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Aufgaben der Forschung

  • Rudolf Morsey
Chapter
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Part of the Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften book series (VG, volume G 202)

Zusammenfassung

Damit möchte ich zu Beginn des letzten Teils meines Referats die bisher zurückgestellte Frage beantworten: Welche Konsequenzen ergeben sich angesichts der gekennzeichneten Problematik für die innere Glaubwürdigkeit dieser „Memoiren“, die eine wichtige, jedoch in den einzelnen Teilen nicht gleichmäßig zu bewertende zeitgeschichtliche Quelle bilden? Für ihre Kritik sind nicht nur die seit langem zugänglichen einschlägigen amtlichen Akten144 und Quelleneditionen sowie Brünings noch nicht ausgewertete Briefe heranzuziehen, sondern auch diejenigen Stellungnahmen, die inzwischen in größerer Zahl von ehemaligen Mitarbeitern Brünings und von ihm befreundeten Persönlichkeiten im In- und Ausland vorliegen145.

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Literatur

  1. 144.
    Für 1976 ist in der Reihe „Akten der Reichskanzlei. Weimarer Republik“(Boppard 1968ff.) die Publikation der Akten aus der Reichskanzlerzeit Brünings im Bundesarchiv Koblenz in drei Bänden vorgesehen, bearbeitet von Tilman P. Koops. Google Scholar
  2. 145.
    R.R. Beer, A.Brecht, W. Fonk (†), E. Föhr, E.Hamburger, J. Hofmann (†), J. Kannengießer, H. Krone, H. Pünder, J. Schauff, G. N. Shuster, G. R. Treviranus (†), A. Wegmann, J. Wheeler-Bennett. Dazu vgl. K. Gotto, Brüning in der Diskussion (s. Anm.64), S. 112f.Google Scholar
  3. 146.
    Druck (s. Anm. 13), S. 193, 196.Google Scholar
  4. 147.
    So am 23. September 1957 an Otto A. Friedrich. Vgl. auch sein Vorwort zu den „Memoiren“, S. 12f.Google Scholar
  5. 148.
    Vgl. J. Wheeler-Bennett, The End of the Weimar Republic (s. Anm. 10), S. 369.Google Scholar
  6. 149.
    Vgl. E. Hamburger: „Kein Mithandelnder in verantwortlicher Stellung, kein Schriftsteller oder Gelehrter der damaligen Zeit hat in den Memoiren den Brüning gefunden, den er selbst gekannt zu haben glaubte.“ (S. Anm. 47), S. 38.Google Scholar
  7. 150.
    So am 22. März 1951 an Joachim v. Ostau. Nach einer Feststellung in der Brüning-Biographie von Alphons Nobel (Leipzig 1932, S. 22), der Brüning von der gemeinsamen Arbeit im DGB her gut kannte, entsprach es dessen Neigung, weder die Mitwelt noch die Nachwelt in die „letzten Beweggründe der eigenen Politik“sehen zu lassen.Google Scholar
  8. 151.
    In memoriam Brüning, in: Anzeiger für die katholische Geistlichkeit (Freiburg i. Br.) 80, 1971, S. 169, 171.Google Scholar
  9. 152.
    Vgl. Rudolf Morsey, Die Deutsche Zentrumspartei, in: Das Ende der Parteien 1933, S. 362 Anm. 56, wo andere Teile dieses Eßer-Briefes vom Juli 1947 an Christine Teusch verarbeitet worden sind.Google Scholar
  10. 153.
    Nach einer mündlichen Auskunft von Gottfried R. Treviranus (†) vom 28. Mai 1971 hat Brüning in der Emigration zunächst einen „völlig gebrochenen Eindruck“gemacht.Google Scholar
  11. 154.
    Vgl. G. R. Treviranus, Für Deutschland im Exil, S. 90 (für 1936/37). Vgl. ferner G. N. Shuster, In Amerika und Deutschland (s. Anm. 11), S. 161: „Das Exil […] kann sogar die Substanz eines starken Mannes zerstören.“Brünings Briefe sind voll von Hinweisen auf seinen schlechten Gesundheitszustand. In die Briefauswahl-Edition sind nur sehr wenige einschlägige Stellen aufgenommen worden.Google Scholar
  12. 155.
    In seiner Rede in Chicago. Druck (s. Anm. 13), S. 193.Google Scholar
  13. 156.
    An Rudolf Pechel. Briefe II, S. 72.Google Scholar
  14. 157.
    An Patrick Barry. Briefe II, S. 342.Google Scholar
  15. 158.
    Zitiert bei Th. A. Knapp, Heinrich Brüning im Exil (s. Anm. 6), S. 102 Anm. 38.Google Scholar
  16. 159.
    So am 8. Juli 1939 an Anna Herzog. Briefe I, S. 274.Google Scholar
  17. 160.
    So am 4. Dezember 1949 an Gustav Olef.Google Scholar
  18. 161.
    So Gisela v. Alvensleben in ihrem Leserbrief in Publik (s. Anm. 51) und in schriftlichen Auskünften an mich.Google Scholar
  19. 162.
    Dazu vgl. Tilman P. Koops, Heinrich Brünings „Politische Erfahrungen“, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 24, 1973, S. 202f.Google Scholar
  20. 163a.
    Dazu vgl. neuerdings H. Weichmann, Kritische Bemerkungen zu den Briefen Brünings an Sollmann (s. Anm. 91), S. 459f.,Google Scholar
  21. 163b.
    sowie E. Hamburger (s. Anm. 47), S. 33f.Google Scholar
  22. 164.
    Am 10. Dezember 1955 sprach Brüning (an Günter Joël) davon, daß er seine Erinnerungen vor 20 Jahren „unter dem frischen Eindruck der Erlebnisse“diktiert habe.Google Scholar
  23. 165.
    Mündliche Mitteilungen von Herrn Klaus Dohrn, dem Brüning dieses Faktum während der gemeinsamen amerikanischen Emigrationszeit mitgeteilt hat.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1975

Authors and Affiliations

  • Rudolf Morsey

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