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Das Instrumentarium im Bereich der Friedenssicherung

  • Sven Bernhard Gareis
  • Johannes Varwick
Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 2243)

Zusammenfassung

Betrachtet man die Charta der Vereinten Nationen im Lichte des in ihrem Art. 1 vertretenen positiven Friedensbegriffes, so fällt auf, dass sich die Festlegungen in den operativen Kapiteln sehr stark auf die Vermeidung bzw. die Beendigung klassischer zwischenstaatlicher Konflikte und Kriege konzentrieren. Ansätze, die auf die nachhaltige Beseitigung der vielfältigen wirtschaftlichen, sozialen oder humanitären Ursachen von Gewalt und Krieg zielen, werden in der Charta demgegenüber eher kursorisch behandelt. Verständlich wird diese Fixierung aus dem durch den Zweiten Weltkrieg geprägten Entstehungszusammenhang der Vereinten Nationen und dem daraus resultierenden Erfordernis, mit der Verdrängung des Krieges aus den internationalen Beziehungen zunächst die notwendige Voraussetzung für die weitere Entwicklung einer umfassenden globalen Friedensordnung zu gewährleisten. Das grundlegende Prinzip, auf dem die Bemühungen der Vereinten Nationen um die Wahrung des Weltfriedens aufbauen, ist das der „kollektiven Sicherheit“. Bevor auf die normative und organisatorische Entwicklung und Ausformung dieses Prinzips durch den Völkerbund und schließlich die Vereinten Nationen eingegangen wird, erscheint es angebracht, den Gedanken der kollektiven Sicherheit zunächst hinsichtlich seiner Voraussetzungen, seiner immanenten Probleme sowie seiner tatsächlichen Möglichkeiten für die globale Friedenssicherung darzustellen und zu diskutieren.

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Literatur-und Quellenauswahl

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2002

Authors and Affiliations

  • Sven Bernhard Gareis
    • 1
  • Johannes Varwick
    • 2
  1. 1.Sozialwissenschaftliches Institut der BundeswehrStrausbergDeutschland
  2. 2.Institut für Internationale PolitikUniversität der BundeswehrHamburgDeutschland

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