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Optimale Anreizverträge im Grundmodell der Agency-Theorie

  • Robert Gillenkirch
Part of the Beiträge zur betriebswirtschaftlichen Forschung book series (BBF, volume 82)

Zusammenfassung

Wir bleiben im folgenden bei der bisher betrachteten Zwei-Personen-Beziehung im Einperioden-Fall. Allerdings geht es nun nicht mehr um eine Vertragsbeziehung zur Allokation exogen gegebener, nveränderlicher Risiken. Statt dessen wird die Vertragsbeziehung zwischen dem Prinzipal und dem Agenten als Agency-Beziehung und damit als von Interessenkonflikten gekennzeichnet charakterisiert. Die Wahrscheinlichkeitsverteilung über das Ergebnis ist nicht mehr gegeben, sondern kann vom Agenten beeinflußt werden: der Agent kann eine Anstrengung unternehmen, um das Ergebnis bzw. die Wahrscheinlichkeitsverteilung über das Ergebnis zu verändern. Diese Anstrengung führt der Agent allerdings bei Umweltunsicherheit aus: zum Zeitpunkt seiner Anstrengungswahl kennt er nur deren Einfluß auf die Ergebnisverteilung, nicht den eingetretenen Umweltzustand. Die Anstrengung des Agenten ist aus Sicht sowohl des Prinzipals als auch des Agenten “produktiv”: so führt sie bei gegebener pareto-effizienter Risikoteilung immer zu einer Verbesserung der erwarteten Einkommensnutzen beider. Allerdings empfindet der Agent Arbeitsleid: er erleidet Nutzeneinbußen aus Erhöhungen seiner Anstrengung. Diese Nutzeneinbußen stellen fair den Agenten so etwas wie private Kosten dar. Die Initiative für die Vertragsbeziehung zwischen dem Prinzipal und dem Agenten geht vom Prinzipal aus. Der Agent akzeptiert einen vom Prinzipal angebotenen Vertrag nur dann, wenn er ihm einen bestimmten erwarteten Mindestnutzen garantiert (Kooperationsbedingung). Er wählt bei gegebenem Anreizvertrag seine Anstrengung eigennutzenmaximierend (Anreizbedingung).

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1997

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  • Robert Gillenkirch

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