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Die Vereinten Nationen zwischen Anspruch und Wirklichkeit

  • Sven Bernhard Gareis
  • Johannes Varwick
Part of the Uni-Taschenbücher book series (UT23, volume 2243)

Zusammenfassung

Die Einhegung und Überwindung der Konkurrenzordnung der Staatenwelt, deren Hauptakteure keine höhere Gewalt über sich anerkennen, hat die Geschichte der internationalen Beziehungen sowohl in praktischer als auch in wissenschaftlicher Hinsicht seit Jahrhunderten geprägt. Die Grundfrage, wie und womit Staaten dazu gebracht werden können, ihre Konflikte mit friedlichen Mitteln zu lösen, ist so alt wie die Entstehung des neuzeitlichen Staatensystems und hat zahlreiche Philosophen von Niccolo Machiavelli (1469–1527) über Immanuel Kant (1724–1804) bis Jürgen Habermas (geb. 1929) beschäftigt und zu ganz unterschiedlichen Antworten geführt (Claude 1970, van der Pijl 1996, Czempiel 1998, Griffiths 1999). Mit der United Nations Organization (UNO bzw. Vereinte Nationen, VN) wurde nach dem Scheitern des Völkerbundes zum zweiten Mal auf politikpraktischer Ebene versucht, die internationale Unordnung zu ordnen, die vielbeschriebenen perils of anarchy zu minimieren und eine globale Organisation mit der Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit zu betrauen. Die Organisation der Vereinten Nationen hat mehr als ein halbes Jahrhundert nach ihrer Gründung (am 24. Oktober 1945 trat ihre Charta in Kraft) ihre Zusammensetzung und Tätigkeitsfelder erheblich ausgeweitet, ohne dass es bisher zu grundlegenden Änderungen in ihrem Gründungsdokument, der Charta, gekommen wäre.

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Literatur-und Quellenauswahl

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Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 2002

Authors and Affiliations

  • Sven Bernhard Gareis
    • 1
  • Johannes Varwick
    • 2
  1. 1.Sozialwissenschaftliches Institut der BundeswehrStrausbergDeutschland
  2. 2.Institut für Internationale PolitikUniversität der BundeswehrHamburgDeutschland

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