Advertisement

Kleine Währungsgeschichte

  • Dieter Wermuth
  • Walter Ochynski
Chapter
  • 23 Downloads

Zusammenfassung

Die Nachteile des heutigen Systems flexibler Wechselkurse sind in letzter Zeit nur allzu deutlich geworden. Die Wechselkurse schwanken mit großen mehrjährigen Amplituden, die Nominalzinsen bewegen sich ebenso erratisch und nicht nur auf kurze Sicht unberechenbar, niemand weiß, wie hoch die Inflationsrate in ein paar Jahren sein wird, ob die Stabilitätserfolge von Dauer sein werden — und aus diesen Gründen verlangen die Anleger eine ungewöhnlich hohe Risikoprämie in Form eines Realzinses, der kaum durch die erzielbaren Produktivitätsfortschritte erwirtschaftet werden kann. Es verwundert daher nicht, daß sich die Investoren zurückhalten, die Wirtschaft über Jahre hinweg stagniert und die Arbeitslosenzahlen nach jedem Konjunkturzyklus höher sind als im vorangegangenen. Es mangelt an Vorhersehbarkeit. Der Preismechanismus ist weitgehend außer Kraft gesetzt, weil es den Änderungen der Preise nicht anzusehen ist, ob es sich um eine allgemeine Inflation, seltener auch Deflation, oder um eine Verschiebung in den relativen Preisen handelt. Der Glaube an langfristige Preisstabilität ist verlorengegangen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. 1.
    Vgl. M. D. Bordo, The Classical Gold Standard: Some Lessons for Today, Review, Federal Reserve Bank of St. Louis, Mai 1981, S. 4 ff.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Peter B. Kenen, International Economics, Englewood Cliffs, 1967, S. 76 ff.Google Scholar
  3. 3.
    Ragnar Nurske, International Currency Experience, Genf, Völkerbund, 1944, S. 210 ff, eigene Übersetzung.Google Scholar
  4. 4.
    Stefan Zweig, Die Welt von Gestern, 1944 in: Gesammelte Werke, Hamburg 1981, S. 336 ff.Google Scholar
  5. 6.
    Nach George Möller, Calculating interest rates on SDR denominated loans and deposits, The Banker, Nov. 1981, S. 77–83; vgl. auch Brian Hilliard, SDR interest rates, Calculating funding costs, The Banker, Jan. 1983, S. 81.Google Scholar
  6. 7.
    Rüdiger Dornbusch: Flexible Exchange Rates and Interdependence, IMF Staff Papers, März 1983, S. 3.CrossRefGoogle Scholar
  7. 8.
    R. Dornbusch, a. a. O., S. 4.Google Scholar
  8. 9.
    Vgl. H. Mayer, The Theory and Practice of Floating Exchange Rates and the Role of Official Exchange-market Intervention, BIS Economic Papers, No. 5 – February 1982, S. 4f.Google Scholar
  9. 10.
    Vgl. Economic Report of the President, February 1982, S. 170f.Google Scholar
  10. 11.
    A. Lamfalussy: A Plea for an International Commitment to Exchange Rate Stability, unver. Manuskript, 22. Okt. 1981, S. 6f.Google Scholar
  11. 12.
    Vgl. Peter-Wilhelm Schlüter: „Die zukünftige Rolle der ECU — die Grenzen einer europäischen Korbwährung“, in Hans-Eckart Scharrer und Wolfgang Wessels (Hrsg.): Das Europäische Währungssystem, Bonn 1983, S. 251 ff.Google Scholar
  12. 14.
    Vgl. Kreditbank: Weekly Bulletin No. 48, 31. Dezember 1982, S. 3.Google Scholar
  13. 15.
    Vgl. Istituto Bancario San Paolo di Torino, ECU Newsletter Nr. 4, Februar 1983, S. 5.Google Scholar
  14. 16.
    A. a. O., S. 262Google Scholar
  15. 17.
    Vgl. Norbert Berthold: „Das Europäische Währungssystem (EWS), Konzeption und bisherige Erfahrung“, Köln 1981, S. 29 ff, sowie Norbert Kleinheyer: „Kredit- und Beistandsmechanismus des Europäischen Währungssystems — Konsolidierung nur begrenzt empfehlenswert“, in H.-E. Scharrer und Wolfgang Wessels (Hrsg.), Das Europäische Währungssystem, a. a. O., S.217ff.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1983

Authors and Affiliations

  • Dieter Wermuth
  • Walter Ochynski

There are no affiliations available

Personalised recommendations