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Biogasbildung und anaerobe Abwasserreinigung

  • Hermann Sahm
Chapter
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Part of the Natur-, Ingenieur- und Wirtschaftswissenschaften book series (VN, volume 326)

Zusammenfassung

Die mikrobielle Biogasbildung ist ein in der Natur weit verbreiteter Prozeß, der überall dort stattfindet, wo organisches Material in Abwesenheit von Sauerstoff, Sulfat und Nitrat von Mikroorganismen abgebaut wird. So entdeckte der italienische Physiker A. Volta schon 1776 das Vorkommen eines brennbaren Gases über den Sümpfen und Teichen (Sumpfgas). Die bekannten Irrlichter in den Mooren entstehen durch Verbrennen des Methans, wobei bis heute noch unklar ist, wie es zur Entzündung dieses Gases kommt. Die mikrobielle Methanbildung findet jedoch nicht nur in den Binnen- und Meerwassersedimenten, in Tundren und überfluteten Reisfeldern statt, sondern auch im Pansen der Wiederkäuer. Untersuchungen haben ergeben, daß im Magen eines Rindes ca. 8 bis 10% des Futters in etwa 100 bis 2001 Methan pro Tag umgewandelt werden. Jährlich gelangen rund 500 bis 800 Millionen Tonnen Methan, das von Mikroorganismen gebildet wird, in die Atmosphäre; dies ist etwa die Menge, die pro Jahr aus Erdgasquellen gewonnen wird (Tab. 1). Man schätzt, daß etwa 5% des bei der Photosynthese assimilierten Kohlenstoffs durch anaerobe Mikroorganismen zu Biogas (Methan und Kohlendioxid) abgebaut wird. Hieraus ist zu ersehen, wie wichtig dieser Prozeß für den Kohlenstoffkreislauf der Natur ist (Abb. 1).

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© Westdeutscher Verlag GmbH Opladen 1984

Authors and Affiliations

  • Hermann Sahm
    • 1
  1. 1.JülichDeutschland

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