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Einleitung

  • Gabor Kiss
Chapter
Part of the Studienbücher zur Sozialwissenschaft book series (WVST, volume 13)

Zusammenfassung

Die vorliegende Abhandlung ist eine historisch orientierte vcrgleichende Analyse gesellschaftstheoretischer Hauptrichtungen: Sie ist aus dem Wunsch entstanden, durdi einen Vergleich der bedeutendsten theoretischen und methodologischen Positionen seit dem 17. Jahrhundert auf Grund schwerpunktmäßliger Selektion sowohl ein Optimum an Orientierungswissen zu vermitteln, als auch neue und gegenwartsbezogene Akzente in der Geschichte soziologischen Denkens zu setzen.

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Literaturverzeichnis

  1. 1.
    Elementarformen sozialen Verhaltens, Köln-Opladen 1968, S. 1.Google Scholar
  2. 2.
    Geplant ist (für 1978) ein dritter Band, der die folgenden Theorieansätze thematisieren soll: Marxismus im Westen, Interaktionstheorie, Politische Psychologie, Kommunikationstheorie und funktional-strukturelle Systemtheorie.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. Luhmann: Moderne Systemtheorien als Form gesamtgesellschaftlicher Analyse, in: Habermas, J. — Luhmann, N.: Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie, Frankfurt a. M. 1971, S. 10 (und S. 10 f.).Google Scholar
  4. 4.
    In den Gleichgewichtstheorien wird der Einfluß der aus der Umweltkomplexität resultierenden systemverändernden Prozesse entweder vom Gesichtspunkt ihrer Kompensierbarkeit oder nur in ihrer Negativität (Störung) aufgefaßt; »Die Theorie der umweltoffenen Systeme — sagt Luhmann — die davon ausgeht, daß Systeme sich nur durch Unterhaltung und selektive Steuerung von Austauschprozessen mit der Umwelt erhalten können (stellen) die Interdependenz von System und Umwelt bereits als etwas Normales (dar), und nicht als Mangel … Kybernetische Systemtheorien, die das Verhältnis zwischen System und Umwelt als eine Differenz in Komplexität begreifen, (sehen) die Umwelt als übermäßig komplex an. Ein System muß, wenn es sich erhalten will, seine eigene Komplexität zu der der Umwelt in ein Verhältnis der Entsprechung (durch verstärkte Selektivität) bringen …« (Habermas — Luhmann, op. cit. S. 10).Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. u. a. auch Freyer, H.: Einleitung in die Soziologie, Leipzig 1931 (S. 28-124); — Barnes, H. E.: An Introduction to the History of Sociology, Chicago 1948; — Bogardus, E.: The Development of Social Thought, 3. Aufl. New-York—London—Toronto 1955; — Martindale, Don: The Nature and Typs of Sociological Theory, Boston 1960; — Heintz, P.: Einführung in die soziologische Theorie, Stuttgart 1962; — Kon, I. S. (UdSSR): Der Positivismus in der Soziologie (1967), Berlin 1968; — Aron, R.: Les étappes de la pensée sociologique, Paris 1967; — Jonas, F.: Die Geschichte der Soziologie, Bd. I–IV, Hamburg 1968. Unter den eher problem-als theoriegeschichtlich konzipierten Einführungen sind u. a. zwei Werke zu erwähnen: Madge, J.: The origins of scientific sociology, London 1963 und Klages, H.: Geschichte der Soziologie, München 1969.Google Scholar
  6. 6.
    Der sowjetische Autor kann u. U. den »Positivismus« als Aushängeschild benutzt haben, um auf diese Weise die Vielfalt »westlichen Gedankengutes« bekanntzumachen. Der Inhalt des Buches spricht für die hohe wissenschaftliche Qualifikation des Autors.Google Scholar
  7. 7.
    Klages geht es darum, »die Soziologiegeschichte gewissermaßen von zwei Hauptfaktoren her zu analysieren: einerseits von der kumulativen Entwicklung innerwissenschaftlicher Standards her; zum anderen von der mitbestimmenden Kraft außerwissenschaftlich-gesellschaftlicher Einfluß-und Formungskräfte her« (Geschichte der Soziologie, München 1969, S. 20). Uns scheint, daß diese an sich wünschenswerte Verbindung auf große praktische Schwierigkeiten stößt: Die »Existenzialgeschichte« der Soziologie kann nur auf Kosten ihrer kumulativ systematischen Strukturierung erfaßt werden. So konnte auch Jonas diesem Problem einer in die Breite gehenden Methode und der damit zusammenhängenden »Zersplitterung« der Soziologie in Nationalsoziologien nicht entgehen (vgl. Anm. 5, B. III, IV). Wir müssen aber daran erinnern, daß wir nicht eine Geschichte der Soziologie, sondern eine Einführung in die wirkungsgeschichtlich relevanten soziologischen Theorien mit Hilfe einer neuartigen Gliederung nach dem oben dargelegten methodologischen Aspekt zu schreiben uns zur Aufgabe machten.Google Scholar
  8. 8.
    Platon leitet die natürlichen Grundlagen der ständischen Schichtung von den »drei Klassen von Naturen«, von der Besonnenheit (— Nährstand), Tapferkeit (— Wehrstand) und von der Klugheit bzw. Einsichtigkeit (— Lehrstand) ab. Ihre Funktionen werden in Analogie zum Organismus mit den Rollen der »Glieder«, der »Brust« und des »Kopfes« verglichen und dadurch legitimiert. — Piaton, Der Staat, 8. Aufl. übersetzt von O. Apelt, — Philosophische Bibliothek, Bd. 80, Hamburg 1961, S. 156 ff.Google Scholar
  9. 9.
    Frauen als prinzipiell gleich vernunftbegabt anzusehen, ist eine Errungenschaft des 20. Jahrhunderts.Google Scholar
  10. 10.
    Luhmann, N.: Moderne Systemtheorien als Form gesamtgesellschaftlicher Analyse, in: Habermas, J. — Luhmann, N.: Theorie der Gesellschaft oder Sozialtechnologie, Frankfurt, a. M. 1971, S. 9.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. hierzu: Brunner,. O.: Neue Wege der Sozialgeschichte, Göttingen 1956, S. 33 ff. — Roeßler, W.: Die Entstehung des modernen Erziehungswesens in Deutschland, Stuttgart 1961, S. 34 ff.Google Scholar
  12. 12.
    Unter »Komplexität« versteht Luhmann »die wachsende Zahl der Möglichkeiten, die durch Systembildung Wirklichkeit werden können« und praktisch einen permanent aktualisierten Selektionszwang auf die Handlungsabläufe ausüben. Komplex ist ein System wenn es umweltoffen ist und die hochgradige Umweltkomplexität durch ständigen Austauschprozeß in sich aufnimmt und in »sinnverwertende Systeme« umwandelt. Vgl. Anm. 3, Vertrauen, Stuttgart 1968, S. 3, usw.Google Scholar

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1972

Authors and Affiliations

  • Gabor Kiss

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