Advertisement

Prognosen in der Wirtschaft

  • Henri Theil
  • John C. G. Boot
  • Teun Kloek
Chapter
  • 37 Downloads
Part of the Moderne Lehrtexte: Wirtschaftswissenschaften book series (MLW, volume 3)

Zusammenfassung

Die Notwendigkeit, Konsequenzen von wirtschaftlichen Maßnahmen zu prognostizieren, ist offensichtlich. Gelegentlich sind diese Konsequenzen klar umrissen, aber viel häufiger sind die Ergebnisse der gewählten Maßnahmen ziemlich ungewiß, so daß eine Prognose gemacht werden muß. Nehmen wir das Beispiel der ziemlich großen, seit 1955 bestehenden Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten. Die Regierung ist mit Recht über dieses Phänomen besorgt und versucht, Maßnahmen zur Verbesserung der Lage zu treffen, zum Beispiel durch ein Gesetz über „Depressed Areas“ oder in Form eines drastischen Entscheides, wie z. B. durch die Steuersenkung im Jahr 1964. Es interessiert hier die Frage nach der Auswirkung, die eine solche Steuersenkung auf die Arbeitslosigkeit haben wird. Grob gesehen, ist die Kette der Konsequenzen die, daß die Bevölkerung bei weniger Steuern mehr Geld zum ausgeben besitzt; also wird sie mehr kaufen und es muß mehr produziert werden und somit werden mehr Leute beschäftigt sein. Die genaue Zahl der zu beschäftigenden Leute muß jedoch geschätzt oder prognostiziert werden. Ganz abgesehen davon hat die Maßnahme Nebenfolgen, die ebenfalls berücksichtigt werden müssen. Die Staatskasse wird weniger Geld erhalten, das Defizit wird wachsen, und wieder besteht die Frage, um wieviel. Eine andere Frage, die beachtet werden muß, ist die Auswirkung auf die Zahlungsbilanz. Diese muß auch prognostiziert werden oder man sollte mindestens eine ungefähre Vorstellung über das Maß der Auswirkung haben.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. [1]
    H. Theil, Economic Forecasts and Policy, 2. Auflage, North Holland Publishing Company, Amsterdam, 1961.Google Scholar
  2. [2]
    Centraal Bureau voor de Statistiek, Investeringen in vaste activa, eine jährliche Publikation der W. de Haan Publishing Company, Zeist.Google Scholar
  3. [3]
    M. Mouchart, H. Theil und J. I. Vorst, “On the Predictive Value of Investment Surveys”, Statistica Neerlandica, Vol. 17 (1963), S. 287–297.CrossRefGoogle Scholar
  4. [4]
    J. Lips und D. B. J. Schonten, “The Reliability of the Policy Model Used by the Central Planning Bureau of the Netherlands”, Kap. 2, in M. Gilbert und R. Stone (Eds.), Income and Wealth, Ser. 6, Bowes & Bowes, London, 1957.Google Scholar
  5. [5]
    C. van de Panne, „De voorspellingskwaliteit van de Centrale Economische Plannen, 1949–1956“, De Economist, Vol. 107 (1959), S. 91–123.CrossRefGoogle Scholar
  6. [6]
    G. Rey und C. B. Tilanus, “Input-Output Forecasts for the Netherlands, 1949–1958”, Econometrica, Vol. 31 (1963), S. 454–463.CrossRefGoogle Scholar
  7. [7]
    C. B. Tilanus und G. Rey, “Input-Output Volume and Value Predictions for the Netherlands, 1948–1958”, International Economic Review, Vol. 5 (1964), S. 34–45.CrossRefGoogle Scholar
  8. [8]
    C. F. Christ, “A Test for an Econometric Model of the United States, 1921–1947”, in National Bureau of Economic Research, Conference on Business Cycles, New York, 1951, S. 35–107.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1971

Authors and Affiliations

  • Henri Theil
  • John C. G. Boot
  • Teun Kloek

There are no affiliations available

Personalised recommendations