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Reform und Neuorientierung der Vereinten Nationen

  • Sven Bernhard Gareis
  • Johannes Varwick
Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 2243)

Zusammenfassung

Die dramatischen Veränderungen in der internationalen Politik wie auch die offensichtlichen Schwächen und Unzulänglichkeiten der Vereinten Nationen selbst haben dem Thema der Reform der Weltorganisation zu einem prominenten Platz auf der internationalen Agenda verholfen. Die Reform der UNO ist zu einem Dauerbrenner in politischen und politikwissenschaftlichen Debatten geworden (Überblick bei Wolfrum 1989, Dicke 1991, Hüfner 1994, Schütz-Müller 1995, Knapp 1997: 451–472, Unser 1997: 343–357, Varwick 1999: 30–43, Sucharipa 1999). Würde die internationale Gemeinschaft die Vereinten Nationen morgen neu gründen, so VN-Generalsekretär Kofi Annan (2000: Ziff. 352) in seinem Millenniumsbericht, „so würden diese sicherlich anders aussehen als unsere heutige Organisation“. Dabei richtet sich die Frage, ob und wie die Vereinten Nationen reformierbar sind, an erster Stelle an die Mitgliedstaaten, weil nur sie die Macht haben, Veränderungen durchzusetzen. Die UNO ist insofern eine klassische intergouvernementale Organisation, d.h. sie kann nur so weit agieren, wie es die sie tragenden Staaten nach Abwägung der eigenen Interessen gestatten. Gleichzeitig wird von den Vereinten Nationen zunehmend das Füllen einer ordnungspolitischen Lücke in der globalisierten Weltübergangsgesellschaft verlangt, und genau dieser Widerspruch zwischen den realen Möglichkeiten und den oft hochgesteckten Erwartungen erzeugt ein Klima der Überforderung.

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Literatur-und Quellenauswahl

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2002

Authors and Affiliations

  • Sven Bernhard Gareis
    • 1
  • Johannes Varwick
    • 2
  1. 1.Sozialwissenschaftliches Institut der BundeswehrStrausbergDeutschland
  2. 2.Institut für Internationale PolitikUniversität der BundeswehrHamburgDeutschland

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