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Zielsetzung und Fragestellung

  • Rudolf Morsey
Chapter
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Part of the Rheinisch-Westfälische Akademie der Wissenschaften book series (VG, volume G 202)

Zusammenfassung

Anfang November 1970 wurden Brünings „Memoiren 1918–1934“ von der Deutschen Verlags-Anstalt in Stuttgart veröffentlicht. Sie erreichten innerhalb kurzer Zeit eine Bestseller-Auflagenhöhe und liegen seit 1972 auch in einer zweibändigen Taschenbuchausgabe vor. Selten ist das Erscheinen von Lebenserinnerungen eines Reichskanzlers mit größerer Spannung erwartet worden. Schon der Tod des 84jährigen Brüning am 30. März 1970 hatte eine lebhafte öffentliche Anteilnahme ausgelöst. Aber erst die Diskussion seiner „Memoiren“ ergab, daß und wie sehr Persönlichkeit und Politik des Reichskanzlers in den Jahren der Wirtschafts- und Staatskrise 1930–1932 noch umstritten waren. Zu dicht folgte auf den Sturz des Zentrumspolitikers (30. Mai 1932) die „Machtergreifung“ Hitlers.

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Literatur

  1. 8.
    Von der Ausnahme (Klaus Gotto) wird noch die Rede sein (s. Anm. 64). In meiner Rezension in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 5. November 1970 bin ich seinerzeit auf die Frage der Quellengrundlage und Genesis nicht eingegangen, da diese Besprechung, am Tage der „Memoiren“-Publikation erschienen, auf Grund eines Vorausexemplars (Umbruchkorrektur) geschrieben werden mußte, in der das „Nachwort“ des bzw. der Herausgeber fehlte, von dem entsprechende Aufschlüsse erwartet werden konnten.Google Scholar
  2. 9a.
    Charakteristisch dafür ist der Schlußsatz des Aufsatzes von Gerhard Schulz, Erinnerungen an eine mißlungene Restauration. Heinrich Brüning und seine Memoiren, in: Der Staat 11, 1972, S. 81: „Seine Ansichten und Handlungen hat er [Brüning] rückhaltlos offengelegt, womit er nun auch manche Version, die seine erste öffentliche Nachkriegsäußerung [1947] erzeugt hat, posthum revidiert.“Google Scholar
  3. 9b.
    Ähnlich bereits vorher Karl Dietrich Bracher: „Es besteht kaum Anlaß, die sachliche Korrektheit der meisten faktischen Angaben und auch der Gesprächsresümees zu bezweifeln.“ Brünings unpolitische Politik und die Auflösung der Weimarer Republik, in: Vierteljahrsh. für Zeitgesch. 19, 1971, S. 115.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1975

Authors and Affiliations

  • Rudolf Morsey

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