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Einleitung

  • Heinrich Volkmann
  • Jürgen Bergmann
Part of the Scriften des Zentralinstituts für sozialwissenschaftliche Forschung der Freien Universität Berlin book series (SZFB, volume 44)

Zusammenfassung

Der soziale Protest ist ein schwieriger Gegenstand — politisch, gesellschaftlich, wissenschaftlich. Den einen die Gefährdung der gesellschaftlich notwendigen Ordnung, den andern der Kampf um eine bessere — vergangene oder zukünftige —, schwankt sein Bild schon im Urteil der Beteiligten und Beobachtenden. Dieser Widerspruch bestimmt auch die uns überlieferten Informationen, freilich nicht im Sinne einer ausgewogenen Pluralität der Meinungen. Da die Protestierenden sich kaum anders als in ihrer Aktion zu äußern pflegten und das über sie aktenkundig Gewordene in den Amtsstuben der öffentlichen Ordnungsträger (Verwaltung, Polizei, Militär, Justiz) entstanden ist, überwiegen in den staatlichen Quellen Unverständnis und Verzerrung. Soweit es sich um Unterschichtproteste gegen Staat und Bürgertum handelte und die berichterstattende Publizistik bürgerlichen Wertvorstellungen verhaftet war — beides ist im 19. Jahrhundert mit bemerkenswerten Ausnahmen die Regel —, dominiert auch in Zeitungen und Flugschriften die abwertende Darstellung.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1984

Authors and Affiliations

  • Heinrich Volkmann
  • Jürgen Bergmann

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