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Instrumente direkter Demokratie - Bereicherung der Interessenvermittlung?

  • Wolfgang Luthardt
Part of the Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin book series (SZFB, volume 70)

Zusammenfassung

Sowohl innerhalb der politik- und rechtswissenschaftlichen als vor allem auch der öffentlichen und parteipolitischen Diskussion in der Bundesrepublik läßt sich bis in die jüngste Zeit hinein ein vermehrtes, wenngleich kontrovers erörtertes Interesse am Problemkreis direkt-demokratischer Formen, Instrumente und Politikprozesse aufzeigen2. Bemerkenswert an dieser Diskussion ist, daß sich im Vergleich zu frü — her die kontroversen Einschätzungen wesentlich versachlicht haben. Insbesondere nach 1945 wurde den im Weimarer Verfassungsgefüge normierten Elementen direkter Demokratie immer wieder zum Vorwurf gemacht, sie seien ein mitbestimmender politischer Faktor bei der Erosion des Weimarer Verfassungs-, Demokratie- und Gesellschaftssystems gewesen. Diese Kritik — von Theodor Heuss in den Beratungen des Parlamentarischen Rates in die zwar griffige, nichtsdestoweniger jedoch völlig verzerrte und theoretisch und analytisch falsche Formel gebracht, diese Instrumente stellten eine “Prämie für Demagogen” dar — wurde, präziser formuliert, vor allem nach 1949 zu einem gängigen Allgemeinplatz der öffentlichen und wissenschaftlichen Diskussion3. Zwar tauchen Form und Inhalt dieser Formel gelegentlich auch heute noch in der Argumentation gegen ihre Institutionalisierung und praktisch-politische Handhabung auf: Die im Vergleich zu früher damit verbundene Legitimation und Akzeptanz ist jedoch so gut wie nicht mehr vorhanden.

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Literatur

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  17. 2q.
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  19. 2s.
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    Wolfgang Luthardt, Überlegungen zur Programmaktivität und -innovation der SPD, in: Josef Schmid/Heinrich Tiemann (Hrsg.), Zukunftsentwürfe, Marburg: SP-Verlag 1990; s. ferner die Beiträge von Jürgen Fijalkowski und Dian Schefold in diesem Band.Google Scholar
  21. 3a.
    Zur Kritik dieser verfehlten Argumentation s. u.a.: Klaus G. Troitzsch, Volksbegehren und Volksentscheid. Eine vergleichende Analyse direktdemokratischer Verfassungsinstitutionen, Meisenheim/Glan: Hain 1979Google Scholar
  22. 3b.
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  23. 3c.
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  24. 3d.
    Eine anregende Einzelanalyse gibt Volker R. Berghahn, Das Volksbegehren gegen den Young-Plan un die Ursprünge des Präsidialregimes, 1928–1930, in: Dirk Stegmann/Bernd-Jürgen Wendt/Peter-Christian Witt (Hrsg.), Industrielle Gesellschaft und politisches System. Festschrift für Fritz Fischer zum siebzigsten Geburtstag, Bonn: Verlag Neue Gesellschaft 1978, S. 431–446.Google Scholar
  25. 4a.
    Vgl. Ernst Fraenkel, Deutschland und die westlichen Demokratien, Stuttgart: Kohlhammer 19747, S. 117; Ulrich Scheuner, Staatstheorie und Staatsrecht, Berlin: Duncker & Humblot 1978, S. 256–261Google Scholar
  26. 4b.
    Jürgen Gebhardt, Das Plebiszit in der repräsentativen Demokratie, Ms., Erlangen 1987.Google Scholar
  27. 5a.
    Anregende systematisch-vergleichende Analysen bietet u.a. Gordon Smith, The Functional Properties of the Referendum, in: European Journal of Political Research, 4. Jg. 1976, H. 1, S. 1–23Google Scholar
  28. 5b.
    Tor Bjorklund, The Demand for Referendum: When does it arise and when does it succeed?, in: Scandinavian Political Studies, 5. Jg. 1982, H. 3, S. 237–259Google Scholar
  29. 5c.
    David Butler/Austin Ranney (Hrsg.), Referendums, Washington D.C.: American Enterprise Institute for Public Policy Research 1978Google Scholar
  30. 5d.
    Austin Ranney (Hrsg.), The Referendum Device, Washington D.C./London: American Enterprise Institute for Public Policy Research 1981Google Scholar
  31. 5e.
    Norberto Bobbio, The Future of Democracy, Cambridge: Polity Press 1987, S. 43–62Google Scholar
  32. 5f.
    Gordon Smith, Politics in Western Europe, Aldershot: Gower 1986, S. 125–128; Gebhardt, Plebiszit (Anm. 3).Google Scholar
  33. 6a.
    Dieses politikanalytische Problem wird vor allem in der Schweizer politikwissenschaftlichen Forschung systematisch berücksichtigt und erörtert. Vgl. zum Beispiel Leonard Neidhardt, Repräsentationsformen in der direkten Demokratie, in: Beat Junker/Peter Gilg/Richard Reich (hrsg.), Geschichte und Politische Wissenschaft. Festschrift für Erich Gruner zum 60. Geburtstag, Bern: Francke 1975, S. 299–328Google Scholar
  34. 6b.
    Hans-Peter Hertig, Volksabstimmungen, in: Ulrich Klöti (Hrsg.), Handbuch Politisches System der Schweiz, Bd. 2, Bern/Stuttgart: Verlag Peter Haupt 1984, S. 247–277Google Scholar
  35. 6c.
    Erich Gruner, Die direkte Demokratie in der Bewährungsprobe, in: Schweizerisches Jahrbuch für politische Wissenschaft, Bd. 27, Bern: Verlag Peter Haupt 1987, S. 283–313Google Scholar
  36. 6d.
    Franz Lehner, Schweizerische Konkordanzdemokratie: Politik im Spannungsfeld von Partizipation und Management, in: Ralf Kleinfeld/Wolfgang Luthardt (Hrsg.) Westliche Demokratien und Interessenvermittlung, Opladen: Westdeutscher Verlag 1990Google Scholar
  37. 6e.
    Henry Kerr, The Swiss Party System: Steadfast and Changing, in: Hans Daalder (Hrsg.), Party Systems in Denmark, Austria, Switzerland, The Netherlands and Belgium, London: Pinter 1987, S. 101–192.Google Scholar
  38. 7.
    Der Verfasser arbeitet zur Zeit an dem Forschungsprojekt “Direkte Demokratie im Vergleich” am Minda de Gunzburg Center for European Studies, Harvard University, für das die Deutsche Forschungsgemeinschaft ihm eine Sachbeihilfe bewilligt hat. Im Rahmen dieses Projekts werden u. a. die Relevanz verschiedener politischer Faktoren (Regierungen, Parlamente, politische Parteien etc.) sowie die verschiedenen Systemkontexte auf direkt-demokratisch initiierte und politisch entschiedene Politikprozesse betont. Der Verfasser befindet sich hierbei in wichtigen Ausgangspunkten in Übereinstimmung mit Gebhardt, Plebiszit (Anm. 3).Google Scholar
  39. 8a.
    Zum Beispiel Gerhard Göhler, Soziale Institutionen — politische Institutionen, in: Wolfgang Luthardt/Arno Waschkuhn (Hrsg.), Politik und Repräsentation, Marburg: SP-Verlag 1988, S. 12–28Google Scholar
  40. 8b.
    hier S. 22–23Google Scholar
  41. 8c.
    Ernst Wolfgang Böckenförde, Demokratie und Repräsentation, Hannover: Schriftenreihe der Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen 1983.Google Scholar
  42. 9.
    Vgl. Carl Schmitt, Legalität und Legitimität (1932), in: ders., Verfassungsrechtliche Aufsätze aus den Jahren 1924 bis 1954, Berlin: Duncker & Humblot 1973. Zu der von Schmitt formulierten Gegenüberstellung haben Otto Kirchheimer und Nathan Leites Bemerkungen zu Carl Schmitts “Legalität und Legitimität”, in: Otto Kirchheimer, Von der Weimarer Republik zum Faschismus, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 19903 (hrsg. von Wolfgang Luthardt), S. 113–151, S. 148, schon notiert, daß es sich bei beiden Politikformen und Verfahren “um verschiedene Organisationsformen derselben Legitimität” handelt.Google Scholar
  43. 10.
    Vgl. Luthardt, Parlamentarische Demokratie (Anm. 1), S. 46; Slupik, Plebiszitäre Demokratie (Anm. 1), S. 293–294.Google Scholar
  44. 11.
    Vgl. u.a. Böckenförde, Demokratie und Repräsentation (Anm. 7), S. 16. Selbst für die Schweiz mit ihrer besonders deutlich ausgeprägten direkt-demokratischen Komponente haben diese nach René A. Rhinow, (Grundprobleme der schweizerischen Demokratie, Basel: Helbig & Lichtenhahn 1984, S. 200) “ergänzenden Charakter” zum repräsentativen Prinzip. Für die USA bzw. den in 22 Einzelstaaten dort möglichen direkt-demokratischen Politikprozessen notiert der amerikanische Politikwissenschaftler David B. Magleby (Direct Legislation, Baltimore/London: The John Hopkins University Press 1984, S. 2) daß solche Politikprozesse komplementär zu den legislatorisch-repräsentativen hinzutreten würden.Google Scholar
  45. 12.
    Vgl. Dolf Sternberger, Herrschaft und Verantwortung, Frankfurt a. M: Suhrkamp 1986, S. 59.Google Scholar
  46. 14.
    Rhinow, Grundprobleme der schweizerischen Demokratie (Anm. 10), S. 145.Google Scholar
  47. 15.
    Vgl. z.B. die Analysen von Troitzsch, Volksbegehren und Volksentscheid (Anm. 2); Bjorklund, The Demand for Referendum (Anm. 4); Smith, The Functional Properties (Anm. 4); Butler/Ranney, Referendums (Anm. 4); Olof Peterson, Die politischen Systeme Nordeuropas, Baden-Baden: Nomos 1988, S. 27–30.Google Scholar
  48. 16.
    Zwei klassische Analysen belegen exemplarisch diese These: Robert v. Mohl, Staatsrecht, Völkerrecht und Politik (1862), Graz: Akademische Druck- und Verlagsanstalt 1962, S. 293–332, insbesondere S. 331–332; den Hinweis auf diese maßgebliche Analyse von v. Mohl habe ich Herbert Krüger, Allgemeine Staatslehre, Stuttgart: Kohlhammer 1964, S. 334, entnommen. Ebenfalls in die Richtung wie v. Mohl argumentiert: Richard Thoma, Das Reich als Demokratie (1930). Vgl. den Hinweis bei Wolfgang Luthardt, Mehr Partizipation durch direkt-demokratische Formen?, Siegen: Hi-MON DB 104/1988, S. 14.Google Scholar
  49. 17.
    Insofern bedeutsam ist das politisch-institutionelle Gefüge der Schweiz mit seinen spezifischen institutionellen Sets. So wurde dort in einem langwierigen historischen Pro-zeß auf das Institut der Volksinitiative das Instrument des “Gegenvorschlags” seitens des Bundesrates entwickelt. Vgl. zum Beispiel Hans Werder, Die Bedeutung der Volksinitiative in der Nachkriegszeit, Bern: Francke 1978. Die Wirkungsweise und der Wirkungsgrad dieser direkt-demokratischen Instrumente stellen sich jedoch sowohl infolge der historischen Entwicklung als auch des institutionellen und politischen Umfeldes als höchst unterschiedlich dar.Google Scholar
  50. 18.
    Fraenkel, Deutschland und die westlichen Demokratien (Anm. 3).Google Scholar
  51. 19.
    So der Terminus bei Wolf-Dieter Narr, Strukturdefizite der parteienstaatlich/parlamentarischen Demokratie und mögliche Alternativen, in: Vorgänge, H. 5, 1984. In seiner zugespitzten Form und Stoßrichtung suggeriert dieser Begriff ein in der Form und Sache vollkommen abgeschottetes politisches und Parteiensystem. Begriff und Implikationen wurden dann auch oftmals innerhalb der kritischen Diskussion vorschnell aufgegriffen.Google Scholar
  52. 20.
    So eine Formulierung von Claus Offe, Über den institutionellen Rigorismus in der Demokratietheorie, in: Klaus W. Hempfer/Alexander Schwan (Hrsg.), Grundlagen der politischen Kultur des Westens, Berlin/New York: de Gruyter 1987. Sie wird hier zur Beschreibung des Problems übernommen.Google Scholar
  53. 21a.
    Vgl. zur Diskussion Luthardt, Mehr Partizipation (Anm. 15), S. 8–11. Der logische Grundduktus der Argumentation läßt sich ebenfalls bei der gängigen Kritik des Parlamentarismus aufzeigen. Vgl. Hans-Peter Schneider, Entscheidungsdefizite der Parlamente, in: Archiv des öffentlichen Rechts, Bd. 105, Tübingen: Mohr 1980, S. 4–34Google Scholar
  54. 21b.
    hier S. 6–13; ders., Das parlamentarische System, in: Benda/Maihofer/Vogel, Handbuch des Verfassungsrechts (Anm. 1), S. 239–293, hier S. 279–283.Google Scholar
  55. 22.
    So statt vieler Herbert-Rothe, Subversive Demokratie (Anm. 1); Krise des Parlamentarismus? Eine Diskussion zwischen Johannes Agnoli, Martin Kutscha, Norman Paech, Hans-Peter Schneider und Gerhard Stuby, in: Demokratie und Recht, 15. Jg. 1987, H. 1, S. 29–51. Im Rahmen der “Bewegungs”-Forschung mit ihrer dezidierten Betonung der Bottom-up-Perspektive gehört diese Sichtweise fast zum Standardbekenntnis.Google Scholar
  56. 23a.
    Zur Diskussion s. u.a. Roland Czada/Gerhard Lehmbruch, Parteienwettbewerb, Sozialstaatspostulat und gesellschaftlicher Wertewandel, in: Udo Bermhach/Berhard Blanke/Carl Böhret (Hrsg.), Ökonomische, politische und gesellschaftliche Spaltungen der Gesellschaft als Herausforderung für den demokratischen Sozialstaat. Festschrift für Hans-Hermann Hartwich, Opladen: Leske & Budrich 1990Google Scholar
  57. 23b.
    Wolfgang Luthardt, Strukturbruch im bundesdeutschen Parteiensystem?, in: Kleinfeld/Luthardt, Westliche Demokratien (Anm. 5); Peter Haungs/Eckhard Jesse (Hrsg.), Parteien in der Krise, Köln: Verlag Wissenschaft und Politik 1987Google Scholar
  58. 23c.
    Hiltrud Naßmacher, Die Parteien der Bundesrepublik, in: Der Bürger im Staat, 39. Jg. 1989, H. 4, S. 231–236Google Scholar
  59. 23d.
    Elmar Wiesenthal, Etablierte Parteien im Abseits?, in: Ulrike C. Wasmuht (Hrsg.), Alternativen zur alten Politik. Neue soziale Bewegungen in der Diskussion, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft 1989, S. 82–108.Google Scholar
  60. 24.
    So die pointierte Argumentation von Joachim Raschke, Öffnung oder Schließung? Reaktionen des Parteien- und Sozialstaates auf Sozialstrauktur- und Wertewandel, in: Bermbach/Blanke/Böhret, Ökonomische, politische und kulturelle Spaltungen (Anm. 22).Google Scholar
  61. 25a.
    Wilhelm Hennis, Überdehnt und abgekoppelt, in: Christian Graf v. Krockow (Hrsg.), Brauchen wir ein neues Parteiensystem?, Frankfurt a. M: Fischer 1983Google Scholar
  62. 25b.
    Richard Stöss, Parteien und soziale Bewegungen, in: Roland Roth/Dieter Rucht (Hrsg.), Neue soziale Bewegungen in der Bundesrepublik Deutschland, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1987, S. 277–298, hier S. 287.Google Scholar
  63. 26a.
    Diese These wurde besonders im Kontext um die Gültigkeit und Tragweite des Mehrheitsprinzips wie gleichfalls im Zusammenhang mit der neueren Ausweitung der verschiedenen Formen von sozialen Bewegungen vorgetragen. Vgl. z.B. Bernd Guggen-berger/Claus Offe (Hrsg.), An den Grenzen der Mehrheitsdemokratie, Opladen: Westdeutscher Verlag 1984Google Scholar
  64. 26b.
    Bernd Guggenberger/Udo Kempf (Hrsg.), Bürgerinitiativen und repräsentatives System, Opladen: Westdeutscher Verlag 1984.Google Scholar
  65. 27a.
    Werner Weber, Spannungen und Kräfte im westdeutschen Verfassungssystem, Stuttgart: Vorwerk 1958, S. 14–15Google Scholar
  66. 27b.
    Werner Weber, Spannungen und Kräfte im westdeutschen Verfassungssystem, Stuttgart: Vorwerk 1958, S. 21–22.Webers These wurde zu einem gängigen Allgemeinplatz in der wissenschaftlichen Literatur, wobei vielfach die spezifisch Schmittia-nischen Implikationen, etwa ein mystisch aufgeladener Begriff des Volkes etc., übersehen oder verdrängt wurden.Google Scholar
  67. 28.
    So u.a. Herbert-Rothe, Subversive Demokratie (Anm. 1); Rudolf Wassermann, Die Zuschauerdemokratie, Düsseldorf: Econ 1986. Anderer Auffassung zum Beispiel in diesem Punkte: Herta Däubler-Gmelin, “Wir sollten uns nicht vollends zur Zuschauerdemokratie entwickeln”, in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 64, 17. 3. 1989, S. 14: “Volksentscheide bringen kein höheres Maß an Legitimation als parlamentarische Entscheidungen.”Google Scholar
  68. 29a.
    Diese These gehört zum Grundtenor der Staats- und Verfassungsrechtler wie der Politikwissenschaft: Vgl. Konrad Hesse, Grundzüge des Verfassungssystems der Bundesrepublik Deutschland, Karlsruhe: Müller 1989Google Scholar
  69. 29b.
    Klaus v. Beyme, Der Vergleich in der Politikwissenschaft, München: Piper 1988, S. 145, mit der generellen These: “Demokratische Verfassungen sind in der Regel offene Verfassungen ohne ein Interpretationsmonopol für die Entwicklungen der Zukunft.”Google Scholar
  70. 30a.
    Vgl. Roth/Rucht, Neue soziale Bewegungen (Anm. 24); Wasmuht, Alternativen zur alten Politik (Anm. 22); Claus Offe, Challenging the Boundaries of Institutional Politics: Social Movements since the 1960s, in: Charles S. Meier (Hrsg.), Changing Boundaries of the Political, Cambridge: Cambridge University Press 1987, S. 63–105Google Scholar
  71. 30b.
    Max Kaase, Soziale Bewegungen zwischen Innovation und Antimodernismus, in: Peter Flora (Hrsg.), Westeuropa im Wandel, Frankfurt a. M./New York: Campus 1989Google Scholar
  72. 30c.
    Jost Halfmann, Social Change and Political Mobilization in West Germany, in: Peter Katzenstein (Hrsg.), Industry and Politics in West Germany, Ithaca/London: Cornell University Press 1989.Google Scholar
  73. 31.
    Diese These wird vor allem von Wassermann im Kontext seines Plädoyers für Volksbegehren und Volksentscheid vorgetragen: Rudolf Wassermann, Von der parlamentarischen zur Demonstrations- und Widerstandsdemokratie?, in: Zeitschrift für Politik, 31. Jg. 1984, H. 1, S. 9; ders., Funktionsverlust der Parlamente und Parteien — Parlaments-oder Demonstrationsdemokratie?, in: Recht und Politik, 21. Jg. 1985, H. 3; ders., Plebiszitare Demokratie -ja oder nein, in: Recht und Politik, 22. Jg. 1986, H. 3.Google Scholar
  74. 32.
    Max Kaase, Politische Beteiligung und politische Ungleichheit — Betrachtungen zu einem Paradoxum, in: Lothar Albertin/Werner Link (Hrsg.), Politische Parteien auf dem Weg zur parlamentarischen Demokratie in Deutschland, Düsseldorf: Droste 1981, S. 363–377.Google Scholar
  75. 33.
    Diese Meinung hat vor einigen Jahren Hubert Weinzierl, Bundesverband Umweltschutz, vertreten.Google Scholar
  76. 34.
    Dies ist die zumindest implizit angelegte Argumentation bei Wassermann, Zuschauerdemokratie (Anm. 27); partiell auch bei Däubler-Gmelin, Zuschauerdemokratie (Anm. 27).Google Scholar
  77. 35.
    So die Einschätzung dieser Instrumente bei Evers, Mehr Demokratie (Anm. 1), S. 432–433; Hans Peter Bull (Keine Angst vor dem Volksentscheid, in: Die Zeit, Nr. 14, 31. 3. 1989, S. 4) meint, der Volksentscheid “sollte als Vetorecht gegen Parlamentsbeschlüsse eingeführt werden”.Google Scholar
  78. 36.
    Dies kann zum Beispiel unter dem Aspekt von politischen Minderheiten betrachtet werden: Vgl. u.a. Ebsen, Abstimmungen des Volkes (Anm. 1), S. 13; Slupik, Plebiszi-täre Demokratie (Anm. 1), S. 297. Die Logik dieses Arguments kann formell auch umgedreht werden, indem vorgetragen wird, dadurch könnten gerade Mehrheiten “erpressbar” werden.Google Scholar
  79. 37.
    Dies die Überlegung von Hans-Peter Schneider, der allerdings nur eine konsultative Volksbefragung anspricht. Vgl. Hans-Peter Schneider, in: Grundgesetz und technologischer Wandel, Hofgeismar: Schriften der Evangelischen Akademie Hofgeismar 1985; ders., in: Krise des Parlamentarismus? (Anm. 21), S. 48; ders., Eine Reform ist notwendig, in: Das Parlament, Nr. 24/25, 15./22. 6. 1985, S. 1–2. Zur Kritik des von Schneider vorgeschlagenen Arguments, eine nichtbindende Volksbefragung als Oppositionsrecht einer parlamentarischen Minderheit einzuführen, s. Ernst-Gottfried Mahrenholz, Teilhabe, Entscheidungslegitimation und Minderheitenrechte in der repräsentativen Demokratie, in: Herta Däubler-Gmelin/Wolfgang Adlerstein (Hrsg.), Menschengerecht (6. Rechtspolitischer Kongreß der SPD vom 20. bis 22. 6. 1986 in Essen), Heidelberg: Müller 1986, S. 371–391, hier S. 379–381.Google Scholar
  80. 38a.
    So Kurt Biedenkopf, SZ-Interview mit Kurt Biedenkopf. “Die Führung ist verantwortlich für den Zustand der Partei”, in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 69, 23./24. 3. 1989, S. 10. Diese These wurde von der kritischen Politikwissenschaft spätestens seit den Ana-lysen von Otto Kirchheimer immer wieder formuliert. Hierzu z.B. Schneider, Entscheidungsdefizite der Parlamente (Anm. 20), S. 8–13Google Scholar
  81. 38b.
    Wolfgang Luthardt/Alfons Söllner (Hrsg.), Verfassungsstaat, Souveränität, Pluralismus. Otto Kirchheimer zum Gedächtnis, Opladen: Westdeutscher Verlag 1989.Google Scholar
  82. 39.
    Dies wird besonders betont von Rudolf Wassermann, Wahlvolk ohne Chance, in: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, Nr. 13, 27. 3.1988, S. 8.Google Scholar
  83. 40.
    So z. B. Herbert Rothe, Subversive Demokratie (Anm. 1); Wassermann, Wahlvolk ohne Chance (Anm. 38).Google Scholar
  84. 41.
    Wassermann, Zuschauerdemokratie (Anm. 27).Google Scholar
  85. 42.
    So statt vieler: Maihofer, Abschließende Äußerungen (Anm. 1), S. 1409–1412; Wassermann, Zuschauerdemokratie (Anm. 27); Christian Pestalozza, Der Popularvorbehalt, Berlin: de Gruyter 1981; Karl Doehring (Das Staatsrecht der Bundesrepublik Deutschland, Frankfurt a. M.: Metzner 19843, S. 151) notiert: “Sicher ist, daß die Beteiligung der Bevölkerung an der Staatsgestaltung bei der Möglichkeit des Volksbegehrens und des Volksentscheids gestärkt werden würde”; Ekkehart Stein (Staatsrecht, Tübingen: Mohr 198610, S. 148) meint: “Durch gesetzliche Einführung von Volksentscheiden mit der Möglichkeit ihrer Erzwingung durch ein Volksbegehren würde die Verwirklichung des Demokratieprinzips ein erhebliches Stück vorangetrieben.”Google Scholar
  86. 43.
    Renate Mayntz, Soziologie der öffentlichen Verwaltung, Heidelberg: C.F. Müller 19853, S. 245.Google Scholar
  87. 44a.
    Siehe z.B. die nach wie vor wichtigen Analysen von Fritz W. Scharpf, Demokratietheorie zwischen Utopie und Anpassung, Kronberg: Scriptor 1975; Gerhard Lehmbruch, Die ambivalenten Funktionen politischer Beteiligung in hochindustrialisierten Demokratien, in: Junker/Gilg/Reich, Geschichte und Politische Wissenschaft (Anm. 5), 5. 237–264Google Scholar
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    Frieder Naschold, Demokratie und Komplexität, in: Politische Vierteljahresschrift, 9. Jg. 1968, H. 4, S. 494–518. Ebenfalls anregend aus der “älteren” Diskussion: Probleme der Demokratie heute, Politische Vierteljahresschrift, Sonderheft 2, Opladen: Westdeutscher Verlag 1970. Aus der jüngeren Literatur: Arno Waschkuhn, Partizipation und Vertrauen, Opladen: Westdeutscher Verlag 1984.Google Scholar
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    Peter Pulzer, Political Ideology, in: Gordon Smith/William E. Paterson/Peter H. Merkl (Hrsg.), Developments in Western German Politics, Houndsmill/London: Macmillan 1989, S. 78–98.Google Scholar
  92. 46.
    Zu den Grünen mit weiteren Nachweisen: Wolfgang Luthardt, Elemente “direkter Demokratie” als Möglichkeiten erweiterter politischer Teilhabe?, in: Lut-hardt/Waschkuhn, Politik und Repräsentation (Anm. 7), S. 45–64; ders., Parlamentarische Demokratie (Anm. 1). S. 40–49. Zur FDP: Siegfried Mielke, Länderparlamentarismus, Bonn: Bundeszentrale für politische Bildung 1971; Troitzsch, Volksbegehren und Volksentscheid (Anm. 2); Leonardy, Plebiszit ins Grundgesetz (Anm. 1), S. 442. Zur SPD: Ehmke, Eine alte Frage neu gestellt (Anm. 1), S. 247–254; ders., “Die SPD ist zu schnell auf das Plebiszit gehüpft”, in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 50, 1. 3. 1989, S. 12; ders., “Zehn Thesen wider das Plebiszit”, in: Die Zeit, Nr. 14, 31. 3. 1989, S. 4; Däubler-Gmelin, Zuschauerdemokratie (Anm. 27); Luthardt, Überlegungen zur Programmaktivität (Anm. 1). Die Junge Union innerhalb der CDU hat die Forderung aufgenommen in: Zweiter Entwurf für ein neues Grundsatzprogramm, September 1988, S. 6, Punkt 76; in die endgültige Fassung: Grundsatzprogramm der Jungen Union Deutschlands, März 1989, wurde diese Forderung jedoch nicht aufgenommen, vgl. S. 31–36.Google Scholar
  93. 47.
    Vgl. Wolfgang Luthardt, The Demand for Referendums in West Germany: “Bringing the people back in?”, Paper prepared for delivery at the annual meeting of the Seventh International Conference of Europanists, Washington, D.C., March 23–25, 1990.Google Scholar
  94. 48.
    Gebhardt, Plebiszit (Anm. 3).Google Scholar
  95. 49.
    Vgl. hierzu Ehmke, Eine alte Frage neu gestellt (Anm. 1); Luthardt, Parlamentarische Demokratie (Anm. 1); Czada/Lehmbruch, Parteienwettbewerb (Anm. 22); Adrienne Windhoff-Héritier (Policy-Analyse, Frankfurt a. M./New York: Campus 1987, S. 78) betont darüber hinaus noch einen wichtigen Aspekt: “Welches sind die typischen Unterschiede zwischen Entscheidungen demokratisch gewählter Parlamente und Entscheidungen, die durch die Bürger direkt gefällt werden?” Sie bemerkt, daß dieser Vergleich “noch weitgehend politikwissenschaftliches Neuland” sei, schließt allerdings aus einer stark begrenzten Skizzierung verschiedener Politikprozesse kurz, daß durch die Bürger direkt gefällte Entscheidungen überwiegend “konservativer” Qualität im Vergleich zu den eher “progressiven” von Parlamenten seien. Dies hänge mit dem gewichtigen Unterschied zwischen persönlichen und allgemeinen Interessen zusammen.Google Scholar
  96. 50.
    Diese These wird des öfteren in der Schweizer politikwissenschaftlichen Literatur vorgetragen. Vgl. z. B. Hertig, Volksabstimmungen (Anm. 5); Werder, Bedeutung der Volksinitiative (Anm. 16).Google Scholar
  97. 51.
    Hierbei ist zu berücksichtigen, daß es gelegentlich keineswegs einfach ist, die Form und Struktur einer “Fehlentscheidung” näher zu bestimmen. Angesichts der möglichen verschiedenen Optionen, die aus einer Problemlage entstehen und in “eine” Entscheidung zu überführen sind, ergibt sich relativ naheliegend ebenfalls eine limitierte Anzahl verschiedener, durchaus alternierender Entscheidungssets. Die Frage nach “Fehlentscheidungen” impliziert deshalb nicht nur die strukturell inhärente Möglichkeit einer notwendigen Korrektur, sondern auch diejenige danach, daß das entscheidungspolitische Vorfeld differenzierter zu beleuchten ist. 52 Vgl. die Kritik bei v.Beyme, Der Vergleich in der Politikwissenschaft (Anm. 28), S. 247–268.Google Scholar
  98. 53.
    Vgl. den Beitrag von Dian Schefold in diesem Band; vgl. auch Schefold, Politische Mitwirkung (Anm. 1).Google Scholar
  99. 54.
    Diesen wichtigen Gesichtspunkt hat mit Recht Otto Kirchheimer, Politische Herrschaft, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1967, S. 111, betont.Google Scholar
  100. 55.
    Die längst überfällige, notwendige Auflösung des stalinistisch geprägten Politiksystems in der DDR durch die demokratisch-revolutionären Politikprozesse seit dem 9. November 1989 hat vor allem seit Beginn des Jahres 1990 die vorstehend verhandelte Thematik von Volksbegehren und Volksentscheid wiederum sehr deutlich und akzentuiert mit ins Zentrum der politischen und wissenschaftlichen Diskussion gehoben. Gerade die Kontroverse um Artikel 23 GG, Artikel 24 (weniger bis schwach wahrnehmbar) und Artikel 146 Grundgesetz verdeutlicht die Relevanz der Themaitk. “Beitritt” (Art. 23 GG), “Föderation” (Art. 24 GG) oder Neukonstituierung eines Bundesstaates mit neuer Verfassung und damit einer nationalen Volksabstimmung (Art. 146 GG) sind politische und verfassungsrechtliche und -politische Schlüsseltermini der jüngeren Diskussion, wenn auch die Lösung über Artikel 23 GG offenkundig die maßgebliche politische Priorität zugewiesen bekommen hat. Aus der Diskussion hierzu vgl. u. a.: Fritz Ossenbühl, Plädoyer für einen plebiszitären Akt, in: Handelsblatt, Nr. 42, 28. 02. 1990, S. 2; Ernst-Wolfgang Böckenförde/Dieter Grimm, Nachdenken über Deutschland, in: Der Spiegel, Nr. 10, 5. 3. 1990, S. 72 – 77; Dieter Grimm, Zwischen Anschluß und Neukonstitution. Wie aus dem Grundgesetz eine Verfassung für das geeinte Deutschland werden kann, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 81, 5. 4. 1990, S. 35 – 36; Ulrich K. Preuß, Grundgesetz-Chauvinismus oder…, in: Die Tageszeitung, Nr. 3048, 3. 3. 1990, S. 2; ders., Auf der Suche nach der Zivilgesellschaft. Der Verfassungsentwurf des Runden Tisches, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 99, 28. 4. 1990, “Ereignisse und Gestalten”; Waldemar Schreckenberger, Völliger Mangel an Phantasie, in: Der Spiegel, Nr. 17, 23.4.1990, S. 21; Christian Starck, Das Grundgesetz für Deutschland — Schritt für Schritt, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 81, 5. 4. 1990, S. 14; Peter Häberle, Die beiden Wege zur Einheit in einem, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 90, 18. 4.1990, S. 11; Die Gretchenfrage der Republik, in: Der Spiegel, Nr. 11, 12. 3. 1990, S. 24 – 31; “Anschluß ist ein falscher Begriff”. Innenminister Wolfgang Schäuble und Markus Meckel, Vize der DDR-SPD, über die künftige Verfassung, in: Der Spiegel, Nr. 12, 19. 3. 1990, S. 48 – 57; Fritz W. Scharpf, Holzweg, nicht Königsweg. Soll die DDR einfach der Bundesrepublik beitreten?, in: Die Zeit, Nr. 12, 16. 3.1990, S. 55; Ulrich Everling, Der Weg nach Deutschland ist langwierig. Zum Streit über Artikel 23 oder 146/Die Europäische Gemeinschaft, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 63, 15. 3. 1990, S. 13 – 14; Friedrich Karl Fromme, Zwischen den Grenzsteinen des Rechts. Verschiedene Ansichten über den Weg zur deutschen Einheit und ihre politischen Hintergründe, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, Nr. 81, 5. 4. 1990, S. 16; Robert Leicht, Artikel 23 des Grundgesetzes. Königsweg zur Einheit, in: Die Zeit, Nr. 10, 2. 3. 1990, S. 7; ders., Der nächste Schritt zur Einheit, in: Die Zeit, Nr. 12, 16. 3. 1990, S. 1; ders., Der Rohbau steht, nun der Ausbau, in: Die Zeit, Nr. 17, 20. 4.1990, S. 1.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1993

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Luthardt

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