Advertisement

Einleitung

  • Michael Felder
Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 213)

Zusammenfassung

Moden und Trends sind vergänglich. Dies gilt selbst für jene Paradigmen, die wie die Postmoderne ihre Konkurrenz grundlegend zu verdrängen versuchten, am Ende wartet auch hier das Gähnen des Publikums. So formuliert der — über den Vorwurf der Ignoranz und des Dogmatismus sicherlich erhabene — Kulturwissenschaftler Richard Sennett in einem Interview: “Ich kann einfach keinen Artikel über die Politik des Postmodernismus und das transgressive Subjekt mehr lesen. Mir ist auch völlig egal, ob jemand herausgefunden hat, daß Peter Eisenmann jetzt ein Postmoderner der dritten und nicht der vierten Generation ist. Ich bin mir sicher, daß das alles sehr wichtig ist. Aber es ist mir egal.”1 Die Diskussionen um Differenz und Identität stellen für ihn “… nur eine Etappe der politischen Bewußtwerdung und des Ringens um Gleichberechtigung dar. Die nächste Etappe gilt der Ökonomie und der Arbeitswelt.”2

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literaturverzeichnis

  1. 1.
    Ich kann nichts mehr über die Postmoderne lesen. Richard Sennett im Gespräch, in: Freitag vom 16.7.1999.Google Scholar
  2. 2.
  3. 3.
    Vgl. Wagner, Peter, Soziologie der Moderne. Freiheit und Disziplin, Frankfurt/Main; New York 1995.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Beyme, Klaus von, Theorie der Politik im 20. Jahrhundert. Von der Moderne zur Postmoderne, Frankfurt/Main 1991.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. ebd., S. 159.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. ebd., S. 188.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Nürnberger, Christian, Die Machtwirtschaft. Ist die Demokratie noch zu retten?, München 1999.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Körten, David C., When Corporations Rule the World, West Hartford; San Francisco 1995; Klein, Naomi, No Logo. Taking Aim at the Brand Bullies, New York 2001.Google Scholar
  9. 9.
    Greven, Michael Th., Die politische Gesellschaft. Kontingen2 und Dezision als Probleme des Regierens und der Demokratie, Opladen 1999, S. 112.Google Scholar
  10. 10.
    Ebd., S. 110.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Bieling, Hans-Jürgen, Dynamiken sozialer Spaltung und Ausgrenzung. Gesellschaftstheorien und Zeitdiagnosen, Münster 2000. Verantwortlich hierfür sind nach Bieling die “analytische Geringschätzung der Politik und das Selbstverständnis einer unpolitischen Wissen schaff”. Ebd., S. 237.Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. als Überblick: Imbusch, Peter (Hg.), Macht und Herrschaft. Sozialwissenschaftliche Konzeptionen und Theorien, Opladen 1998.Google Scholar
  13. 13.
    Auch die Radikalisierung der Kritik vermag darüber nicht hinwegzutäuschen. Vgl. nur: Kurz, Robert, Schwarzbuch Kapitalismus. Ein Abgesang auf die Marktwirtschaft, Frankfurt/Main 1999.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Türk, Klaus, Die Organisation der Welt. Herrschaft durch Organisation in der modernen Gesellschaft Opladen 1995.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. Coleman, James, Macht und Gesellschaftsstruktur, Tübingen 1979, S. 21 f.; Janning, Frank, Das Politische Organisationsfeld. Politische Macht und soziale Homologie in komplexen Demokratien.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. DiMaggio, Paul J./ Powell, Walter W., The Iron Cage Revisited. Institutional Isomorphism and Collective Rationality in Organizational Fields, in: American Sociological Review 2/1983, S. 147–160.CrossRefGoogle Scholar
  17. 17.
    Vgl. Kneer, Georg, Die Analytik der Macht bei Michel Foucault, in: Imbusch, Peter (Hg), Macht und Herrschaft, Sozialwissenschaftliche Konzeptionen und Theorien, Opladen 1998, S. 239–254; Deleuze, Gilles, Foucault, Frankfurt/Main 1992, insbes. S. 99 ff.Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. Hacking, Ian, Was heißt “soziale Konstruktion”?. Zur Konjunktur einer Kampfvokabel in den Wissenschaften, Frankfurt/Main 1999.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. Leggewie, Claus, Herrschaft, in: Lexikon der Politik, Bd. 1, Politische Theorien, hgg. Von Dieter Nohlen und Rainer-Olaf Schultze, München 1995, S. 180–190, insbes. S. 189.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. Lemke, Thomas, Eine Kritik derpolitischen Vernunft. Foucaults Analysen der modernen Gouver-nementalität, Berlin; Hamburg 1997; Ders., Der Kopf des Königs — Recht, Disziplin und Regierung bei Foucault, in: Berliner Journal für Soziologie 3/1999, S. 415-434.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. Burchell, Graham/ Gordon, Colin/ Miller, Peter (eds.), The Foucault Effect. Studies in Governmentality, London; Toronto; Sydney 1991; Schwarz, Richard (Hg.), Zur Genealogie der Regulation. Anschlüsse an Michel Foucault, Mainz 1994; Bröckling, Ulrich/Krasmann, Susanne/Lemke, Tnomas (Hg.), Gouvemementalität der Gegenwart. Studien zur Ökonomisierung des Sozialen, Frankfurt/Main 2000.Google Scholar
  22. 22.
    Lemke, Thomas/ Krasmann/ Susanne, Bröckling, Ulrich, Gouvernementalität, Neoliberalismus und Selbsttechnologien, in: Bröckling Ulrich/Krasmann, Susanne/ Lemke, Thomas (Hg.), Gouvernementalität der Gegenwart, Studien zur Okonomisierung des Sozialen, Frankfurt/Main 2000, S. 7–40.Google Scholar
  23. 23.
  24. 24.
    Vgl. als Überblick: McKinlay, Alan/ Starkey, Ken (eds.), Foucault, Management and Organization Theory. From Panopticum to Technologies of Self, London 1998.Google Scholar
  25. 25.
    Scott, Alan, Bureaucratic Revolutions and free Market Utopias, in: Economy and Society 1/1996, S. 89–110, hier. S. 95.CrossRefGoogle Scholar
  26. 26.
    Türk Klaus, Organisation und moderne Gesellschaft. Einige theoretische Bausteine, in: Edeling, Thomas/Jann, Wemer/Wagner, Dieter (Hg.), Institutionenökonomie und neuer Institutionalismus. Überlegungen zur Organisationstheorie, Opladen 1999, S. 43-80, hier: S. 57.Google Scholar
  27. 27.
    Bieling, Hans-Jürgen, Dynamiken sozialer Spaltung und Ausgrenzung, a.a. O., S. 232.Google Scholar
  28. 28.
    Aglietta, Michel, Ein neues Akkumulationsregime. Die Regulationstheorie auf dem Prüfstand, Hamburg 2000, S. 21.Google Scholar
  29. 29.
    Vgl. Grahl, John/ Teague, Paul, The Régulation School, the Employment Relation and Financialization, in: Economy and Society 1/2000, S. 160–178.CrossRefGoogle Scholar
  30. 30.
    Diese Zuschreibung von Boyer greift Jessop amüsiert zur Charakterisierung seines eigenen Verhältnisses zur Pariser Regulationsschule auf. Vgl. Jessop, Bob, The Crisis of the National Spatio-Temporal Fix and the Tendential Ecological Dominance of Globalizing Capitalism, in: Internationalloumal of Urban and Regional Research 2/2000, S. 323-360, hier S. 323. Angesichts der Tatsache, daß Bob Jessop zusammen mit Joachim Hirsch in Deutschland wesentlich zur Verbreitung und Popularisierung des Regulationsansatzes beigetragen hat, mag dies aus deutscher Perspektive als ein Fall von “british understatement” gelten. Gleichwohl haben beide Autoren die Regulationstheorie in erster Linie aus der Perspektive eigener (staats-) theoretischer Arbeiten rezipiert.Google Scholar
  31. 31.
    Jessop, Bob, The Crisis of the National Spatio-Temporal Fix …, a.a.O., S. 334 f.Google Scholar
  32. 32.
    Lipietz, Alain, Akkumulation, Krise und Auswege aus der Krise. Einige methodische Überlegungen zum Begriff der Regulation, in: PROKLA 1/1985, S 109–137, hier: S. 114Google Scholar
  33. 33.
    Vgl. zur Unterscheidung von Bürokratie und Bürokratismus: Sultan, Herbert, Bürokratie und politische Machtbildung, in: Sultan, Herbert/Abendroth, Wolfgang, Bürokratischer Verwaltungsstaat und soziale Demokratie, üeiträge zur Staatslehre und Staatsrecht der Bundesrepublik, Hannover, Frankfurt/Main 1955, S. 7-44.Google Scholar
  34. 34.
    Vgl. Castoriadis, Cornelius, Das privatisierte Individuum, in: Le Monde diplomatique vom 13.2.1998, S. 3.Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. Kuttner, Robert, Everything for Sale. The Virtues and Limits of Markets, Chicago 1999.Google Scholar
  36. 36.
    Die Artikulation dieses auch “lebensweltlich” vertrautem Problems erfolgt bisher überwiegend in konservativen Tönen und vermag so Beachtung weit über das eigene politische Spektrum hinaus zu gewinnen. Vgl. Houellebecq, Michel, Elementarteilchen, Köln 1999.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. Deppe, Frank/ Felder, Michael, Zur Post-Maastricht-Krise der Europäischen Gemeinschaften, Arbeitspapier der Forschungsgruppe Europäische Gemeinschaften (FEG) Nr. 10, Marburg 1993.Google Scholar
  38. 38.
    Auf diesen Zusammenhang machte mich vor allem Klaus-Peter Weiner aufmerksam.Google Scholar
  39. 39.
    Die Dissertation von Ho Geun Lee läßt sich (auch) als Zusammenfassung und Bewertung der Arbeit der FEG der letzten Jahre lesen. Vgl. Lee, Ho-Geun, Die Europäische Sozialpolitik im System der Mehrebenenregulation. Vom nationalen keynesianischen Wohlfahrtsstaat zum “europäischen schumpeteriani-schen Leistungsregime”, Studien der Forschungsgruppe Europäische Gemeinschaften (FEG) Nr. 14, Marburg 2000.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Michael Felder

There are no affiliations available

Personalised recommendations