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Arbeitslosigkeit und Vollbeschäftigung in der Bundesrepublik

  • Manfred G. Schmidt
Part of the Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin book series (SZFB, volume 70)

Zusammenfassung

Die Arbeitslosenquote in der Bundesrepublik Deutschland verläuft bekanntlich entlang einer U-Kurve. Zu Beginn der 50er Jahre ist sie sehr hoch. Sie hegt bei rund zehn Prozent1. In den fünfziger Jahren nimmt sie stetig ab. Spätestens 1960 erreicht sie die Vollbeschäftigung, sofern man hierunter eine Arbeitslosenquote von weniger als zwei Prozent versteht. Bis 1966/67 herrscht Vollbeschäftigung. Dann kommt die erste Rezession in der Geschichte der Bundesrepublik. Die Arbeitslosenquote wird hierdurch auf über zwei Prozent gehoben. Anschließend sinkt sie wieder auf das Vollbeschäftigungsniveau. Mit dem Ölpreisschock von 1973 beginnt eine neue Ära. Die wirtschaftliche “Trendwende”2 erfaßt die Bundesrepublik Deutschland mit voller Wucht. Die Arbeitslosenquote beginnt zu steigen und verharrt bis Ende der siebziger Jahre auf mittelhohem Niveau. Ende der siebziger und Anfang der achtziger Jahre klettert sie bis zu dem Plateau, das zu Beginn der fünfziger Jahre Ausgangspunkt für ihre Talfahrt war (vgl. Schaubild 1).

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Literatur

  1. 1.
    Die Arbeitslosenquote wird hier gemessen durch den Anteil der registrierten Erwerbslosen an der Gesamtzahl der abhängigen Erwerbspersonen (abhängige Erwerbstätige und registrierte Arbeitslose). Quelle: Monatsberichte der Deutschen Bundesbank, 40. Jg. 1988, H. 5, S. 17.Google Scholar
  2. 2.
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    Vgl. hierzu u.a. Elmar Altvater/Jürgen Hoffman/Willi Semmler, Vom Wirtschaftswunder zur Wirtschaftskrise, Berlin: Olle und Wolter 1979;Google Scholar
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  8. 5.
    Vgl. beispielsweise Michael Bolle, Die eiskalte Hand des Marktes und angemessene Möglichkeiten, in: Michael Bolle/Peter Grottian (Hrsg.), Arbeit schaffenjetzt, Reinbek: Rowohlt 1983, S. 20–36. Zu einer vorübergehenden Entkoppelung zwischen Beschäftigungswachstum und Wirtschaftswachstum bzw. zwischen Veränderung der Arbeitslosenquote und Wirtschaftswachstum kommt es in der Bundesrepublik immer nur in der Zeit unmittelbar nach dem Durchgang durch eine tiefe Rezession. 1976 und 1977 sind hierfür gute Beispiele, man findet aber Parallelen auch in früheren Rezessionen (z.B. in den 60er Jahren). Vgl. hierzu auch das Schaubild 2. Mitverantwortlich für die vorübergehende “Entkoppelung” ist vor allem die Praxis der Personalpolitik im privatwirtschaftlichen Sektor, die in der Rezession zunächst auf Hortung qualifizierter Arbeitskräfte und nach dem Ende der Rezession zunächst auf Ausschöpfung des innerbetrieblich akkumulierten Arbeitskräftepotentials setzt, sowie die Personalpolitik im staatlichen Sektor, die im ersten Abschnitt eines Konjunkturaufschwungs eher zurückhaltend ist.Google Scholar
  9. 6.
    Die im Schaubild 2 veranschaulichten Zusammenhänge werden durch eine statistische Analyse der Veränderung des Arbeitsplatzangebotes (Y) im Gefolge des Wirtschaftswachstums (BSP) und eines Terms für Post-Krisenjahre (PKJ) voll bestätigt. Die diesbezüglich wichtigste Schätzformel für die Jahre 1951 – 1987 lautet: Y= −341000 + 1124000(BSP) − 298000(PKJ) t = 8.5 t = 2.0 R2 = 0.69, Durbin Watson: 1.28, wobei Y = Veränderung des Arbeitsplatzangebots (Differenz der Summe von Anzahl der Erwerbstätigen und Anzahl der offenen Stellen gegenüber der entsprechenden Summe aus dem Vorjahr), BSP = Prozentveränderung des Bruttosozialprodukts in Preisen von 1980, und PKJ = Dummy-Variable für Post-Krisenjahre (1968, 1976, 1983), d.h. für die Jahre, in denen aufgrund der in Krisenjahren praktizierten Personalpolitik im öffentlichen und im privaten Wirtschaftssektor nur relativ wenige zusätzliche Arbeitskräfte eingestellt werden. Auch wenn die Daten mit kleineren Autokorrelationsproblemen behaftet sind, lassen sich doch Richtung und Größe des Zusammenhangs ziemlich zuverlässig schätzen: Bei sonst gleichen Bedingungen erzeugt ein Prozentpunkt zusätzlichen Wachstums des Sozialprodukts eine Zunahme der Anzahl der Arbeitsplätze um rund 112000, und zusätzlich kommt in den Post-Krisenjahren ein negativer Beschäftigungseffekt von knapp 300000 Arbeitsplätzen zum Tragen. Die Daten stammen aus: Monatsberichte der Deutschen Bundesbank, 40. Jg. 1988, H. 5, S. 17 und Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Jahresgutachten 1987/88, Stuttgart/Berlin/Köln/Mainz: Kohlhammer 1987, S.288. Auch andere Studien bestätigen die vorgestellte These. Systematische positive Zusammenhänge zwischen der jährlichen Veränderung der Arbeitslosenquote und Indikatoren der Lohnpolitik (insbesondere Veränderung der Lohnstückkosten sowie bereinigte Lohnquote) sind nachgewiesen bei Gaby von Rhein, Vollbeschäftigung und Arbeitslosigkeit in der Bundesrepublik Deutschland, Heidelberg (Magisterarbeit) 1989.Google Scholar
  10. 7.
    Klaus-Dieter Schmidt, Mehr Marktwirtschaft — mehr Raum. Strukturwandel in den “Wirtschaftswunderjahren”, in: Das Parlament, Nr. 38, 16.9.1988, S. 2.Google Scholar
  11. 8a.
    Vgl. Douglas A. Hibbs Jr., The American Political Economy, Cambridge, Mass., Harvard University Press 1987;Google Scholar
  12. 8b.
    D. A. Hibbs Jr., The Political Economy of Industrial Democracies, Cambridge, Mass.: Harvard University Press 1987;Google Scholar
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  14. 9a.
    Aus Platzgründen kann hier nur pauschal auf die wichtigsten Hypothesen verwiesen werden: die Machtverteilungsthese (je stärker die organisierte Arbeiterbewegung desto größer die Wahrscheinlichkeit der Vollbeschäftigung, vgl. beispielsweise Walter Korpi, The Democratic Class Struggle, London: Routledge & Kegan Paul 1983), die Korporatismusthese (je korporatistischer, desto größer die Chance der erfolgreichen Bewältigung von Beschäftigungsproblemen,Google Scholar
  15. 9b.
    vgl. z.B. Manfred G. Schmidt, Wohlfahrtsstaatliche Politik unter bürgerlichen und sozialdemokratischen Regierungen, Frankfurt a.M./New York: Campus 1982), die Konzertierungsthese (je stärker die Fähigkeit zur jeweils problemgerechten Konzertierung, desto größer die Wahrscheinlichkeit, beschäftigungspolitische Krisen zu verhindern,Google Scholar
  16. 9c.
    vgl. z.B. Fritz W. Scharpf, Sozialdemokratische Krisenpolitik, Frankfurt a.M./New York: Campus 1987),Google Scholar
  17. 9d.
    die These vom “schleichenden Sozialismus” als Wurzel wirtschaftspolitischen Übels (z.B. Erich Weede, Verteilungskoalitionen, Staatstätigkeit und Stagnation, in: Politische Vierteljahresschrift, 27. Jg. 1986, H. 2, S. 222–236) und die These vom institutionalisierten Vollbeschäftigungswillen als Voraussetzung für dauerhaften Erfolg in der Beschäftigungspolitik bei Göran Therborn, Arbeitslosigkeit, Hamburg: VSA 1985. Im Gegensatz hierzu kommt jedoch den (politisch-ökonomischen) Hypothesen relativ viel Erklärungskraft für die fünfziger sowie für die siebziger und achtziger Jahre zu, die die wirtschaftliche Entwicklung der Handelspartnernationen explizit als Erklärungsvariable berücksichtigen.Google Scholar
  18. 9e.
    Wegweisend hierfür — jedoch ohne Analyse der fünfziger Jahre — James E. Alt, Political Parties, World Demand and Unemployment: Domestic and International Sources of Economic Activity, in: American Political Science Review, 79. Jg. 1985, H. 4, S. 1016–1040Google Scholar
  19. 9f.
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  20. 10.
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  21. 11.
    Vgl. Manfred G. Schmidt, The Politics of Labour Market Policy, in: Francis G. Castles/Franz Lehner/Manfred G. Schmidt (Hrsg.), Managing Mixed Economies, Berlin/New York: De Gruyter 1987, S. 4–53.Google Scholar
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  24. 12c.
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  25. 13a.
    Vgl. Scharpf, Krisenpolitik (Anm. 9);Google Scholar
  26. 13b.
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  27. 13c.
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  28. 14.
    Mancur Olson, The Rise and Decline of Nations, New Haven/London: Harvard University Press 1982.Google Scholar
  29. 15a.
    Das Schlüsselkonzept “Verteilungskoalitionen” wird durch eine überaus problematische Hilfskonstruktion — eine indirekte Messung über das Alter einer politischen Ordnung — erfaßt. Das aber ist eine “meßtheoretische Krücke” (Gerhard Lehmbruch, Die Messung des Einflusses von “Verteilungskoalitionen”: Zu Weedes Überprüfung von Olsons Stagnationshypothese, in: Politische Vierteljahresschrift, 27Jg. 1986, H. 4, S. 415–419), die ihrerseits empirisch nicht überprüft wird.Google Scholar
  30. 15b.
    Auch Weedes Weiterentwicklung von Olsons Ansatz führt hier nicht weiter (Vgl. Weede, Verteilungskoalitionen [Anm. 9]). Weede mißt die Stärke der Verteilungskoalitionen mittels des Alters der Demokratie. Er verwechselt parlamentarische Demokratie mit liberaler Vereinigungsfreiheit (vgl. Lehmbruch, Messung). Obendrein kommt die Arbeitsmarktverfassung nur aus der — verkürzten — Perspektive von sich häufenden Rigiditäten ins Bild. Ein Großteil der Politik bleibt überhaupt außerhalb des Blickfeldes.Google Scholar
  31. 15c.
    Zu Unrecht spielen beispielsweise Politiker, Bürokraten und Wähler und Interdependenzen zwischen ihnen (“vote power” [McLean]) in Olsons Szenario noch nicht einmal Nebenrollen (Ian McLean, Public Choice. An Introduction, Oxford: Basil Blackwell 1987).Google Scholar
  32. 16a.
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  33. 16b.
    umfassender: Burkart Lutz, Der kurze Traum immerwährender Prosperität, Frankfurt a.M./New York: Campus 1984.Google Scholar
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  35. 18a.
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  36. 18b.
  37. 19.
    Lampert, Wirtschaft (Anm. 16), S. 718.Google Scholar
  38. 20.
    Vgl. Scharpf, Krisenpolitik (Anm. 13).Google Scholar
  39. 21.
    Elmar Altvater/Kurt Hübner, Das Geld einer mittleren Hegemonialmacht — ein kleiner Streifzug durch die ökonomische Geschichte der BRD, in: Probleme des Klassenkampfs, 18. Jg. 1988, H. 4, S. 6–36.Google Scholar
  40. 22.
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  41. 23.
    Im folgenden stütze ich mich besonders auf Heinz-Peter Spahn, Bundesbank und Wirtschaftskrise — Geldpolitik, gesamtwirtschaftliche Finanzierung und Vermögensakkumulation der Unternehmen 1970–1987, Regensburg: Transfer Verlag 1988.Google Scholar
  42. 24.
    Bundesbankpolitik 1970–1987, in: WZB-Mitteilungen, Nr. 42, Dez. 1988, S. 18–20, hier S.18.Google Scholar
  43. 25.
    Vgl. Carola Bielfeldt, Rüstungsausgaben und Staatsinterventionismus, Frankfurt a.M./New York: Campus 1971, S. 88–89.Google Scholar
  44. 26.
    Vgl. Lutz, Der kurze Traum (Anm. 16).Google Scholar
  45. 27a.
    Vgl. für andere Karl Hardach, The Political Economy of Germany in the Twentieth Century, Berkeley/Los Angeles/London: University of California Press 1980, der die Wirtschaftspolitik dieser Jahre als “solidly probusiness” (S. 174) kennzeichnet,Google Scholar
  46. 27b.
    sowie Hans-Peter Schwarz, Die Ära Adenauer. Epochenwechsel. 1957–1963, Stuttgart/Wiesbaden: Deutsche Verlags-Anstalt, F.A. Brockhaus, 1983, S. 340–341.Google Scholar
  47. 28a.
    Vgl. Schmid, Arbeitsmarktpolitik im Wandel (Anm. 13);Google Scholar
  48. 28b.
    Günther Schmid/Bernd Reissert/Gert Bruche, Arbeitslosenversicherung und aktive Arbeitsmarktpolitik, Berlin: edition sigma 1987.Google Scholar
  49. 29a.
    Vgl. Michael Bruno, Aggregate Supply and Demand Factors in OECD Unemployment: An Update, in: Economica, Supplement, 53. Jg. 1986, S. S35–S52. Man wird den Bundesregierungen jedoch zugute halten müssen, daß aufgrund der institutionellen Bedingungen für Wirtschaftspolitik hierzulande die Chance für eine rasche, variable, kräftig dosierte Konjunkturpolitik immmer schon gering war. Ihr standen unter anderem die fragmentierte Staatsstruktur der Bundesrepublik, die auseinanderstrebenden Interessen der einzelnen öffentlichen Haushalte, aber auch die wirtschaftspolitische Philosophie der Bundesbank samt ihrer institutionellen Autonomie im Wege. Hinzu kam die weitgehend prozyklisch wirkende Politik der Bundesanstalt für Arbeit, die ihrerseits Ausdruck institutioneller Schwachstellen der Arbeitsmarktpolitik ist.Google Scholar
  50. 29b.
    Vgl. für letzteres die in Anm. 28 aufgeführten Arbeiten von G. Schmid u.a. und für ersteres insbesondere Scharpf, Krisenpolitik (Anm.9).Google Scholar
  51. 30.
    Vgl. Ronald Inglehart, The Silent Revolution, Princeton: Princeton University Press 1977.Google Scholar
  52. 31.
    Repräsentativ für die Sichtweise in dieser Periode: Werner Kaltefleiter, Wirtschaft und Politik in Deutschland, Köln: Verlag Wissenschaft und Politik 1966.Google Scholar
  53. 32.
    Der Bundesminister für Wirtschaft/Der Bundesminister für Finanzen, Erweiterung des konjunkturpolitischen Instrumentariums, Anlage 1 zum Nachtrag zum Bericht über die Wirtschaftsentwicklung im Jahre 1963 und die Aussichten für 1964 (Wirtschaftsbericht 1964), in: Bundestags-Drucksache IV/1752 v. 8.6.1964.Google Scholar
  54. 33.
    Shonfield, Capitalism (Anm. 12), S. 63.Google Scholar
  55. 34.
    Instruktiv hierfür ist die folgende Meldung: “Mit einiger Besorgnis haben die westdeutschen Statistiker jetzt ermittelt, daß das Sozialprodukt der Bundesrepublik im vergangenen Jahr (1953) nur um 5.5 Prozent gewachsen ist”, in: Der Spiegel, Nr. 6, 1954, S. 12.Google Scholar
  56. 35a.
    Vgl. u.a. Manfred G. Schmidt, Wahlen, Parteienpolitik und Arbeitslosigkeit in: Aus Politik und Zeitgeschichte, Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament, Nr. B 17/86, 26. April 1986, S. 37–45. Es gibt viele Schlüssel zum Verständnis dieser scheinbar paradoxen Entwicklung. Einer der am besten passenden Schlüssel liegt in der außerordentlich hohen Wertschätzung, die eine preisstabilitätsorientierte Politik in der Bundesrepublik genießt. Jegliche Politik, die dieses Ziel zu vernachlässigen droht, handelt sich ein größeres politisches Risiko ein.Google Scholar
  57. 35b.
    Instruktiv hierzu Paul Whiteley, Inflation, Unemployment and Government Popularity — Dynamic Models for the United States, Britain and West Germany, in: Electoral Studies, 3.Jg. 1984, H. 1, S. 3–24.Google Scholar
  58. 36a.
    Vgl. z.B. Scharpf, Krisenpolitik (Anm. 9),Google Scholar
  59. 36b.
    Schmid, Arbeitsmarktpolitik (Anm. 13),Google Scholar
  60. 36b.
    sowie den um die Kategorien “Macht” und “Ideologie” erweiterten politisch-institutionalistischen Ansatz bei Schmidt, Labour Market Policy (Anm. 11).Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1993

Authors and Affiliations

  • Manfred G. Schmidt

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