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Zur Dialektik von Ausbildungsreformstrategien im militärischen System

Überlegungen zum bildungspolitischen Status von Bundeswehrhochschulen und ihrer Curricula
  • Otwin Massing
Part of the Jahrbuch für Friedens- und Konfliktforschung book series (JFK, volume 5)

Zusammenfassung

Wenn man die politische Ausgangssituation, in deren Kontext Bundeswehr-Hochschulen einzuordnen sind, realistisch einschätzen will, muß man von der de-facto-Existenz der Bundeswehr ausgehen. Immerhin ist ihr politischer Auftrag seinerzeit von einer eindeutigen parlamentarischen Mehrheit im Grundgesetz verankert worden. Aber auch im gegenwärtigen Zeitpunkt ist in der Bundesrepublik keine relevante politische Kraft auszumachen, die es sich unter konkurrenzdemokratischen Voraussetzungen „leisten“ könnte — es sei denn um den Preis ihres politischen Selbstmords —, das Instrumentarium Bundeswehr den politisch handelnden Akteuren aus der Hand zu entwinden. Das gilt sowohl für die gegenwärtig regierende linksliberale Koalition, erst recht für den Fall, daß eines Tages die CDU/CSU wieder in die Regierungsverantwortung auf Bundesebene einrücken sollte. Damit ist zum Ausdruck gebracht, daß sich die Parteien in der BRD ausnahmslos gezwungen sehen, unter dem Einfluß ihres jeweiligen Noske-Komplexes Handlungsstrategien zu entwickeln, um Situationen, in denen der „Sinn“ des aggregierten Gewaltpotentials Bundeswehr in Frage gestellt werden könnte, gar nicht erst aufkommen zu lassen.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1977

Authors and Affiliations

  • Otwin Massing

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