatsunternehmen leidet am Fehlen eines klaren Bezugsrahmens. Fiskalische Argumente werden in dieser Debatte mit sozialpolitischen Wünschen und Effizienzargumenten vermengt. Gerade am Beispiel von Schrumpfungsindustrien wie dem Bergbau zeigt sich eklatant die Konsequenz solcherart geführter Debatten: der Blick auf betriebswirtschaftlich sinnvolle und zugleich politisch machbare Reformen wird verstellt.

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Literaturverzeichnis

  1. 3.
    Dieses Vorgehen folgt der Methodik Albachs (1994), S. 13 in Albach/Witt, der ebenfalls von einer Erweiterung der Neoklassik um neo-institutionalistische Elemente spricht.Google Scholar
  2. 4.
    Vgl. dazu Vickers/Yarrow (1988) und Laffont/Tirole (1993), S. 637-662 mit weiteren Nachweisen.Google Scholar
  3. 5.
    Vernachlässigung von zusätzlichen Staatseinnahmen.Google Scholar
  4. 6.
    Hier wird ausgeglichenes Budget unterstellt; ein zusätzlicher Term entfällt deshalb.Google Scholar
  5. 7.
    Vgl. dazu Laffont/Tirole (1993), S. 646.Google Scholar
  6. 8.
    Außer für den Fall: λg > λp.Google Scholar
  7. 9.
    Vgl. Sappington/ Stiglitz (1987)Google Scholar
  8. 10.
    Zur empirischen Analyse eines solchen Falles vgl. Domberger et. al. (1986), S. 69-87.Google Scholar
  9. 11.
    Die folgende Darstellung lehnt sich an Vogelsang et. al. (1990) an.Google Scholar
  10. 12.
    Zur adäquaten spieltheoretischen Modellierung eines solchen “Splitting a pie” Problems vgl. Rasmussen (1989), S. 227 ff. mit weiteren Nachweisen und Teil D TrassenpreissystemGoogle Scholar
  11. 13.
    Vgl. Vickers/Yarrow (1988), S. 8.Google Scholar
  12. 14.
    Kein natürliches Monopol.Google Scholar
  13. 15.
    Damit gilt: ∏g= 0.Google Scholar
  14. 16.
    Vgl. stellvertretend: Vickers/Yarrow (1988).Google Scholar
  15. 17.
    Ex definitione träten diese Probleme dann nicht auf, wenn Lohnkürzungen und Entlassungen von den privaten Unternehmenserwerbern durchgeführt würden, weil Beschäftigteninteressen nur via Gewinnterm in deren Unternehmensbewertung berücksichtigt würden.Google Scholar
  16. 18.
    Vgl. dazu Vogelsang et. al. (1990), S. 165ff. mit weiteren Nachweisen.Google Scholar
  17. 19.
    Man könnte hier etwa an die Verwendung von Tournements denken.Google Scholar
  18. 20.
    Hier wird noch eine kostenlose Restrukturierung angenommen.Google Scholar
  19. 21.
    Vgl. ausführlich Teil III.Google Scholar
  20. 22.
    Wegen der Finanzierungsmöglichkeiten über Monopolpreise.Google Scholar
  21. 23.
    Bei Vogelsang et. al. (1990), S. 91 (Gl. 5.21 ff) ist problematisch, daß dieser Zusammenhang nicht explizit gemacht wird.Google Scholar
  22. 24.
    Das Beispiel der Tarifzuständigkeit der politisch besetzten Holding für die drei alten Postunternehmen illustriert ebenso wie der vor kurzem ausgehandelte Bewährungsaufstieg für Lokführer bei der DB AG die empirische Relevanz der Annahme, daß Mitarbeiterrenten politisch ausgehandelt werden. Deshalb lohnt es sich, die betriebswirtschaftlichen Konsequenzen dieses Sachverhaltes genau zu untersuchen.Google Scholar
  23. 25.
    Ein schönes Beispiel für Mitarbeiterrenten bietet die durch die Medien gegangene Abfindung von 50 Tausend DM, die die DT AG an einen bei ihr vier Jahre als Aushilfe tätigen Studenten bezahlte. Der Autor beeilt sich hinzuzufügen, daß er auf die ihm aus seiner halbjährigen Aushilfstätigkeit bei der gelben Post in 1978/1979 zustehende Abfindung, die sich bei Anwendung des gleichen Tarifs und Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5 % mittlerweile auf diverse Tausend DM belaufen müßte, verzichtet.Google Scholar
  24. 26.
    Dieses Ergebnis ist konträr zu Vickers/Yarrow (1988), S. 35, die mit diskriminierenden Annahmen rechnen.Google Scholar
  25. 27.
    Vgl. dazu ausführlich Megginson et. al. (1994),Tables S. 426ff. und S. 435f.; wie dort empirisch belegt wird, steigt die “Produktivität” nach Privatisierung immer, was auf das Verschwinden dieser Mitarbeiterrenten hindeutet.Google Scholar
  26. 28.
    Von den Unterschieden in der rechnerischen Behandlung zwischen Entlassungen und Lohnkürzungen wird hier abstrahiert.Google Scholar
  27. 29.
    Dieser Aspekt fehlt bei der Bewertungsfunktion privater Unternehmen dann, wenn Entlassungen oder Lohnkürzungen nicht oder nicht ausschließlich durch Zahlungen des Unternehmens finanziert werden müssen. Deren Eigentümer könnten sich dann idealtypisch auf die Vermögensmaximierung beschränken.Google Scholar
  28. 30.
    Dies gilt abgeschwächt auch für den Fall von Privatunternehmen, die restrukturieren wollen: Die staatliche Bereitschaft zu Mitarbeitersubventionen wird mit zunehmender Mitarbeiteranzahl steigen.Google Scholar
  29. 31.
    Vgl. Wissenschaftlicher Beirat beim Bundesminister für Verkehr (1997), S. 6.Google Scholar
  30. 32.
    Dies bedeutet, daß der Staat bestimmte Verträge, die Private eingehen können, nicht abschließen kann.Google Scholar
  31. 33.
    Zumal einem Staatsunternehmen nicht der Ausweg des Konkurses bleibt.Google Scholar
  32. 34.
    Bergbau, Post.Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Thomas Ehrmann

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