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Untersuchungsgegenstand und Vorgehensweise in abgrenzender Betrachtung

  • Ralf Polan
Part of the Schriftenreihe des Instituts für Kredit- und Finanzwirtschaft book series (KREFI, volume 21)

Zusammenfassung

Der Begriff der Bankloyalität ist im deutschen wirtschaftswissenschaftlichen Schrifttum mit dem Namen Süchting verknüpft. Bereits 1972 hat er in Anlehnung an Erkenntnisse aus der Theorie der Markentreue (im angelsächsischen: brand loyalty) die Bank/Kunde-Beziehung auch unter verhaltenswissenschaftlichen Aspekten betrachtet1. Die Theorie der Bankloyalität ist Teil eines Erklärungsansatzes für das Nachfrageverhalten von Bankkunden2. Süchting versteht darunter die Bereitschaft eines Wirtschaftssubjektes, dauerhaft die Leistungen eines bestimmten Kreditinstitutes nachzufragen3.

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References

  1. 1.
    Süchting (1972), S. 269-300Google Scholar
  2. 2.
    Die Begriffe Bank und Kreditinstitut werden im folgenden synonym verwendet.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. hierzu auch Süchting (1987a), S. 25, sowie Süchting (1991), S. 25 ff.Google Scholar
  4. 4.
    Kotier (1967), S. 1Google Scholar
  5. 5.
    Kotler (1984); in der 6. Aufl. (1988) befinden sich im Unterabschnitt “Sales Force” knapp drei Seiten zu diesem Thema, S. 695-698Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. hierzu insbesondere Diller/Kusterer (1988), S. 211-220. Es ist das Verdienst insbesondere der Vertreter des Investitionsgüter-Marketing, eine Basis für die fundierte Betrachtung der Geschäftsbeziehung geschaffen zu haben; vgl. Engelhardt/ Günter (1981), Backhaus (1990).Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Deutsche Bundesbank (1992), S. 15Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. Soll und Haben 2 (1985), S. 89Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. Soll und Haben 3 (1989), S. 90Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. Soll und Haben 2 (1985), S. 9Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Soll und Haben (1985), S. 9Google Scholar
  12. 12.
    Vgl. hierzu Süchting (1992), S. 465f.Google Scholar
  13. 13.
    Diese Größenordnung gewinnt noch an Gewicht, wenn man berücksichtigt, daß Hypothekendarlehen in dieser Aussage nicht mit einbezogen sind; vgl. Soll und Haben (1985), S. 88Google Scholar
  14. 14.
    Angabe des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Handelsblatt (1992), S. 3Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. Deutsche Bundesbank (1992), S. 15Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. Deutsche Bundesbank (1992), S. 15Google Scholar
  17. 17.
    Vgl. Deutsche Bundesbank (1992), S. 16Google Scholar
  18. 18.
    Vgl. Deutsche Bundesbank (1992), S. 19Google Scholar
  19. 19.
    Eine zusätzliche Steigerung der Geldvermögensbildung ist möglicherweise durch eine zu erwartende Reduzierung der Vermögensbildung im Immobiliensektor zu erwarten. Aufgrund der schrumpfenden Bevölkerung und der steigenden Quote ererbten Grundbesitzes wird die Neubautätigkeit möglicherweise schrumpfen. Das dafür nicht verwendete Kapital wird die Geldvermögensbildung zusätzlich erhöhen.Google Scholar
  20. 20.
    Bereits heute besitzen ein Drittel des gesamten Vermögens Personen, die über 65 Jahre alt sind.Google Scholar
  21. 21.
    Seit 1986 hat das Statistische Bundesamt noch keine neuen Entwicklungszahlen veröffentlicht. Die aufgezeigte Modellrechnung beinhaltet auch Annahmen über jährliche Zuwanderungen und Einbürgerungen. Die Unsicherheit solcher Schätzungen verdeutlichen folgende Zahlen: In der Modellrechnung ging das Statistische Bundesamt für das Jahr 1989 von etwa 50.000 Zuwanderungen/Einbürgerungen aus. Tatsächlich wurden 1989 allein 720.000 Aus-und Umsiedler gezählt (Statistisches Jahrbuch 1991, S. 94). Zusätzlich wären zukünftig die neuen Bundesländer zu berücksichtigen, obwohl die tendenzielle Aussage der Modellrechnung bestehen bleibt, da in der ehemaligen “DDR” seit den sechziger Jahren ein stetiger Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen war (vgl. Zahlenreihe im Statistischen Jahrbuch 1992, S. 50).Google Scholar
  22. 22.
    Vgl. hierzu Rosenstiel/Einsiedler/et al.(1988); auch Kroeber-Riel (1990), S. 583 ff.Google Scholar
  23. 23.
    Säbel (1988), S. 11Google Scholar
  24. 24.
    Diese Entwicklung wird auch in bezug auf Kreditinstitute noch zu würdigen sein. Multioptionalität könnte der Bankloyalität gegenüber einem Kreditinstitut entgegenstehen!Google Scholar
  25. 25.
    Köllhofer (1987), S. 143 ff.Google Scholar
  26. 26.
    Zu denken ist in in diesem Zusammenhang auch an die steigende Zahl von zivilrechtlichen Verfahren, die gegen Kreditinstitute, oft mit Hilfe eines Verbraucherverbandes, angestrengt wurden. Beispielhaft sollen folgende Begebenheiten Erwähnung finden: Bezirkssparkasse Heidelberg (Wertstellungspraxis), vgl. o.V. (1988), S. 143-147; Württembergische Kreditanstalt, Stuttgart (Verrechnung von Hypotheken-Annuitäten), vgl. Heemann (1988), S. 84.Google Scholar
  27. 27.
    Vgl. hierzu die Aktivitäten der Noris-Verbraucherbank, der Quelle-Bank sowie der Augsburger Aktienbank. In den Niederlanden existiert bereits seit 1985 eine eigenständige Direkt-Bank; vgl. auch Alles (1987), S. 95 ff.Google Scholar
  28. 28.
    Daß möglicherweise eine Refinanzierung der Branche über den Kapitalmarkt und den Bankensektor erfolgt, dürfte für die lokale Volksbank oder Sparkasse wohl von geringem Interesse sein. Sie ist an solchen Transaktionen nicht beteiligt und spürt nur das geringere Potential für ihr Aktivgeschäft mit der privaten Kundschaft.Google Scholar
  29. 29.
    So wurde zum Beispiel bei Ford (Deutschland) im ersten Halbjahr 1986 jedes dritte Neufahrzeug im eigenen Hause finanziert (einschließlich Leasing). Bei Fiat (Deutschland) machte der Anteil sogar 49,6% aus. Vgl. Jocham (1987), S. 9Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. Massfeller (1992), S. 18 ff.Google Scholar
  31. 31.
    Diese Fragestellungen werden in einer mittlerweile ausführlichen Literatur insbesondere vor dem Hintergrund der sogenannten Allfinanz-Diskussion behandelt. Vgl Seifert (1986), Zügel (1986), Priewasser (1986), Süchting (1987), Süchting (1988)Google Scholar
  32. 32.
    An dieser Stelle geht es zunächst um eine grundsätzliche Betrachtung. Zur Differenzierung vergleiche die potentialorientierte Zielgruppenbildung im Kapitel II.C.Google Scholar
  33. 33.
    Vgl. auch Epple (1990), S. 419 ff.Google Scholar
  34. 34.
    Vgl. Epple (1991), S. 544 ff.Google Scholar
  35. 35.
    Zum Beispiel Soll und Haben (1980), Soll und Haben 2 (1984) und Soll und Haben 3 (1989)Google Scholar
  36. 36.
    Dieses Material wird aus Gründen der Vertraulichkeit nicht mit einer exakten Quellenangabe versehen.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. Süchting (1992), S. 120Google Scholar
  38. 38.
    Zu nennen sind hier insbesondere Scheuch (1982), Meyer (1983), Ernenputsch (1986), Corsten (1985), Corsten (1988)Google Scholar
  39. 39.
    Im folgenden soll unter dem Kundenverhalten immer das Bankkundenverhalten verstanden werden. Dies erfolgt in Abgrenzung zum Konsumentenverhalten. Damit soll eine grundsätzliche Trennung beider Gruppen hergeleitet werden. Eine Aussage über grundsätzlich unterschiedliche Verhaltensweisen ist damit nicht gemeint.Google Scholar
  40. 40.
    Copeland (1923), S. 287-289Google Scholar
  41. 41.
    Vgl. hierzu u.a. Kroeber-Riel (1984), S. 335; Weinberg (1977), S. 12; Engel/Kollat/et al. (1973), S. 547; Jacoby/Chestnut (1978), S. 1; die ausführlichste Diskussion findet sich bei Nolte (1976).Google Scholar
  42. 42.
    Schaar (1968), S. 484Google Scholar
  43. 43.
    Kaase(1980), S. 111Google Scholar
  44. 44.
    Vgl. Kaase (1980), S. 112Google Scholar
  45. 45.
    Ein Verzicht auf den Treuebegriff im Wirtschaftsleben erscheint uns nicht opportun. Die Begriffsverwirrung würde gesteigert werden, da sich auch im angelsächsischen mit der “loyalty” das Pendant findet. Im übrigen stellt uns die deutsche Sprache keine adäquate Alternative zur Verfügung.Google Scholar
  46. 46.
    Vgl. hierzu Süchting (1972), S. 269Google Scholar
  47. 47.
    Seitz (1976), S. 7Google Scholar
  48. 48.
    So zum Beispiel Seitz (1976) und Witt (1986), S. 20.Google Scholar
  49. 49.
    Bei Seitz (1976) werden die Nachteile einer solchen Vermischung offensichtlich. So stellt er die These auf, daß “fur die Loyalität …(eines Bankkunden, der Verf.) ähnliche Motive zu unterstellen sind wie für die Bankwahl” (S. 214). Obwohl er an anderer Stelle selbst die Bedeutung der Lerntheorie erörtert, geht er auf den damit verbundenen unterschiedlichen Informationsstand oder situative Einflußfaktoren beim Abbruch einer Bankverbindung nicht ein.Google Scholar
  50. 50.
    Delamaide (1984), S. 98, Arbeitskreis “Finanzierung” (1988), S. 741 f., Terrahe (1988), S. 145 ff.Google Scholar
  51. 51.
    Süchting (1992), S. 425Google Scholar
  52. 52.
    Süchting (1992), S. 425Google Scholar
  53. 53.
    Süchting (1992), S. 6 ff.Google Scholar
  54. 54.
    Vgl. hierzu auch die Abb. 12, S. 45Google Scholar
  55. 55.
    Die Auswahl der Kriterien ist auf Seitz (1977), zurückzuführen; vgl. die eingehende Betrachtung im Kapitel IV.B. 1.3.Google Scholar
  56. 56.
    Diverse Quellen zitiert bei Süchting (1991), S. 33Google Scholar
  57. 57.
    Vgl. Soll und Haben 3, S. 93 (Die Angaben beziehen sich auf die höchste untersuchte Einkommensklasse-persönliches Monatseinkommen DM 4.000 und mehr-)Google Scholar
  58. 58.
    Diverse Quellen zitiert bei Süchting (1991), S. 33Google Scholar
  59. 59.
    Vgl. Soll und Haben 3, S. 91Google Scholar
  60. 60.
    Interne Marktforschungsanalyse einer deutschen Großbank. 61 Witt (1986), S. 20-23Google Scholar
  61. 61.
    Witt (1986), S. 21; zum gleichen Ergebnis kommt die interne Studie einer deutschen Großbank. Weitere Studien, die insbesondere einen Zeitvergleich ermöglichen, sind dem Verfasser nicht bekannt.Google Scholar
  62. 62.
    Die Angaben sind empirisch gesichert. Der Verfasser bezieht sich auf eine interne Studie eines Kreditinstituts.Google Scholar
  63. 64.
    Süchting (1972), S. 269-300Google Scholar
  64. 65.
    Vgl. S. 9 ff. dieser ArbeitGoogle Scholar
  65. 66.
    Hier sind insbesondere zu nennen Süchting (1972), S. 269-300; Süchting (1987), S. 23-26; Süchting (1991), S. 16-20; Süchting/Boening (1971), S. 364-370Google Scholar
  66. 67.
    Vgl. insbesondere Kapitel IV.B. 1.3. dieser Arbeit.Google Scholar
  67. 68.
    Vgl. zur Literatur über die Bankloyalität auch die Synopse im Kapitel IV.B. 1. dieser ArbeitGoogle Scholar
  68. 69.
    Vgl. insbesondere Meffert (1986); Nieschlag/Dichtl/Hörschgen (1988); Kotler (seit (1967 in diversen Auflagen; zuletzt 6. Aufl., 1988)Google Scholar
  69. 70.
    Vgl. insbesondere Lovelock (1984), Scheuch (1982), Corsten (1988), Grönroos (1990)Google Scholar
  70. 71.
    Hier sind zu nennen Engelhardt/Günter (1981), Jackson(1985), Backhaus (1990)Google Scholar
  71. 72.
    Vgl. den grundlegenden Beitrag von Schoch (1969) sowie Kirsch/Kutschker/Lutschewitz (1980), Diller/Kusterer (1988), S. 211-220, Plinke (1989), S. 305-325Google Scholar
  72. 73.
    Vgl. in der Übersicht Frey (1978) und Roth (1984) sowie bankbezogen Fliegner (1987).Google Scholar
  73. 74.
    Vgl. Festinger (1957), Bergler (1963), Irle (1975) und Lefrancois (1976)Google Scholar
  74. 75.
    Kroeber-Riel (1990, in der 4. Auflage; die 1. Auflage erschien 1975)Google Scholar
  75. 76.
    Vgl. Howard/Sheth (1969), Engel/Kollat/Blackwell (1973), Howard (1977), Rosenstiel/Ewald (1979), Bruhn (1982), Bänsch (1985)Google Scholar
  76. 77.
    Vgl. Matthes (1966), Nolte (1976), Jacoby/Chestnut (1978). Andere Schwerpunkte legten zum Beispiel Kuhlmann (1970) (Informationsverhalten); Wells (1974) und Banning (1987) (Lebensstilanalyse); Hammann/Schuchard-Ficher (1980), S. 155-161 (Nachkaufdissonanzen); Dieterich (1986) (Habitualisierung); Brüne (1989) (Memungsführerschaft)Google Scholar
  77. 78.
    Vgl. hierzu Dreyer (1974), Strebel (1975), Andritzky (1976), Hammann/Erichson (1978, 2. Auflage 1990)Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Ralf Polan

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