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Innovations-Chancen nutzen

  • Erich Brendl

Zusammenfassung

Die psychologische Großwetterlage wirkt bei Erscheinen dieses Buches düster und gedrückt. Politische und wirtschaftliche Stressoren brauen sich zusammen, Pessimismus zieht auf. Man darf es schon eine Krise nennen. In der Medizin ist das eine Situation, in der sich entscheidet, ob ihr Gesundung oder Zerfall folgt. Krisen sind Knotenpunkte der Entwicklung. Führungsverantwortliche und Meinungsführer haben analog zum Arzt die Aufgabe, die Erneuerungskräfte zu fördern. Die Erneuerung muß der Patient selbst durchleiden. Hat er bereits resigniert, dann vermag der beste Arzt nichts auszurichten. Der Patient läßt die Dinge geschehen, macht sich was vor, die Entwicklung zwingt ihn in ihren Lauf. Das ist es, was an der deutschen Szene beunruhigt. Es ist nicht die Krise an sich, sondern die passive bis anti-innovative Haltung ihr gegenüber. Von dem persönlichen Wagemut und dem Fortschrittsglauben der Nachkriegsjahre ist nicht viel mehr als Stolz und Erinnerung geblieben. Dabei stehen wir erst am Anfang besagter Krise. Evolutionäre Krisen werden geistig-emotional bewältigt oder korrigieren die Entwicklung auf das Frustrationsniveau herunter, keines von beidem ist bisher geschehen. Zu denken gibt, daß weiter aus der Hüfte geschossen, Vertrautes radikalisiert, am Symptom kuriert wird, Reformen reformiert werden und sich so das bisher Bewährte unmerklich zur Selbstnegation pervertiert. Hoffnungslos wird es, wo die Führungsverantwortlichen damit beginnen sich der Selbsttäuschung hinzugeben, die sich abzeichnenden Negationen seien ja eigentlich gewollt oder schicksalhaft.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler KG, Wiesbaden 1978

Authors and Affiliations

  • Erich Brendl

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