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Sozialprotest und Sozialkriminalität in Deutschland. Eine Problemstudie zum Vormärz

  • Dirk Blasius
Part of the Scriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin book series (SZFB, volume 44)

Zusammenfassung

Forschungen zum sozialen Protest sind auch in der westdeutschen Geschichtswissenschaft kein Neuland mehr. Sie haben entscheidend zur Etablierung einer Perspektive beigetragen, die auch in den Opfern der Geschichte deren Handlungsträger erkennt. Das Alltagsleben besonders derjenigen Sozialschichten rückt in ein neues Licht, die zwar namenlos, aber wirkungsvoll an historischen Weichenstellungen beteiligt waren. Es ist das Verdienst der Forschungen Heinrich Volkmanns, Richard Tiliys u.a., internationale Forschungstrends aufgenommen und für den deutschen Bereich fruchtbar gemacht zu haben1. Die Ergebnisse können sich sehen lassen. Aufruhr und Tumult waren mehr als schlichte Ausfallserscheinungen gesellschaftlicher und Ökonomischer Modernisierung. Sie waren vermittelt mit der Dynamik sozialen Wandels, wie sie im Industrialisierungs- und Urbanisierungsprozeß zum Ausdruck kommt, jedoch in einer Weise, die kollektives Aufbegehren als zielgerichtet ausweist. „,Populär disorders‘“sind als „politische Aktionsmittel der unteren Volksschichten“interpretierbar; sie können nicht länger als „Ausbrüche blinder Wut, manipulierter Abweichung oder als Symptome krankhafter Strukturveränderungen von großem Ausmaß“ abqualifiziert werden.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1984

Authors and Affiliations

  • Dirk Blasius

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