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Gesamtdeutsche Bestätigung für die Bonner Regierungskoalition. Eine Analyse der Bundestagswahl 1990

  • Forschungsgruppe Wahlen e.V.
Part of the Schriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin book series (SZFB, volume 72)

Zusammenfassung

Die bürgerliche Koalition fand am 2. Dezember 1990 zum dritten Mal nach dem Koalitionswechsel der FDP 1982 die Bestätigung durch die Wähler, erstmals allerdings auf gesamtdeutscher Ebene. Das Wahlergebnis stellte keine Überraschung dar, in der Woche vor der Bundestagswahl gingen 90% der Deutschen von einem neuerlichen Sieg der Regierungsparteien aus, nur 6% glaubten an eine Mehrheit für die Oppositionsparteien2. In dieser Einschätzung spiegeln sich vor allem die Wahlergebnisse desselben Jahres in der ehemaligen DDR bzw. in den neuen Länder wider. Bereits im März 1990 war die CDU in der ersten freien Volkskammerwahl der DDR3 für viele überraschend mit 40,8% zur stärksten politischen Kraft avanciert, die Allianz für Deutschland aus CDU, DA und DSU hatte zusammen 48,1 erreicht, die SPD kam lediglich auf 21,9%. Dieser Trend setzte sich nach der Wiedervereinigung bei den Landtagswahlen in den fünf neuen Bundesländern fort, wo die CDU ebenfalls, mit Ausnahme von Brandenburg, die stärkste Partei wurde.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1994

Authors and Affiliations

  • Forschungsgruppe Wahlen e.V.

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