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Tendenzen zum Neuen Bauen — Streben nach größerer Klarheit und nach Vereinfachung der Baukörper

  • Friederike Mehlau-Wiebking

Zusammenfassung

Die Wurzeln von Döckers ablehnender Haltung gegenüber der tradierten akademischen Architektur des Klassizismus, Eklektizismus und Heimatstils lassen sich bis in seine Studienzeit zurückverfolgen. Zu einer ‚gereiften‘ eigenen Haltung, die letztlich den endgültigen Bruch mit der architektonischen Konvention einleiten sollte, kam es aber erst in der Zeit zwischen 1922 und 1925. In diesen Jahren stellte Döcker vermehrt seine Architekturauffassung und seine Bauten in verschiedenen Fachzeitschriften vor.1 Die Abkehr von der Tradition, verbunden mit einer heftigen Kritik an dieser, und die Forderung Döckers nach einer neuen Architektur ist nunmehr unübersehbar: „Die großen Ereignisse des späten 19. und des begonnenen 20. Jahrhunderts auf dem Gebiet wissenschaftlicher Forschungen und technischer Erfindungen haben (…) neue Gesetze und Probleme für die Formgestaltung geschaffen. Die Wissenschaft (Elektrizität, Chemie usw.) als Ausgangspunkt, die Maschine (Eisenbahn, Automobile, Flugzeuge, Kino, Photographie usw.) als Auswirkung und die wirtschaftlichen und politischen Entwicklungsstadien (Industrialisierung, Weltkriege, Revolutionen, soziale Umschichtungen) als Ergebnis bedeuten die Wirklichkeit der Gegenwart.“2

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Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1989

Authors and Affiliations

  • Friederike Mehlau-Wiebking

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