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Erfahrungen mit Volksabstimmungen zu Sachfragen - Erfordernisse und Ergebnisse kategorialer Differenzierung

  • Jürgen Fijalkowski
Chapter
Part of the Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin book series (SZFB, volume 70)

Zusammenfassung

In der Bundesrepublik scheint der atmosphärische Druck zu steigen, der veranlaßt, nach verfassungspolitischen Innovationen zu suchen. Diese Behauptung ist zwar nur eine Vermutung. Aber sie läßt sich begründen: Die Zahl der Wechselwähler und der NichtWähler steigt. Es gibt eine schwelende Unzufriedenheit mit den Parteien. Sie richtet sich gegen deren Tendenzen, sich als Staatsparteien zu etablieren. Viele Bürger fühlen sich durch die Art, wie Politik gemacht wird, in ihren Interessen nicht genügend berücksichtigt. Sich mit einer Partei zu identifizieren, verliert an Attraktivität. Denn die Alternativen, die die Parteien sowohl mit ihren Generalprogrammen als auch mit ihren Wahlprogrammen bieten, wirken angesichts der Vielfalt der Interessenlagen, Betroffenheiten und Überzeugungen mündiger Bürger entweder zu schwammig oder zu selektiv.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1993

Authors and Affiliations

  • Jürgen Fijalkowski

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