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Entwicklung und System des Wettbewerbsschutzes

  • Helmut Nees
  • Friedrich Beuth

Zusammenfassung

Wettbewerbsregeln hat es seit jeher gegeben. In Deutschland haben Handwerkszünfte und Kaufmannsgilden bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts das Wettbewerbsverhalten ihrer Mitglieder reglementiert. Mit dem modernen Wettbewerbsrecht haben diese, vorwiegend auf rigorose Einschränkung des Wettbewerbs gerichteten Ordnungen wenig gemeinsam. Die Verkündung der Gewerbefreiheit durch die Gewerbeordnung von 1869 hat die letzten Rechte dieser Zwangsverfassungen beseitigt. Der sich jetzt entwickelnde freie Wettbewerb war zunächst ohne jedes Ordnungssystem. Die deutsche Rechtsprechung versäumte es — anders als die Gerichte im angelsächsischen und französischen Rechtskreis — durch Anwendung und Weiterentwicklung der Regeln des bürgerlichen Rechts den rechtsfreien Raum zu ordnen. Das deutsche Wettbewerbsrecht hat sich daher nicht aus, sondern gestützt auf Sondergesetze neben dem bürgerlichen Recht entwickelt. Trotz der vielfältigen Verzahnungen mit dem übrigen Zivilrecht ist dieser Sonderstatus des Wettbewerbsrechts bis heute erhalten geblieben.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1980

Authors and Affiliations

  • Helmut Nees
  • Friedrich Beuth

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